Keine Budget-Grenzen für Zelda-Titel - Aonuma & sein Team haben fast freie Hand

Von Tim Herrmann am 12. November 2013

Zeit ist Geld. Und die Entwicklung von Videospielen verschlingt viel Zeit. Die meisten Publisher wollen für ihre internen Finanzplanungen daher ganz klar wissen, für welche Spiele und Investitionen sie welche Finanzmittel zurückhalten muss. Entwickler bekommen also meist ein festes Budget, mit dem sie die Entwicklung eines Spiel bezahlen müssen. Dabei bleibt es ihnen überlassen, wie sie das Budget einsetzen, aber wenn das Geld aufgebraucht ist, muss ein fertiges Spiel auf den Beinen stehen.

Bei Nintendos Zelda-Reihe ist das anders, wie Zelda-Produzent Eiji Aonuma jetzt in einem Interview mit GameSpot erklärt. Wenn Aonuma von Nintendos Entwicklungschef, Shigeru Miyamoto, den Auftrag bekommt, einen neuen Zelda-Titel herzustellen, gibt Miyamoto nicht gleichzeitig ein Budget vor, das für die Entwicklung bereitgestellt wird. Stattdessen erarbeiten Aonuma und sein Team zunächst ein Grobkonzept und entscheiden, was sie umsetzen wollen. Auf Basis dessen werde ermittelt, wie viel Personal und wie viel Zeit man für das neue Zelda-Spiel benötige. "Deswegen befassen wir uns kaum mit Budget-Limits", erklärt Aonuma und räumt ein: "Das ist wohl etwas anders als bei den meisten anderen Spieleentwicklern".

Nintendo investiert also nach wie vor kräftig in seine Zelda-Reihe und lässt den Entwicklern volle kreative Kontrolle über ihr Projekt, unabhängig von finanziellen Aspekten. Das führt allerdings auch dazu, dass Spiele wie The Legend of Zelda - Skyward Sword, das sich fünf Jahre in Entwicklung befand, in der Entwicklung so teuer sind, dass sie ihre Kosten im Verkauf kaum wieder kompensieren können und sich für Nintendo manchmal zu einem Verlustgeschäft entwickeln.

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6 Kommentare:


Denios
vor 8 Jahren | 0
Echt, war SS ein Verlust für Nintendo?

Farang
vor 8 Jahren | 0
hat sich doch 4-5 millionen mal verkauft glaub ich ..da sollte von verlustgeschäft wohl kaum rede sein..das es sich dennoch unter den typischen zelda erwartungen verkauft hat liegt einzig und allein daran das der stil einfach nicht jeder manns sache war ...aber nintendo ist lernt ja nicht...

Tim
vor 8 Jahren | 0
@Kernspieler: Klar, aber das widerspricht sich doch nicht. Ein Spiel kann gleichzeitig ein Systemseller und ein finanzieller Flop sein. Man kann auch argumentieren, dass Zelda für Nintendo gar nicht profitabel sein muss, sondern allein zur Strahlkraft der Marke beiträgt. Trotzdem nützt alle Strahlkraft langfristig nichts, wenn es sich nicht lohnt.

Aki
vor 8 Jahren | 0
Die sollen aber nicht denken, wir haben die Zeit der Welt. Aber gut, was gut werden soll. Das dauert auch seine Zeit.

Torben
vor 8 Jahren | 0
E3 2014 wird das Spiel gezeigt im Trailer und ich denke Weihnachten erscheint es dann. Ich meine Nintendo hat mal gesagt, dass man sich beim neuen Zelda vom Budget in dem Bereich GTA bewege. Zelda kann ja für sich alleine ein Verlust sein, wenn es jedoch hilft die WiiUs zu verkaufen ist es das wert.

Der R
vor 8 Jahren | 0
Bei Zelda geht es auch um weit mehr als den direkten Profit ;) .....es ist ein Prestigetitel der dem Image der Marke Nintendo nach wie vor gut tut!