WiiUX-Meinungen: Global Testfire zu Splatoon

Von Gesamte Redaktion am 11. Mai 2015

Global Testfire - so nannte Nintendo seine Demo zu Splatoon, überraschend angekündigt während eines Direct-Livestreams. Als wären Demo-Versionen zu kommenden Spielen für Nintendo nicht schon ungewöhnlich genug, betrat man mit dem Global Testfire sogar noch mehr Neuland: Die Demo funktionierte nämlich nur drei Stunden lang, und das über einen Tag verteilt.

Am vergangenen Samstag testete Nintendo so die Belastbarkeit seiner Server und ließ Spieler mit simplen Waffen und in relativ einsteigerfreundlichen Arenen gegeneinander mit Farbe klecksen und schmieren, bevor das volle Spiel am 29. Mai 2015 in die Läden kommt. Wobei "volles Spiel" dabei Freiraum für Interpretation lässt: Nintendo will den Titel nämlich schon kurz nach dem Launch - kostenlos - mit neuen Waffen und Arenen nachpatchen und das Spiel damit interessant halten.

Wir haben Meinungen aus der WiiUX-Redaktion zum Global Testfire zusammengestellt. Wie fandet ihr die ersten drei Stunden mit Splatoon? Teilt eure Meinung mit uns in den Kommentaren.

Tim Herrmann meint:

„Was für ein Chaos“, das dachte ich nach den ersten Runden Splatoon – und war davon gleichermaßen angetan wie irritiert. Das Spielprinzip ist erfrischend anders, der Artstyle und die Aufmachung funktionieren sehr gut. Aber mir ist noch nicht ganz klar, was Splatoon sein will. Schon die ersten Minuten machen ganz deutlich: Als Team-Shooter ist Taktik eine enorm wichtige Komponente, um das gegnerische Team zu besiegen. Ohne Taktik bleibt Splatoon ein locker-leichtes und nicht sehr tiefgängiges Klecks-Action-Spiel. Aber wie sollen Strategien entstehen, wenn die Teams aus einem Japaner, einem Spieler namens „L“ und einem Wirrwarr aus Sonderzeichen zufällig zusammengewürfelt werden? Matchmaking unter Freunden wird Nintendo erst drei Monate später ermöglichen. Kommunikation ist nicht im Ansatz vorhanden, jeder macht sein eigenes Ding, ständig wird man im Farbchaos zufällig abgeschossen und wartet darauf, selbst einmal einen geschickten Schachzug zu machen, der sich dann allerdings auch sehr befriedigend anfühlt. Eines steht fest: Um Splatoon zu meistern, wird es viel Übung brauchen. Wer nur kurz in die Farbe eintaucht, sieht erst einmal lediglich ein unübersichtliches Chaos, das gleichermaßen simpel und komplett überfordernd wirkt.

Lars Peterke meint:

Auf den ersten Blick wirkt Splatoon fast schon zu simpel um wahr zu sein. Das Team, das den größeren Anteil der Arena in seiner Farbe anstreicht, gewinnt. Dann geht es los: vier gegen vier in drei Minuten. Bereits nach den ersten Duellen wird klar, dass sich Splatoon hochtaktisch gibt. Die vier verfügbaren Waffen sind sehr unterschiedlich und geben in Kombination mit den dazu gepaarten Spezial-Items eine klare taktische Ausrichtung für die Rolle des Spielers vor. Wer dies erstmal verstanden hat, kann in eine unglaublich belohnende Multiplayer-Erfahrung abtauchen. Fast immer hat ein Team die Chance, in sehr kurzer Zeit ein Match zu drehen. Was Splatoon neben dem wirklich sehr vielversprechenden Multiplayer-Matches noch fehlt, ist das notwendige Drumherum. Clan-Matches (also die Erstellung fester Teams aus Mitgliedern eurer Freundesliste) kommen beispielsweise erst mit einem bereits angekündigten August-Update. Und auch wenn die Teams in den Global Testfire Matches je nach gewählter Waffe schon ganz gut zusammengewürfelt wurden, benötigt das Spiel noch eine gut umgesetzte Lobby, in der die Teamspieler sich über Taktik- und Waffenwahl absprechen können.

Stefan Finke meint:

Mit Splatoon macht Nintendo seinen Einstieg ins Shootergenre und vergisst dabei nicht, eine originelle Komponente einzubauen. Zuerst erwartete ich einen polierten und sauber umgesetzten Fun-Shooter, der sich eventuell etwas von anderen Äquivalenten abhebt. Aber nein: Splatoon spielt sich absolut einzigartig dank der spritzigen Tinte, die den wichtigsten Teil des Spiels ausmacht. Wer seine Tinte verteilt, kann diese strategisch beim Feindkontakt nutzen. Und es ist ein großartiges Gefühl, sich schnell und geschickt durch die toll ausgearbeiteten Karten zu bewegen, wenn alles in einem Meer eurer Teamfarbe erstrahlt. Die Tinte als Spielelement wurde großartig integriert und macht Freude. Die Waffen in der Demo waren recht ausbalanciert und schnell konnte man sich eigene Strategien zurechtlegen. Bleibt nun abzuwarten, ob das Matchmaking und die Multiplayeroptionen solide umgesetzt werden und ob dann spätestens mit demm August-Update die Funktionalitäten vervollständigt sein werden.

