amiibo sollen stärker ins Spiel kommen - Kimishima will stärkeren Link zu Software

Von Tim Herrmann am 03. Dezember 2015

Nintendos amiibo-Figuren sind ein Erfolg. Mehr als zehn Millionen Plastikfiguren konnte der japanische Publisher seit ihrem Start vor einem Jahr bereits verkaufen, man betrachtet sie als Plattform, die mit immer mehr Erweiterungen versorgt werden kann. Im vergangenen Geschäftsjahr haben die Figuren bereits in nicht unbeträchtlichem Maße zu Nintendos Ergebnis beigetragen und fast jede neue Spielankündigung geht mit neuen amiibo-Figuren einher.

Entsprechend werden sie auch zukünftig eine Rolle in Nintendos Strategie spielen, wie Nintendos CEO Tatsumi Kimishima in einem Interview mit dem US-Magazin TIME verrät. Allerdings weist der Manager auch darauf hin, dass man die Ziele mit amiibo noch nicht erreicht habe: "Derzeit stellen wir fest, dass die amiibo mehr als Sammelgegenstand gekauft werden und weniger als interaktives Item, das mit Software funktionieren kann."

Die Herausforderung sieht Kimishima daher darin, in Zukunft mehr Möglichkeiten zu schaffen, mit amiibo auch wirklich zu spielen. Dadurch will man die eigenen Marken stärken, das Spielerlebnis beeinflussen und eine Verbindung zwischen Spieler, Spiel und Marke herstellen. Wie man die amiibo in kommenden Titeln konkret einbinden möchte, um dieses Ziel zu erreichen, bleibt vorerst offen.

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11 Kommentare:


Denios
vor 6 Jahren | 0
Macht. Ein. Be******enes. Skylanders. Oder. Disney. Infinity. Mit. Amiibos. Danke!!!!

Der R
vor 6 Jahren | 0
Fänd ich löblich, wenn sie besser genutzt werden könnten. Ich wünsche mir aber nach wie vor eine Möglichkeit, ein Amiibo für alle Spiele zu registrieren um Gegenstände freizuschalten und nicht bei jedem Spiel einzeln. Auch sollten die "normalen" Videospiele nicht unter den Amiibos leiden.

Darth Regnat
vor 6 Jahren | 0
Bisher haben keine Spiele unter amiibo gelitten. Bisher waren das, jedenfalls bei Spielen von Nintendo selbst, soweit nur irgendwelche Kleinigkeiten. Nur bei Super Smash Bros. hatten sie als lernfähige KI-Kämpfer einen größeren Nutzen.

Also meinetwegen sollen sie die amiibo verstärkt einsetzen oder, wie im ersten Kommentar auch so ein Toys-to-Life-Projekt bringen. Anbieten würde es sich jedenfalls.

Tim
vor 6 Jahren | 0
Dass amiibos bisher keinem Spiel geschadet haben (außer allenfalls Animal Crossing - amiibo-Festival), sehe ich auch so. Gleichzeitig haben sie aber in meinen Augen auch noch in keinem Spiel irgendeine Form von Mehrwert gebracht. Und damit haben sie zumindest für mich keine Existenzberechtigung außer als Collector's Item. Aber für Sammleritems habe ich ohnehin keinen Faible (mehr).

Yakuza
vor 6 Jahren | 0
Es auch schwierig mit den Amiibos, die einen beklagen sich, dass sie keinen wirklichen Mehrwert bringen in Spielen, die anderen hoffen und wünschen sich, dass die Spiele den vollen Inhalt möglichst auch ohne Amiibos bieten.

Was soll Nintendo jetzt machen?

McClane
vor 6 Jahren | 0
EIne Möglichkeit wäre es, wenn die amiibos noch stärker physischer DLC wären. Man also nur durch sie wirklich relevante SPielinhalte bekäme. Bislang sind die Zusatzinhalte mehr als zu vernachlässigen. Ich für meinen Teil will hier aber keinen PLastikmüll anhäufen.

Chris
vor 6 Jahren | 0
Maaan. Voll löblich Content auf der Disc zu sperren. *Ironie off*

Ich kann mich da nur wiederholen: Es gibt kein Spielkonzept, dass nicht auch ohne zusätzliche Hardware in Form von Plastikfiguren möglich wäre. Die Wiimote hat auch einen Speicher. Warum benutzt man das nicht?

Ich glaube wir haben auch eine andere Defintion "gelitten". Klar leiden die Spiele darunter. Dem 08/15-Spieler werden Inhalte weggenommen und Ressourcen, die für anderes verwendet werden könnten, werden für amiibo-Zeug verwendet. Mario Tennis Ultra Smash verfügt über einen jämmerlichen Umfang, aber für amiibo-Einbindung hatten sie noch Zeit.

Bisher ist der amiibo-Kram aber noch erträglich, da stimme ich euch zu. Ich werde mich aber nicht dazu nötigen lassen wegen irgendwelchen Features diese unnötigen Figuren zu kaufen, Ich wünschte das wären reine Sammelfiguren oder wenn schon Entwicklungsressourcen dafür benutzt werden sollen, dass es ein Skylanders-mäßiges Spiel gäbe, anstatt uninteressierte Spieler wie mich damit zu nerven.

Der R
vor 6 Jahren | 0
@Chris: Die Einbindung der Amiibo dürfte so wenig Zeitaufwand darstellen,...dass ich nicht glaube dass irgendein Spiel darunter "gelitten" hat ^^.

gast
vor 6 Jahren | 0
Bis auf irgendwelche Skins oder mobiler savegame-Speicher, erschließt sich mir der Sinn dieser Figuren immer noch nicht. Freischalten von Storyinhalte wäre ein reiner Skandal, dann kann Nintendo diese auch gleich als kostenpflichtige Dlc anbieten.

Solidus Snake
vor 6 Jahren | 0
"will stärkeren Link zu Software". Ich habe da erst an etwas ganz anderes gedacht. Zum Thema selbst: Ich ahne nichts gutes.

Clessidor
vor 6 Jahren | 0
Ich kann mir Amiibos noch recht gut für ein Hybridbrettspiel in der Mann ähnlich wie beim X-Com Brettspiel gemeinsam gegen die App/Software spielt oder so.
Da würde sich dem Kunden der Mehrwert erschließen, da man seine Figuren auch physisch auf den Brett bewegt und der Fokus beim gemeinsamen spielen nicht auf den Fernsehr liegen würde. Man müsste aber auch eine Videospielkomponente einführen wo jeder einzelne amiibo als spielbarer Charakter unterchiedliche Fähigkeiten oder Werte gibt.
Wie gesagt soetwas in der Art könnte ich mir vorstellen. Sie würden aber vemutlich eher Skylander kopieren und sich an einer Spielereihe mit reinem Amiibo-Fokus versuchen.