Hands-On: Mario vs. Donkey Kong

Von Nico Zurheide am 20. Juni 2014

2004 auf dem GameBoy Advance fingen Donkey Kong und Mario erneut an, sich zu streiten. Gut, wenn man es genau nimmt waren es 1981 weder Mario noch der heutige Donkey Kong, die sich um die Prinzessin gestritten haben. Doch eine gewissen Rivalität zwischen Klempner und Affe lässt sich einfach nicht bestreiten und das obwohl Donkey Kong anscheinend ein großer Fan des dicken Klempners ist. Zumindest in Mario vs. Donkey Kong ist der muskulöse Primat hinter einer der neuen Mini-Mario-Figuren her. Doch da er im hiesigen Laden keinen dieser Verkaufsschlager mehr abbekommt, stiehlt er kurzerhand einen ganzen Sack voll aus der Fabrik, die die Mini-Marios herstellt. Dem Eigentümer, Mario, gefällt das natürlich ganz und gar nicht und so ist eine erneute Fehde zwischen den alten Feinden vorprogrammiert.

Heute, 10 Jahre später, ist die Mario vs. Donkey Kong-Serie nach inzwischen vier Nachfolgern für DS und 3DS im High Definition-Zeitalter und somit auf der Wii U angekommen. In sämtlichen Sequels konnte man im Gegensatz zum Original nicht mehr Mario selbst steuern, sondern nur noch seine kleinen Mini-Figuren. Dies wird sich auch im sechsten Teil der Serie nicht ändern: In den etwa 80 Puzzles müsst ihr über gute Reflexe verfügen und dabei noch einige Rätsel lösen, um die Spielfiguren an ihr Ziel zu bringen. Mithilfe des Touchscreens am Wii U GamePad kann der Spieler dazu die Umwelt verändern und Objekte in ihr platzieren oder Feinde von den Minis fernhalten. Die Spielzeugfiguren laufen dabei auf Kommando los und müssen so beispielsweise mit Hilfe von Brücken über Abgründe bewegt werden. Objekte stehen pro Level jedoch nur begrenzt zur Verfügung und müssen daher strategisch sinnvoll auf- und abgebaut werden, bei einem Fehlschlag wird einfach wieder von vorne begonnen.


Der Schwierigkeitsgrad der in Frankfurt spielbaren E3-Level steigerte sich dabei stetig, sodass auch in der Vollversion gerade mit fortlaufender Spielzeit mit einer echten Herausforderung gerechnet werden darf. So gesellen sich mit zunehmender Komplexität immer weitere Elemente und Objekte hinzu die zum weiteren Voranschreiten genutzt werden müssen, zudem bekommen auch weitere Charaktere wie zum Beispiel Prinzessin Peach oder Luigi ihren Auftritt. Für Abwechslung scheint also gesorgt.

Wie schon in den Vorgängern wird es auch im Wii U-Ableger einen eigenen Leveleditor geben, in dem ihr euch an eigenen Kreationen und Rätseln versuchen könnt. Weitere Teile für den Bau können mit Sternen erkauft werden, die ihr für das Abschließen eines Levels erhaltet. Die Ergebnisse dieser kreativen Baukunst können dann via Miiverse mit anderen Spielern geteilt werden - und das kann sich nicht nur im Hinblick auf eine unbegrenzte Auswahl an Rätseln lohnen. Gefällt euch die Arbeit einer Person nämlich besonders gut, könnt ihr dieser einige Sterne spendieren, um sie zu weiteren Werken zu animieren.


Michael Prammer meint:
Meine finalen Eindrücke zu Mario vs. Donkey Kong zu verfassen, fällt mir nicht ganz so leicht, immerhin bin ich kein großer Fan des Genres und habe auch die anderen Teile der Serie höchstens kurz angespielt. Die generelle Spielidee ist zwar weiterhin gut umgesetzt, mittlerweile aber für meinen Teil doch schon recht angestaubt. Nach dem Beenden der Demo war ich jedoch von einem besonders angenehmen überrascht: dem Schwierigkeitsgrad. Während ich die ersten beiden Level noch mit einem leichten Gähnen durchstreifen konnte, wurde die Komplexität in  Folge immer höher, sodass ich mich mit der ein oder anderen echten Kopfnuss konfrontiert sah, bis alle Level abgeschlossen waren. Richtig begeistern konnte mich der Titel bisher aber dennoch nicht, als eShop-Titel zu einem moderaten Preis sollte das Spiel aber dennoch einige Interessenten finden. Einige endgültige Aussage zur Veröffentlichungsform von Mario vs. Donkey Kong blieb uns Nintendo auf jeden Fall weiterhin schuldig.

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1 Kommentare:


La_Pulga
vor 7 Jahren | 0
Interessiert mich nicht besonders, aber trotzdem schön zu sehen, dass Nintendo immer wieder kleine Projekte (ich gehe von einem E-Shop Release aus) veröffentlicht.