Analyse: Nintendos Sprung über die rote Linie

Von Kamil Witecy und Tim Herrmann am 17. März 2015

Für Nintendo war es immer eine rote Linie. „Keine Nintendo-Spiele auf Smartphones“, so lautete das mantraartig und unmissverständlich vorgetragene Dogma von Nintendo-Präsident Satoru Iwata in den vergangenen fünf Jahren. Hier einige WiiUX-Schlagzeilen:

Iwata: Smartphone-Apps keine Option (17.03.2012)

Nintendo: Keine Minispiele für Smartphones (28.01.2014)

Warum Mario nicht auf Smartphones hüpft (07.03.2014)

Dass Smartphones und Tablets in der Zwischenzeit die Leben von Milliarden von Menschen erobert hatten, blendete das Unternehmen bewusst aus. Heute hat Nintendo nun einen Strategiewechsel verkündet, der die alte Position grundsätzlich umwirft. Ab Ende des Jahres 2015 wird Nintendo eigene Spiele für Smartphones und Tablets entwickeln. Dafür ist potentiell jede Marke des Unternehmens freigegeben: von Pokémon über Super Mario bis hin zu The Legend of Zelda; eine Zäsur in der mehr als 125-jährigen Geschichte des Unternehmens. WiiUX analysiert die Meldung, die derzeit noch mit manch einem Fragezeichen behaftet ist.

Die rote Linie wird zur Startlinie

Nintendo konnte seine sture Ablehnung gegenüber Smartphone-Spielen stets durchaus begründen: Die Niedrigpreise in App Stores führten zu einem Wertverfall, Nintendos Marken seien der wichtigste Kaufgrund für Nintendo-Hardware – und ohnehin funktioniere Nintendo-Software nur so gut, weil sie auf eigener Hardware laufe. Das waren nicht einmal Marketing-Sprechblasen oder Ausreden, sondern treffende Analysen, durch Marktdaten belegt.

Eine lange Geschichte eines klassischen Geschäftsmodell: Doch Smart-Devices haben die Welt um Nintendo herum verändert (Bild: Nintendo IR)

Die Welt entwickelte sich in den letzten fünf Jahren trotzdem in eine andere Richtung: Mit Wii U und Nintendo 3DS konnte Nintendo nur seine alteingesessenen Fans begeistern. Die Millionen, die zuvor Wii gespielt hatten, daddeln mittlerweile simple Spielchen auf ihren Handys und sind Nintendo als Kunden verloren gegangen. Studien zeigen: Smart-Devices werden nicht nur deutlich häufiger verkauft als klassische Konsolen. Sie werden auch häufiger und insgesamt länger benutzt als Konsolen. 

Auch Nintendo kennt diese Studien und stellte so im letzten Jahr als Reaktion auf den großen Druck von Seiten seiner Geldgeber und des Markts einen vorsichtigen Minimalkompromiss vor: eine App zu Marketingzwecken sollte Nutzer über Nintendo-Produkte informieren und engeren Kontakt zu Nintendos Marken herstellen.

Marken statt Hardware

Umso atemberaubender ist die Wende, die Nintendo jetzt in einer eilig anberaumten Pressekonferenz in Kyoto vollzieht. Die Werbe-App ist zwar noch nicht vom Tisch. Aber zusätzlich dazu wird Nintendo in Zusammenarbeit mit dem japanischen Mobile-Spezialisten DeNA (sprich: DNA) auch ein eigenes Spiele-Business auf Smart-Devices hochziehen. Statt zaghafter Annäherungsversuche fährt Nintendo nun gleich das volle Programm und setzt alle Mittel zur Smartphone-Eroberung ein, die dem Unternehmen zur Verfügung stehen – bis hin zu den Kronjuwelen im Marken-Portfolio. Ein Mario-Spiel auf Smartphones? Wird wohl bald Realität.

