Reggie glaubt an Koexistenz von Wii & Wii U - Preis- und Spielepolitik werden anders sein

Von Tim Herrmann am 17. März 2012

Beim Launch des Nintendo 3DS gab es bei vielen Käufern ein wenig Verwirrung: Einige wussten gar nicht, dass der 3DS eine ganz neue Hardware-Generation ist, und glaubten an ein Update. Ähnliches könnte im nächsten Jahr geschehen, wenn Wii U auf den Markt kommt. In einem Interview spricht Nintendo of Americas Präsident Reggie Fils-Aimé nun darüber, wie man die beiden Produkte voneinander abgrenzen möchte und wie sie in der Zukunft nebeneinander laufen sollen.

Zunächst betonte Nintendos Manager, dass der Kunde, der sich heute eine Wii-Konsole kaufe, ein völlig anderer sei als derjenige, der 2012 zu Wii U greife. Daher habe man auch nicht die Befürchtung, dass sich die zwei Systeme gegenseitig die Kunden abspenstig machen. Viel mehr glaube man an eine Koexistenz der zwei Systeme, wie man sie momentan zwischen 3DS und DS beobachte, auf dem auch ein halbes Jahr nach dem Launch des Nachfolgers noch einige auch hochkarätige Spiele erscheinen.

Auf die Preispolitik hinter Wii U angesprochen, blieb Reggie erwartungsgemäß schwammig. Was man aber definitiv erwarten könne, so heißt es, sei eine völlig andere Preispolitik und völlig andere Spiele. In welche Richtung dies nun deutet, bleibt der Interpretation überlassen: Kampfpreise, um schnell viel Hardware abzusetzen (wie momentan beim Nintendo 3DS) oder etwas happigere oder zumindest normal hohe Software- und Hardware-Preise, um starke Technik zu finanzieren? Mit den "anderen Spielen" meint Reggie sicherlich das Versprechen, auf Wii U auch tiefe Spielerlebnisse zu bieten und nicht hauptsächlich auf Multiplayer- und Casual-Gaming zu setzen.

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