Niko Schopinski meint:

Mein erster richtiger Kontakt mit Splatoon war durchaus aufregend. Eine komplett neue IP mit unbekanntem Spielgefühl ist ja auch äußerst reizvoll. Ich war erstaunt, wie schnell die anfangs noch merkwürdige Steuerung in Fleisch und Blut überging. Mehr noch als bei den meisten herkömmlichen Shootern erscheint es mir hier sinnvoll, wenn sich jeder Spieler anhand der gewählten Waffen auch wirklich in seine persönliche Rolle einfinden kann und entsprechend spielt. Ich bin sehr gespannt, wie sich Splatoon in dieser Hinsicht entwickeln wird. Auch das Balancing der Waffen und die Gestaltung der Maps werden einen entscheidenden Beitrag zum langfristigen Erfolg des Spiels leisten müssen. Während der Demo-Session kam mir der Farbroller noch etwas übermächtig vor, während ich mit dem Klecks-Konzentrator überhaupt nichts anfangen konnte. Ob Nintendos Farbballerei nun auch das Mario Kart des Shooter-Genre wird? Entscheidend hierfür dürften die Langzeitmotivation des Gameplay und auch der Umfang an gut durchdachten Spielmodi sein. Splatoon bringt eine Menge Potential mit, das Anspielen hat mir definitiv richtig viel Spaß gemacht.

Jetzt seid ihr dran: Wie fandet ihr das Global Testfire zu Splatoon?

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9 Kommentare:


wazup
vor 6 Jahren | 0

Ich bin kein Shooterfan und doch wollte ich nach jeder Stunde mehr. Die Steuerung ist klasse, da sie Konfigurierbar ist. Motioncontrolls etwas weniger hecktisch eingestellt und tada.

Wie das mit dem Langzeitspass aussieht kann ich nicht sagen. Vielleicht ist das der Grund warum Nintendo den Kram auf Gratis-DLCs und Updates splittet.

Erst mit dem Freundesmodus im August wird sich zeigen was das Spiel wirklich bietet. Vorher kann man nur Spielen mit Freunden beitreten, wenn plätze frei sind. Das ist langweilig.

Das Fehlen eines ordentlichen Splitscreen onlinemodus wie bei Smash ist genauso schade wie der Zwang auf dem GamePad Bildschirm statt im Splitscreen spielen zu müssen. Das macht keinen Sinn. Dazu kommt das nur Ballonballerei angesagt ist. Das klingt schon öde. Vierspieler Splitscreen wäre ein Traum. Das war schon bei der PSX genial (Team Buddies).

Die Demo hat mich ansonsten vom generellen Spiel überzeugt. Hoffentlich nimmt sich Nintendo den zahlreichen Kritiken mit Updates an. Dann könnte Splatoon wirklich der Kracher werden, der die WiiU pusht.

Taisaka
vor 6 Jahren | 0
Ich habe auf der Konsole schon Jahre keine Shooter mehr gespielt , was sich bei den ersten Minuten in der Demo deutlich zeigte. Ein direktes Zielen war vorerst nicht möglich, weshalb ich zu beginn mit dem Farbroller um einiges besser klar kam. Nach einigen Maps wollte ich aber noch andere Waffen testen und fing an dies zu tun. Mit jeder vergangenen Minute merkte ich das die Steuerung der Kleckser sich langsam "besser" anfühlte und gen Ende war es sogar akzeptabel. Alles eine Frage der Übung also!!
Die Waffen an sich empfand ich auch als sehr ausgeglichen, hat doch jede eine gewisse Rolle auf dem Spielfeld. Und der von vielen betitelte "OP Roller" war in meinen Augen weit davon entfernt ( auch wenn der Roller für Turf War eindeutig besser geeignet war als der Rest), dennoch waren die Punkteverteilung am Ende eines Matches oft ausgeglichen und ich sah immer andere Waffen auf dem 1. Platz des jeweiligen Teams.
Bei der letzten Demostunde merkte ich aber das meine Motivation etwas nachgelassen hatte. Dies lag vor allem daran das es nichts gab das man freischalten konnte / Verbessern konnte, auch wurden die Punkte für gewonnene/verlorene Spiele nicht gespeichert. Selbstverständlich war dies nur eine Stresstest Demo aber so ganz ohne Freischaltbares wäre Splatoon ein recht einseitiger Shooter. Welch ein Glück das dies im Finalen spiel nicht mehr der Fall ist.
Die Grafik war nicht zwingend Zeitgemäß, dennoch fand ich nichts was mir im Spiel sauer aufstoßen würde. Alles sah wie aus einem Guss aus und die Farbspritzerei war schön anzusehen.
Serverstabilität war Overall mehr als gut, An dem 13.00Uhr Termin bemerkte ich einige Laggs, davon abgesehen lief aber alles Reibungslos !
Ich bin noch nicht 100% von Splatoon überzeugt, die versprechen die gegeben wurden hören sich aber sehr Reizvoll an und die Grundidee des Spiels ist Einzigartig genauso wie Unterhaltsam. Ich werde Splatoon seine verdiente Chance geben und freue mich auf den Release.

genervt
vor 6 Jahren | 0
Der Stresstest war klasse, ich fürchte nur, man kann zu wenig konfigurieren. Grafik ist toll, war zu jeder Zeit flüssig. Mal schaun wieviele Maps es zum Start gibt.