Das ist bemerkenswert. Auf die existentielle Kernfrage des Unternehmens, „Was macht Nintendo eigentlich erfolgreich?“, hätte Iwata vor einem Jahr ohne zu zögern geantwortet: „Die einzigartige Symbiose aus Nintendo-Hardware und –Software.“ Nach der heutigen Ankündigung würde er sagen: „Nintendos Marken.“ Super Mario und Link, Donkey Kong und Pikachu, Kirby und Samus Aran sollen Nintendos Spielesparte sanieren; nicht irgendein GamePad, irgendeine Fernbedienung oder irgendein neuer Handheld. Marken als zeitlose und hardware-unabhängige Zugpferde sollen Menschen wieder auf Nintendo aufmerksam machen. Sobald wieder mehr potentielle Kunden mit Mario spielen, so das Kalkül, finden sie auch wieder ihren Weg zurück auf Nintendos Konsolen. Auf welcher Plattform sie mit Mario in Kontakt kommen, und das ist der große Wandel, ist Nintendo jetzt nicht mehr so wichtig.

Für Nintendo mittlerweile wichtiger als das Festhalten an eigener Hardware: die Nintendo-Marken. (Bild: Nintendo IR) 

Nur gute Spiele sind gute Werbung

Damit beginnt Nintendo einen schwierigen Drahtseilakt. Um Werbung für seine Premium-Spiele auf Konsolen zu machen, müssen die Smartphone-Titel so sehr überzeugen, dass sie Lust auf mehr machen. Gleichzeitig dürfen sie den „großen“ Nintendo-Spielen nicht so sehr ähneln, dass sie die Entertainment-Bedürfnisse ihrer Spieler bereits befriedigen. Nur gute Spiele sind gute Werbung. Aber wozu noch eine Nintendo-Konsole und die dazugehörigen Spiele kaufen, wenn auch das günstige oder sogar kostenlose Smartphone-Spielchen schon bestens unterhält? Nintendo braucht Angry Birds-mäßigen Erfolg, damit sich die Smartphone-Initiative lohnt. Doch bei Angry Birds-mäßigem Erfolg wird eine Frage immer lauter: „Wozu braucht es überhaupt noch so etwas wie eine Wii U-Konsole?“ Nintendo läuft Gefahr, sein eigenes Geschäftsmodell, vielleicht unbewusst, vielleicht ungewollt, abseits öffentlicher Beteuerungen vielleicht aber auch ganz gezielt, überflüssig zu machen.

Immerhin: Jedes Smartphone-Spiel soll exklusiv entwickelt werden, Ports zwischen Konsole und Smart-Device wird es nicht geben – allein weil die Steuerungs- und Gameplay-Mechanismen so unterschiedlich sind. Bei der Entwicklung der Smartphone-Spiele kommt DeNA zum Einsatz. DeNA ist ein im Westen weitgehend unbekanntes Mobile-Unternehmen, das als Entwickler und Publisher von Spiele-Apps tätig ist. In Japan betreibt es die sehr populäre mobage-Plattform (heißt mittlerweile ebenfalls DeNA), auf der verschiedene Smartphone-Apps diverser Entwickler zum Download bereitstehen. Darüber hinaus hat DeNA aber auch Expertise im Betrieb und der Bewirtschaftung von Mobile-Plattformen gesammelt. Das macht es für Nintendo zu einem attraktiven Partner, schließlich haben Nintendos Entwickler keinerlei Erfahrung mit der Entwicklung für Systeme, die nicht die eigenen sind. DeNA ist vor allem an Nintendos Marken interessiert, schließlich kann das Unternehmen bislang hauptsächlich generische, wenig überraschende und Smartphone-typische Allerweltskonzepte anbieten. 

DeNA wird die Federführung bei der Entwicklung der Apps übernehmen. Das ist erst einmal nichts Ungewöhnliches: Nintendo hat in der Vergangenheit oft wichtige Marken an externe Entwickler vergeben, immer unter strenger Kontrolle der japanischen EAD-Studios. So wird man auch DeNA auf die Finger schauen, zumal Nintendo mit dem heutigen Kapitaltausch sogar zehn Prozent von DeNA selbst besitzt.

Einige App- und Spielkonzepte, die DeNA über die eigene Plattform vertreibt (Bild: DeNA)

iSuper Mario

Die große Frage bleibt: Welche Spiele wird Nintendo auf Smartphones veröffentlichen? Hat der Publisher den Anspruch, eigenständige Spielkonzepte zu entwickeln, die den Markt verändern? Oder fährt Nintendo einen bereits eingeschlagenen Weg weiter: Candy Crush mit Pokémon, Minispiele mit Mario, Crossbow-Training mit Link – also bekannte Spielkonzepte, wie sie auf Smartphones rauf- und runterkopiert werden, mit beliebten Nintendo-Charakteren? Oder ist die Partnerschaft doch nicht so spektakulär, wie Kommentatoren jetzt vermuten? Kommen am Ende nur Companion Apps heraus, wie etwa Ubisoft sie bereits zur Unterstützung seiner Titel nutzt?

