amiibo: "ein Blick in Nintendos Zukunft" - IP-Vermarktung wird noch wichtiger werden

Von Tim Herrmann am 12. Dezember 2015

In den USA hat Nintendo bislang neun Millionen Plastikfiguren aus der amiibo-Reihe verkaufen können. Auch weltweit sind die Spielzeuge mit NFC-Chip ein Erfolg, obwohl Nintendo-Präsident Tatsumi Kimishima erst kürzlich einräumte, dass sie bislang wenig spielerischen Nutzen hätten (WiiUX berichtete) und man in Zukunft eine stärkere Verzahnung mit der Software sicherstellen wolle.

Dass amiibo für Nintendo nicht nur eine aktuell erfolgreiche Produktlinie sind, sondern sogar einen Blick auf Nintendos zukünftige strategische Ausrichtung gewähren, machte Nintendo of Americas Chief Operating Officer, Reggie Fils-Aimé, in einem Interview mit dem TIME-Magazine klar. "In vielerlei Hinsicht ist der Erfolg von amiibo eine Reflexion dessen, wohin Nintendo sich in der Zukunft entwickeln wird."

Seine eigenen Marken wie Super Mario oder The Legend of Zelda effektiver wirtschaftlich nutzbar zu machen, ob für Videospiele, für Smartphone-Software oder für Partnerschaften wie beim geplanten Universal-Themenpark - das sei der Weg für Nintendo. Damit werde man Kunden "zum Lächeln bringen" und gleichzeitig die eigene Profitabilität erhöhen, so Reggie Fils-Aimé.

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4 Kommentare:


Tobsen
vor 5 Jahren | 0
Klingt gar nicht mal so vielversprechend!
Für Nintendo als Firma bestimmt nicht unklug, aber wenn ich mal ganz egoistisch an mich, den vielspielenden Nintendo-Fan, denke, so sehe ich der Rückbesinnung Nintendos zum Spielwarenhersteller doch mit Besorgnis entgegen.

Denios
vor 5 Jahren | 0
So ein Kram ist mir alles egal, solange darunter eben nicht die Games leiden. Es werden ja wahrscheinlich nur wenige Leute aus der Software-Entwicklung im amiibo-Projekt mit drin stecken (für die Software der Chips halt). Also solang der Output wieder an Fahrt aufnimmt (in letzter Zeit siehts ja eher andersrum aus), interessiert es mich nicht. Scheint aber leider nicht der Fall zu sein.

30 Jahre lang hats doch, mal etwas mehr, mal etwas weniger, richtig gut mit Videogames geklappt. Die Fehler, die zu rückläufigen Verkaufszahlen (mit Ausnahme von Wii+DS) führten, sind in allen Generationen dieselben. Checkt es doch einfach mal und macht es das nächste Mal besser, dann verkauft ihr auch wieder ein paar Konsolen, verdammt nochmal.

Der R
vor 5 Jahren | 0
Würde mich sehr über einen richtigen Nintendo-Freizeitpark freuen. Oder zumindest ein Themenbereich innerhalb eines Freizeitparks. Könnte man einige coole Konzepte verfolgen.

Mr.Ash
vor 5 Jahren | 0
Also mich überzeugen die Amiibo's in keinster weise, weder qualitativ noch spielerisch. Im Endeffekt ein überteuertes Stück Plastik welches nicht mal einen grossen Deko Effekt erfüllt. Sieht man sich aber die Verkaufszahlen an so ist es Nintendo gelungen sehr viele Leute über den Tisch zu ziehen (wie seinerzeit mit der Wii). Wie gesagt, Nintendo gehört für mich mehr und mehr in Spielzeuggeschäfte wie z.B. Toy's R Us und nicht in Elektronik/Videospiel Fachgeschäfte. Leider befürchte ich, dass darunter die Nintendo Marken mehr und mehr leiden werden weil alles noch kindlicher wird als es ohnehin schon ist. Also solche News lassen meine Sorgenfalten eher noch tiefer werden.