Ist Publisher THQ am Ende? - Gerüchte über Probleme, THQ dementiert

Von Tim Herrmann am 17. März 2012

Vielen Spielern ist THQ noch als Publisher von miesen Lizenzspielen zu Disney-Filmen in Erinnerung. Doch in den letzten Jahren hat es bei dem Unternehmen einen bemerkenswerten Strategie-Umschwung gegeben: Lizenzentwicklungen werden zurückgefahren, ambitionierte Großprojekte gewinnen an Bedeutung: de Blob, Darksiders oder Saint's Row sind Beispiele für die (für Spieler) begrüßenswerte Qualitätsoffensive bei THQ.

Trotzdem erreichten uns im letzten Jahr Meldungen über Entlassungen und Studioschließungen bei THQ: de-Blob-Entwickler blue tongue beispielsweise wurde dicht gemacht, nachdem de Blob 2 floppte. THQ schien mit seinem neuen Geschäftsmodell mehr Probleme zu haben als erwartet. Jetzt gehen sogar Gerüchte durch die Videospielbranche, die von einem baldigen Ende des Unternehmens in seiner jetzigen Form sprechen.

THQ habe sein gesamtes Lineup für 2014 gestrichen, um die Notbremse in einer finanziellen Abwärtsspirale zu ziehen, und sei jetzt auf der Suche nach einem rettenden Investor, hört man in Sozialen Netzwerken. Der Publisher selbst dementierte aber noch am Sonntag: Die Nachrichten seien unwahr, man habe sein 2014-Lineup nicht gestrichen und befinde sich wirtschaftlich wegen des Strategiewechsels in keiner leichten, aber einer stabilen Situation. Wie viel Standard-Dementi und wie viel Wahrheit in der von Marketing durchzogenen Reaktion steckt, bleibt aber unklar.

Es bleibt wohl die bekannte Weisheit: "Wo Rauch ist, da ist auch Feuer" - selbst wenn das Feuer vielleicht noch nicht so lodert, wie einige erfahren haben wollen. Wie sich THQ in Zukunft entwickelt und was die Gerücheküche noch herauszufinden glaubt, das lest ihr bei uns, sobald es Neues gibt.

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