Eines steht nach den heutigen Ankündigungen fest: Nintendo ändert seine Smartphone-Strategie fundamental. Aber zumindest offiziell nicht seine Unternehmensstrategie. Es bleibt vorerst dabei, dass die vollständigen Spielerlebnisse auf Konsolen und Handhelds – und der ominösen Nintendo NX-Plattform, von der man bislang nichts weiß – stattfinden werden. Smartphones sind für Nintendo ein Werbekanal, über den man verloren gegangenen Kontakt zu seinen Marken wiederherstellen möchte. 

Doch wie sich dieses Vorhaben entwickelt, lässt sich heute noch nicht seriös prognostizieren. Ein Blick in die Vergangenheit und eine andere Branche kann helfen: Für Zeitungsverlage war das Internet Ende der 90er-Jahre einst ein willkommener Werbekanal, um auf die gedruckten Produkte aufmerksam zu machen. Heute ist es für manch einen Verlag die wichtigste Einnahmequelle. Andere leiden dagegen noch heute daran, dass sie sich mit dem Schritt ins Netz ihre eigene Existenzgrundlage entrissen haben. Sie alle verzeichnen allerdings deutliche Einbrüche im traditionellen Geschäft - einfach weil sich die Zeiten geändert haben. Wie es Nintendo ergehen wird, zeigt sich ab Ende 2015.

Hinweis: die Kommentarsektion ist aktuell geschlossen.

18 Kommentare:


Wario
vor 6 Jahren | 0
May the Force be with you, Big N

ProG4M3r
vor 6 Jahren | 0
Okay, ich nehme jetzt eure Wetten an, bis spätestens 2020 hat Nintendo (zumindest teilweise) den SEGA gemacht - bspw. Handheld fällt weg und Mobil gibt es nur noch sporadisch auf dem Telefon oder andersherum, die Heimkonsole fällt weg, die Titel erscheinen auf PC und was bis dahin noch am Markt ist... wahrscheinlich Streaming Plattformen... während der Handheld noch weiter läuft... .

Eine traurige Entwicklung, aber ich zähle mich hier jetzt einfach mal zu den Schwarzmalern, denn auch wenn ich Tim gerne widerspreche... Nintendo untergräbt sich selbst.

blither
vor 6 Jahren | 0
Schöner Artikel ohne wilde Spekulationen! Die Kehrtwende kann tatsächlich wieder stärker die Marken in den Vordergrund rücken. Ich hoffe, dass Nintendo weiterhin qualitativ tolle Spiele entwickelt, und speziell AAA-Titel für Konsole!

Zanza
vor 6 Jahren | 0
Meine Güte, malt mal nicht den Teufel an die Wand. Momentan sieht es ja auch nicht rosig aus, also muss man irgendwas machen. Diese Spiele wie das "Mario-Leming" und so, kann ich mir sehr gut auf Smartphones und Tablets vorstellen, einziges manko ist für mich nur das diese entwickelten Smarthponespiele exklusiv sein werden, warum nicht noch in den eShop damit?

LallevonLanzeloth
vor 6 Jahren | 0
@Progamer
Lol wette gilt xD 2020 Never. Wenn überhaupt 2025, falls alles floppt. Dort rechne ich mit dem Ende der letzten Konsolengeneration. Handheld schafft es noch über 2020 glaub mir :D Aber eig. gefällt mir diese ganze Entwicklung hier. Dem Fortschritt kann man sich nicht einfach so widersetzen, das haben die Zeitungen von damals und nun auch Nintendo erkannt.

