EA-Pressekonferenz von der E3 2012

Von Lars Peterke am 05. Juni 2012

Die E3 2012 ist in vollem Gange und bevor Nintendo morgen Wii U und die dazugehörigen Spiele präsentiert, sind einige andere Hersteller an der Reihe, darunter auch Electronic Arts. Die Amerikaner starteten ihre erst vor wenigen Minuten zu Ende gegangene Pressekonferenz mit dem Versprechen, zehn Top-Titel zu zeigen, die live vorgespielt oder zumindest ausführlich präsentiert werden.

Der erste dieser Titel war Dead Space 3, welches bereits im Vorfeld der E3 offiziell angekündigt wurde. In einer Gameplay-Demonstration konnte sich jeder ein Bild von der tollen Qualität des Spiels machen, das diesmal actionlastiger daherkommt, sehr an Capcoms Lost Planet angelehnt ist und einen Koop-Multiplayer bietet. Am Ende des Trailers wurden jedoch nur Cover-Artworks für PC, Xbox 360 sowie PS3 gezeigt. Ob das Spiel auch für Wii U erschienen wird, bleibt also abzuwarten. Der Release ist für Anfang 2013 geplant.

Anschließend wurde Madden NFL 13 vorgestellt. Das Football-Spiel ist wohl eher für den amerikanischen Markt relevant und EA nahm sich die Zeit über einige Detailverbesserungen zu sprechen. Besonderen Fokus legte man auf den neuen Karrieremodus, der um viele RPG-Elementen bereichert wurde. Man geht sogar so weit, dass man einen Storysimulator integriert hat, der euch mit Infos über die NFL-Liga in eurer Karriere versorgt. Sogar einen fiktiven Twitter-Feed wird es geben. Zusätzlich gibt es einige nicht-fiktive soziale Features: Über diverse Webdienste könnt ihr via PC oder Smartphone auf eure Erfolge zugreifen und diese mit Freunden teilen. 

Der dritte vorgestellte Titel war Sim City Social, welches für Facebook erscheinen soll. Es wird in wenigen Wochen starten und die gezeigten Szenen zeugen von einer hohen Qualität. Wer nicht allzu sehr auf Social Gaming steht, kann im Falle von Sim City aufatmen: für den PC erscheint im Februar 2013 ein eigenes, neues Spiel mit dem schlichten Titel Sim City. Es besticht durch detailreiche Grafiken und soll zum ersten Mal auch einen Multiplayer-Modus beinhalten. Dabei werden alle Städte der Spieler online verknüpft, sodass eure Spielaktionen direkte Auswirkungen auf eure virtuellen Nachbarn haben - und umgekehrt.

Titel Nummer vier war hingegen an sich kein neues Spiel: Battlefield 3. Dennoch hatte man einiges zu dem Titel zu sagen, der sehr stark auf Online-Multiplayer setzt und bereits über 15 Millionen Spieler zählt. Man kündigte Battlefield 3 Premium an, das deren Mitgliedern gegen Bezahlung (49,99$) viele exklusive Inhalte bieten soll. Battlefield Premium wird für Xbox Live, Origin und PlayStation Network erhältlich. Abonnenten bekommen aber schon jetzt verfrühten Zugriff auf neue Erweiterungen wie zum Beispiel das "Closed Quarters"- oder "Armored Kill"-Paket.

Im Anschluss versuchte man das langsam sterbende MMORPG Star Wars: The Old Republic zu reanimieren. Man kündigte neue Funktionen und Inhalte an. Zusätzlich versucht man sich an einem Geschäftsmodell das von Blizzard bereits in World of Warcraft und Diablo 3 Anwendung fand. Demnach kann man Star Wars: The Old Republic ab sofort kostenlos spielen, allerdings nur bis Level 15.

Der nächste Titel war Medal Of Honor: Warfighter. In einer Gameplay-Demo konnte man sich ein Bild von der opulenten Aufmachung des Spiels machen, welches diesmal ein moderneres Setting aufweist. Ob man sich damit ein Stück vom Call of Duty-Kuchen abschneiden kann, wird sich zeigen. Zumindest hat man in der gezeigten Gameplay-Demo versucht, das Action-Gameplay durch kleine Taktik-Akzente interessanter zu gestalten. Das Spiel erscheint am 23. Oktober und enthält auch eine Multiplayer-Kampagne mit dem Titel "Global Warfighter". Warum EA hier versucht, mit seinem eigenen Flagschiff Battlefield 3 zu konkurrieren, ist genau so schleierhaft wie die neue Musik von Linkin Park, die im neuen Medal of Honor zu hören ist.

Zurück zum Sport: Electronic Arts Sprach über EA Sports-Titel im Allgemeinen und deren soziale Funktionen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Football Club für FIFA und den neuen Funktionen, die mit FIFA 13 eingeführt werden. Beispielsweise können Spieler ihre Erfahrungspunkte aus FIFA 12 übernehmen, es wird eine neue Smartphone-App für den Football Club geben und Barca-Star Lionel Messi wird "Coverguy" für das neue Spiel. Ein abschließender Gameplay-Trailer zu FIFA 13 dürfte für Frohlocken bei den Fussballfans gesorgt haben.

Vom Fussball ging es zur UFC - Ultimate Fighting Championchip, die nun von EA ein Videospiel spendiert bekommen soll. Titel unter dem Banner UFC entstanden in der Vergangenheit bei THQ, doch nun ist die Lizenz offensichtlich aufgrund der aktuellen Finanzsituation des Publishers wohl zu EA gewandert. Allerdings hielt man sich nicht lange bei dem Titel auf, beließ es bei einer Ankündigung und sprang direkt weiter zu Need for Speed: Most Wanted. Den Titel gab es zwar schon einmal, bisher allerdings nicht in "neu" und nicht von den Burnout-Machern Criterion Games entwickelt. Das Spiel wird ein "Open World Driving Game" werden und ist demnach quasi eine Art "Burnout Paradise 2", nur unter anderem Namen. Man zeigte grafisch beeindruckendes Gameplay und erntete dafür großen Applaus. Jeder Racing-Fan kann sich den 30. Oktober dick im Kalender anstreichen. Allerdings wurden auch hier nur Boxarts für den PC, die Xbox 360 und die PS3 gezeigt.

Anschließend präsentierte Crytek Crysis 3 und zeigte eine neue Gameplay-Demo. Es soll im Februar für PC, Xbox 360 und PS3 erscheinen. Daraufhin verabschiedete EA sich vom Publikum und entließ die Menge ohne ein abschließendes Schmankerl a la Mirror's Edge 2. Über die Wii U wurde kein Wort verloren. Man darf wohl damit rechnen, dass EA einige der heute gezeigten Titel im Rahmen von Nintendos Konferenz ankündigen wird.

Hinweis: die Kommentarsektion ist aktuell geschlossen.