Ubisoft sinniert über nächstes SplinterCell - Könnte in ganz andere Richtung steuern

Von Tim Herrmann am 15. Januar 2014

Splinter Cell Blacklist war ein Erfolg bei Kritikern, im Einzelhandel allerdings kein Heilsbringer für Publisher Ubisoft. Auf der PlayStation 3 und der XBOX360 verkaufte sich das Stealth-Action-Spiel gut, aber nicht sehr gut. Die Wii U-Version wollte kaum jemand spielen. Dennoch macht sich der Publisher jetzt schon Gedanken über die nächsten Schritte, die die Reihe gehen könnte.

Dabei scheint für Ubisoft eines klar: Splinter Cell ist noch in einem Entwicklungsprozess und hat sich noch nicht vollends gefunden. Das meint zumindest Kristjan Zadziuk in einem Interview mit dem Official XBOX Magazine - er ist Animation Director bei Ubisoft in Toronto. "Wenn man sich die Splinter Cell-Reihe anschaut, wird man keine zwei gleichen Ableger finden, jedes Spiel ist unterschiedlich". Zadziuk stellt auch Vergleiche zu Assassin's Creed an, für das Ubisoft bereits die richtige Formel gefunden habe. "Deswegen können sie auch viele Ableger in kurzer Zeit mit hoher Qualität entwickeln".

Bei den wirtschaftlichen Anforderungen an die Splinter Cell-Reihe übt Zadziuk sich in Bescheidenheit. "Vielleicht muss Splinter Cell sich gar nicht jedes Mal 15 oder 16 Millionen Mal verkaufen wie Call of Duty. Vielleicht geht es auch einfach darum, dass wir ein richtig gutes Splinter Cell-Spiel machen". Wohin es mit dem nächsten Serienableger geht, ist bislang völlig unklar, Ubisoft hat keine weiteren Teile angekündigt.

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7 Kommentare:


Lunie
vor 7 Jahren | 0
Hey, die sollen nur mal Blacklist auf der U mal online tauglich machen mehr wollen wir garnicht das Spiel rockt!

Blacksierra
vor 7 Jahren | 0
hehe, "mal ein richtig gutes Spiel machen", dass darauf noch keiner gekommen ist :-)

KaeYoss
vor 7 Jahren | 0
Ah ja. "Vielleicht geht es auch einfach darum, dass wir ein richtig gutes Splinter Cell-Spiel machen."

Was für eine bahnbrechende Idee!! Dass Ubi noch erkennt, dass sich Qualität verkauft.

Aber wir wissen ja alle, was sie damit wirklich meinen, wenn sie die richtige Formel suchen: Gewinnmaximierung durch noch mehr DLC.

Wahrscheinlich muss man sich das Schleichen beim nächsten Splinter Cell dann extra kaufen.

Tobsen
vor 7 Jahren | 0
Ich finde diesen Satz auch extrem unvorteilhaft, aber Ubisoft sind schon noch auf der guten Seite der Macht, finde ich. Trotz Verschiebungsdriss ^^.

ProG4M3r
vor 7 Jahren | 0
Ich würd Ubisoft nicht als komplette Böse oder gut hinstellen, sie sind eher das gute böse :D

Zanza
vor 7 Jahren | 0
Also Blacklist vereint das beste aus Chaos Theory mit dem besten aus Conviction und es funktioniert. Die Wii U-Version spielt sich auch sehr gut, keine Framerateeinbrüche, es läuft wie geschmiert, bis auf den Multiplayer, also da muss dringend was passieren, obwohl es manchmal ja geht, wie gestern und dann geht's plötzlich wieder nicht -...-

KaeYoss
vor 7 Jahren | 0
Ubisoft ist eindeutig auf der Dunklen Seite (TM). Die machen EA Konkurrenz.

- Sie haben ihr äußerst nerviges DRM-System am PC als was tolles hingestellt und verteidigt, obwohl es unglaublich verbuggd war und dauernd ausfiel.
- Wie haben sie es verteidigt? Mit der Behauptung, dass 99% ihre Spiele klauen.
- Sie haben Black Hole - die macher von Might and Magic: Heroes VI - mit einem unfairen Vertrag in den Ruin getrieben, das Spiel wurde als fertig verkauft, obwohl es nicht einmal Beta-Qualität hatte, und die Ersatzentwickler wurden hauptsächlich für überteuerte DLC eingesetzt, was man damit verteidigt hat, dass die Entwickler ja auch bezahlt werden wollen.

- Überhaupt ist Ubi sehr gut darin, ihre Entscheidungen zu "verteidigen" und an das Mitgefühl der abgezockten Kunden zu appellieren. Nicht nur die hier allseits bekannte Rayman Geschichte (wo man die Wii U Kundschaft im Regen stehen ließ und dann über die Entwickler verlauten ließ, dass man den Frust über Ubi doch nicht am Spiel auslassen, sondern das fleißig kaufen sollte)...

- Ihre DLC sind lächerlich überteuert und die Spiele werden oft beschnitten, um mehr DLCs haben zu können. Sie gehören eindeutig zu den schlimmsten DLC-Übeltätern.

- An der Wii haben sie sich schön bereichert und waren maßgeblich an der Entstehung des "Shovelware" Trends beteiligt.
- Bei der Wii U haben sie es dann auch versucht, was glücklicherweise schön in die Hose gegangen ist. Aber nicht verzagen: Man kann den Leuten ja Schuldgefühle einreden, indem man von angeblichen Branchenexperten verlauten lässt, dass jeder Wii U Spieler brav die Ubi-Shovelware kaufen soll, weil sonst gar nichts mehr von Ubi für die Wii U kommt.

- Die gesamte Rayman Geschichte brauchen wir gar nicht weiter anzuschneiden.

Und das ist noch alles ohne Gerüchte wie bezahlte Trolle, die unzufriedene Käufer in Foren mundtot machen...