MrsWiiU
vor 6 Jahren | 0
Längst überflüssig... so kann man mehrere Milliarden Menschen auf Nintendo (wieder) aufmerksam machen und macht dabei sogar noch sehr viel Geld. Wenn man das richtig macht hat man neben der Konsole und dem Handheld ein drittes großes Standbein. Außerdem ist das Smartphonegeschäft mit den Nintendomarken ebenso wie die Ammibofiguren eine Cashcow! Und ich könnte mir sogar vorstellen, dass dadurch mehr Konsolen und Handhelds verkauft werden.

Nintendo wird in den nächsten 1-4 Jahren regelrecht explodieren und zwar im positiven Sinn.

ProG4M3r
vor 6 Jahren | 0
Ich vermisse die gute alte Zeit in der es nur die Konsole/Handheld und die Spiele gab... man das Spiel nur einlegen musste und spielen konnte...

Keine DLC, keine Updates, wer brauchte schon einen online Multiplayer? Die Spiele waren weitestgehend Bugfrei, weil man es nicht erst nachträglich patchen konnte und über so einen scheiß wie Smartphones hat man sich keine Gedanken machen müssen... auch wenn man vom N-Gage dann später doch irgendwie fasziniert war... gegen einen guten alten GameBoy stinkt das natürlich trotzdem ab. Nunja...

Ich weiß dem Fortschritt kann man sich nicht entziehen, ich bin auch leicht für neue Technik zu begeistern und weder Updates, DLCs und online Multiplayer sind prinzipiell etwas schlechtes, solange die Unternehmen damit gewissenhaft umgehen und nicht nur an den nackten Profit denken - nicht das es nicht letztendlich das ist was ein Unternehmen will, aber ich denke über Kundenzufriedenheit lässt sich längerfristig mehr verdienen als wenn man mit allen Mitteln versucht den letzten Cent aus dem Konsumenten zu quetschen -, aber das Nintendos IPs irgendwann die hauseigenen Plattformen verlassen - und sei es dabei nur für Smartphone Spielchen - ist etwas was mich fast mehr ärgert als der Missbrauch von Updates, DLCs und den versuchen mit bezahltem Online-MP in die Brieftasche des Konsumenten zu greifen...

ProG4M3r
vor 6 Jahren | 0
... denn seien wir mal ganz ehrlich, so etwas tolles wie in der Kindheit wird eine neue Konsole niemals wieder sein und so toll und neu es auch ist, neue Hardware auszupacken und zum ersten mal in den Händen zu halten, sind sowohl Wii als auch Wii U für mich lediglich die Trägerplattform für Nintendos Spiele als etwas woran so viel Leidenschaft hängt wie an den älteren Kisten... nunja, vllt. ändert sich dies ja wenn man in 10Jahren mit Nostalgie auf diese Kisten zurück blickt, aber momentan würde ich jemanden der meine Wii U beschädigt nur wegen der Spielstände ermorden und nicht wegen der Konsole an sich... während ein Kratzer an meinem GameCube, N64, etc. ein Todesurteil bedeuten würde, obwohl die Spielstände alle sicher auf der Memorycard / dem Modul sind.

ProG4M3r
vor 6 Jahren | 0
Wieso ich dann so ein Problem damit habe, sollte Nintendo zukünftig auf anderen Plattformen vertreten sein? Nun, abgesehen davon, dass den SEGA machen - und das wird passieren wenn man sich zu weit aus dem Fenster lehnt - nicht nur die Aufgabe der Konsolen Sparte bedeutet, sondern ich mir zu 99,99% sicher bin, dass über kurz oder lang auch die Qualität der Spiele darunter leidet, mal ganz davon abgesehen, das Nintendo so auch weniger Raum für Innovation hätte... sind die Konsolen welche Sony und Microsoft herstellen mMn. eher klapper Kisten - obwohl Microsoft offensichtlich aus dem RROD-Debakel gelernt hat - und weit davon entfernt auch in 30 Jahren noch wie ein NES zu laufen... nicht das ich damit sagen will, dass Nintendos aktuelle Konsolen nicht auch Fehler- und Zeitanfälliger sind als ein NES, aber bei PS4 und XboxOne habe ich doch starke bedenken, dass diese noch laufen wenn PS6 und XboxThree auf den Markt kommen... naja bei der PS4 bin ich mir momentan noch nicht einmal sicher, wie viele davon die PS5 erleben werden... zumindest die erste Welle Controller dürfte das nicht schaffen und ich würde meine Nintendo Spiele gerne auch noch in 30 Jahren spielen können! PC wäre dann natürlich die andere alternative... halte ich sogar gar nicht für so unwahrscheinlich, dass wenn die Konsolen zahlen stark rückläufig werden sollten, es eine Art NintendoOS für PC geben wird welche für alle Spiele einer "Konsolen Generation" die selben Mindestanforderungen an den PC stellt... allerdings kommt da wieder der Punkt zu tragen welcher mich an PC Spielen am meisten stört... Kompatibilitätsprobleme und die Tatsache, das PCs schlicht und ergreifend auch nicht ewig laufen... zudem wäre so ein vorgehen natürlich auch das Ende für die Konsole an sich - obwohl ich mir eine Art Nintendo Steam Machine vorstellen könnte für den Casual Kunden... oder halt Streaming... - und letztendlich natürlich auch für die Innovation... den selbst wenn Nintendo zu Anfang vllt. noch einen hauseigenen und vllt. auch innovativen Controller bringt, wird dies doch irgendwann sicher auch wegfallen damit jeder der einen PC hat die Spiele ohne Zusatzperipherie nutzen kann.

Soweit meine Gedanken/Befürchtungen... vllt. Maler ich ja auch gerade etwas zu schwarz, aber wenn es derbe daneben geht, werde ich mein liebstes Hobby wohl gerade bzgl. neuerer Veröffentlichungen zukünftig zurück fahren müssen und irgendwann gehen selbst mir die Retro-Games aus... mal abgesehen von den Indies.

Torben
vor 6 Jahren | 0
Da es hier um ein zusätzliches Standbein geht, sehe ich die Geschichte gar nicht mal so tragisch und vll sogar positiv. Sind wir ehrlich es gibt Spiele, die "müssen" nicht auf die WiiU oder 3DS. Ich stelle mir vor, dass man durchaus "Pokemon Shuffle", "Nintendogs", vll ein kleines "Advance Wars" oder "Mario und Donkey Kong" auf Smartphones bringen kann. Es soll ja letzendlich die Kunden erreichen und es ist nichts anderes als Werbung. Ein Standbein erhebt sich und man nimmt sich parallel den Druck unbedingt WiiU2 raushauen zu müssen, denn der ist 2016 vom Markt her fällig. Wohlmöglich hier 2017, dann aber Nintendo App Spiele parallel, sowie weitere WiiU Spiele und Vorbereitung vom "Nintendo 4ds". Was Nintendo jetzt machen muss ist Personalaufstockung oder aber Gründung neuer Teams. Ein "Link Pfeil und Bogen Spiel" im Sinne von Angry Birds etc. Das ist halt ein Drahtseilakt, den Nintendo da hinlegt. Aber ich glaube fest an die Bewältigung. Man muss das Gefühl bekommen "Hey das ist ein gutes Nintendo Spiel, welches für den Preis voll überzeugt." Vll ein "Cooking Mama"? Es darf halt nicht passieren, dass man sagt "Das hat Nintendo aber gut zusammengeramscht. Mehr ist das Spiel auch nicht wert." Dann wars das. Wobei son "Nex Remix"? Also wenn man überlegt fallen einem Spiele ein, die denkbar wären :)

Der R
vor 6 Jahren | 0
@Zanza: Spiele die vlt auf Multitouch aufbauen werden auf den Nintendogeräten nicht funktionieren.

Zanza
vor 6 Jahren | 0
Also die Multitouchfunktion ist doch auch nur für's zoomen und für eine Klavier-app gut xD Mag sein das einige Spiele Multitouch benötigen, andere aber wahrscheinlich nicht und die könnte man in eShop packen oder nicht? Ich hoffe auch das ein bisschen die Preise fallen, auch im eShop, wenn das mit den Smartphones so funktioniert wie sich das Nintendo denkt. Also so in Richtung günstig und gut wird öfter gekauft und so. Ach, es klingt alles immer so einfach ^.^

Taisaka
vor 6 Jahren | 0
Ich sehe das so : Weiterentwicklung der Produkte = Mehr Geld, mehr Geld = bessere Qualität für Next Gen Konsole. Ist mir doch Wumpe was Nintendo nebenher macht solange das Geld fließt und sie das Konsolengeschäft nicht hinten an stellen !!

Gibt ja genug Idio .. eh Handybesitzer die ihr Geld für solch Dreck ... eh Qualitativ Hochwertige Spiele ausgeben !!

Vader
vor 6 Jahren | 0
Watn Driss ^^

Belphegor
vor 6 Jahren | 0
Damit haben M$ und Sony jetzt schon gewonnen. Während Nintendo die anderen Zwang wenigstens noch ein bissl Nintendos Innovationen billig zu kopieren und dadurch den Markt voranzutreiben, wird sich Nintendo künftig aus dem Hardwaregeschäft und damit der Entwicklung von tollen neuen Technologien verabschieden. Und was die anderen unter Innovation verstehen wissen wir ja alle: Hardwareupdates um grafisch den E-Penis zu machen, DRM, Cloud, Onlinezwang, User zu Beta-Testern verkommen zu lassen, DLCs.

Padme Amidala sagt es so schön in Star Wars: "Und so geht die Freiheit zugrunde - mit donnerndem Applaus."

Buttergebäck
vor 6 Jahren | 0
Ich betrachte diese Entwicklung eigentlich auch weitestgehend unbesorgt: Denkt hier wirklich jemand, die hohen Leute bei Nintendo hätten nicht jedes der in unseren Kommentaren vorgebrachten Argumente schon jahrelang durchgekaut und die Unternehmens-Strategie nicht nach bestem Wissen und Gewissen gestaltet? Bei einem kann man sich nämlich sicher sein: Die denken sich immer irgendwas bei dem, was sie machen. Klar haben die Angst, sich den eigenen Markt mit kleinen Smartphone-Spielen zu torpedieren, aber genau deswegen werden sie auch dafür sorgen, dass es nicht soweit kommt.

Der 3DS hat sich mittlerweile zu einem erfolgreichen Handheld mit, wie man so schön sagt, "breiter Basis" entwickelt. Und zwar trotz Candy-Birds und Angry-Crush. Das allein zeigt doch schon, dass es auch in der heutigen Zeit noch eine große Nachfrage nach "richtigen" Spielen gibt, und zwar auch im mobilen Sektor. Daran wird auch die Existenz eines Pokemon-Crush oder was auch immer nichts ändern. Und zwar insbesondere auch dann nicht, wenn Nintendos Smartphone-Spiele sehr hohe Qualität haben sollten (worauf ich sofort all mein Geld und meine Gesundheit verwetten würde), denn ich denke dass es auch jetzt schon viele sehr gute Werke in diesem Sektor gibt.

Vielmehr würde ich die ganze Sache so betrachten: Es gibt eine bestimmte Gruppe von Spielern, die keine Zeit und/oder Lust für anspruchsvolle, zeitintensive Spiele, wohl aber ein Bedürfnis nach Zerstreuung in langweiligen Alltagssituationen haben. Die Wii und vielleicht auch der DS haben ihren kommerziellen Erfolg zu einem erheblichen Anteil dieser Gruppe von Spielern zu verdanken. Mit dem Aufstieg des Smartphone-/Tablet-Sektors erschien aber eine angenehmere Alternative für diese Menschen, so dass sie sich keine Wii-U und keinen 3DS gekauft haben. Wenn Nintendo nun aber selber diesen Bereich infiltriert, holen sie diese Spieler genau da ab wo sie sind. Deshalb würde ich Nintendos neue Bemühungen zunächst einmal ganz einfach als einen Versuch ansehen, diese verloren gegangene Zielgruppe zurückzuerobern. Damit könnte man vielleicht auch wieder das Geld dieser Spieler zurückerobern, und genau das kann Nintendo zu seiner finanziellen Stabiliserung sehr gut gebrauchen.

Was ich mir hingegen nur schwer vorstellen kann, ist, dass Smartphone-Spiele von Nintendo-Marken die Menschen zum Kauf der entsprechenden AAA-Titel animieren können. Ich denke die Leute die sowas spielen interessieren sich einfach nicht für große und komplexe Spiele. Was Nintendo meiner Meinung nach machen sollte: Das Geld aus dem neu aufgebauten Smartphone-Sektor verwenden, um massiv in die Entwicklung von Wii-U-exklusiven Dritthersteller-Titeln zu investieren, und ich glaube genau das planen sie. Bayonetta 2 war schon ein Schritt in die richtige Richtung, aber natürlich kann ein Spiel alleine nicht dazu führen, dass sich die Verbreitung einer Konsole schlagartig vergrößert. Was es braucht sind 10 oder 20 Spiele nach Art von Bayonetta 2 oder Devils's Third, ihr wisst schon was ich meine. Im Lebenszyklus der Wii-U wird das jetzt möglicherweise schwierig zu realisieren sein, aber spätestens bei ihrem Nachfolger kann und sollte Nintendo zu dieser Strategie greifen. Parallel dazu lässt Nintendo selbst weiter Hauptserien-Ableger der großen Marken entstehen, und die Zweit-Entwickler (z.B. die Retro-Studios oder Next-Level-Games) tun ebendies. Und dann wird etwas ganz wunderbares passieren: Nintendos Heimkonsole wird sich wieder als mindestens gleichberechtigtes Mitglied neben denen von Sony und Microsoft etablieren, und zwar ohne grafisch das selbe Niveau zu bieten. Wenn nämlich erstmal Spiele der Art vorhanden sind, wie Playstation- und X-Box-Konsumenten sie mögen, dann werden diese diese auch haben wollen. Denn dabei bleibt es: Es ist die Software, die die Hardware verkauft. Schlussendlich wird Nintendo wieder einen Stein im Brett sämtlicher Spielergruppen haben, die es auf der Welt gibt.

wal
vor 6 Jahren | 0
Schöner Artikel. Hauptsache, ich kann mich weiterhin an Nintendos Spielen erfreuen. Sie sind Teil meines Lebens und andere haben das nie hinbekommen (mit Ausnahme einiger weniger Spiele auf anderen Systemen).
Den "Nintendo-Faktor" kennt ihr alle. Hoffen wir das Beste.

Buttergebäck
vor 6 Jahren | 0
neue Bemühungen zunächst einmal ganz einfach als einen Versuch ansehen, diese verloren gegangene Zielgruppe zurückzuerobern. Damit könnte man vielleicht auch wieder das Geld dieser Spieler zurückerobern, und genau das kann Nintendo zu seiner finanziellen Stabiliserung sehr gut gebrauchen.

Was ich mir hingegen nur schwer vorstellen kann, ist, dass Smartphone-Spiele von Nintendo-Marken die Menschen zum Kauf der entsprechenden AAA-Titel animieren können. Ich denke die Leute die sowas spielen interessieren sich einfach nicht für große und komplexe Spiele. Was Nintendo meiner Meinung nach machen sollte: Das Geld aus dem neu aufgebauten Smartphone-Sektor verwenden, um massiv in die Entwicklung von Wii-U-exklusiven Dritthersteller-Titeln zu investieren, und ich glaube genau das planen sie. Bayonetta 2 war schon ein Schritt in die richtige Richtung, aber natürlich kann ein Spiel alleine nicht dazu führen, dass sich die Verbreitung einer Konsole schlagartig vergrößert. Was es braucht sind 10 oder 20 Spiele nach Art von Bayonetta 2 oder Devils's Third, ihr wisst schon was ich meine. Im Lebenszyklus der Wii-U wird das jetzt möglicherweise schwierig zu realisieren sein, aber spätestens bei ihrem Nachfolger kann und sollte Nintendo zu dieser Strategie greifen. Parallel dazu lässt Nintendo selbst weiter Hauptserien-Ableger der großen Marken entstehen, und die Zweit-Entwickler (z.B. die Retro-Studios oder Next-Level-Games) tun ebendies. Und dann wird etwas ganz wunderbares passieren: Nintendos Heimkonsole wird sich wieder als mindestens gleichberechtigtes Mitglied neben denen von Sony und Microsoft etablieren, und zwar ohne grafisch das selbe Niveau zu bieten. Wenn nämlich erstmal Spiele der Art vorhanden sind, wie Playstation- und X-Box-Konsumenten sie mögen, dann werden diese diese auch haben wollen. Denn dabei bleibt es: Es ist die Software, die die Hardware verkauft. Schlussendlich wird Nintendo wieder einen Stein im Brett sämtlicher Spielergruppen haben, die es auf der Welt gibt.