Ganz wichtig: ich will auf dem Gamepad klassik spielen können!

Princess25
vor 6 Jahren | 0
Hab es 2 stunden gezockt und obwohl ich anfangs dachte niemals werd ich mir das holen......siehe da die sucht is ausgebrochen !!! so schnell gingen 2 stunden rum. glück gehabt und gleich noch die limited und amiibos bestellt!! das spiel is sehr funny macht bock weiter zu zocken und lief sehr stabil. und zu den figuren die sind einfach cool und passen ! ;-)

Zanza
vor 6 Jahren | 0
Da der Fokus ganz klar beim Multiplayer liegt, sollte alles reibungslos funktionieren, Lag's und Verbindungsprobleme sollten auf ein minimum reduziert bleiben, es würde dem Titel sonst enorm Schaden.
Soweit lief bei mir alles ganz gut, bis auf einmal da hat es ewig gedauert bis eine Gruppe voll war und der Timer sprang immer wieder zum Anfang.

Das Spiel an sich wird gut und der Singleplayer nimmt eine untergeordnete Rolle ein, was nicht lautet das er schlecht ist, mit kniffligen Bossfight's und paar Herausforderungen wird er sicherlich auch ganz spassig.

Der Artstyle ist erfrischend neu, die Inklings sind cool und werden ihre Fans bekommen, der Soundtrack ist ein Ohrwurm besonders der Maintrack, schon oft im Kopf gesungen.

Mir gefällt's.

Der N.
vor 6 Jahren | 0
Also ich wurde schon von den ersten Videos enorm gehype. Ein shooter der mir nicht nur banales killen von Feinden abverlangt sondern tatsächlich einen eigenen Weg einschlägt gab es in meinen Augen schon seit Bf1942 nicht mehr.
Als shooter Veteran der sich seit Doom in diesem Gere bewegt konnte ich es nie wirklich nachvollziehen wie man einem Konsolen shooter den Vorrang vor einem Pc geben kann. Entweder muss man sich mit einem Analogstick mit dem man ständig übersteuert (geht zumindest mir so) abfinden oder man stellt das autoaim ein und gesteh sich ein dass der Käse sich nicht anders Spielen lässt. Nun wird es am 29.5. aber einen neuen Konsolen Shooter geben der es schafft nicht nur mit neuem Gameplay zu verzücken sondern er legt sogar ein neues Steuerungskonzept an den Tag. Ich finde euren Einwand bezüglich der Bewegungssteuerung absolut unverständlich. Man kann mit dem rechten Stick grob die Kamera ausrichten während man mit der Bewegungssteuerung genauer zielen kann. Als ich letztes Jahr auf der Gamescom zum erstmal Splatoon gespielt habe hatte ich das Gefühl mit dem Kontroller eine Einheit zu bilden beziehungsweise schon fast zu verschmelzen. Genau diese Gefühl hatte ich auch am Samstag wieder. Ich habe bei Splatoon das erstemal das Gefühl einen professionellen Konsolen-shooter zu spielen. Natürlich muss man zunächst eine Eingewöhnungsfase durchlaufen dies haben jedoch alle guten spiele an sich.
Was Teamplay betrifft finde ich es auch nicht gut dass es kein Voice Chat gibt. Prinzipiell braucht man diesen jedoch nicht da es zum einen Alternativen gibt und zum anderen kann man aus dem Verhalten der anderen auf deren Spielweise zurückschließen. Jedoch muss man auch als Fanboy sagen das dies nur Ausreden sind und ninteno sich endlich eine eigene alternative einführen muss (nicht nur bei Splatoon sondern generell). Die schönste mir bekannte alternative wurde von Microsoft geliefert da man meines Wissens nach auf der X Box auch nur mit seinen Freunden reden kann.

Der N.
vor 6 Jahren | 0
Was die Langzeitmotivation angeht denke ich dass Splatoon so wie monsterhunter auf das Ausarbeiten von Rüstsets bzw. Outfits wert legen wird.
Das beste an Splatoon ist in meinen Augen jedoch das Movement. Die flüssige Verwandlung von Mensch zu Tintenfisch und zurück macht nicht nur riesen Spaß sondern bietet einen auch einen enormen Taktischen Mehrwert.
Und zum Schluss nochmal zur Demo selbst. Also ich hatte ein par Probleme mich nach dem Waffenwechsel wieder in ein Spiel einzuloggen. Ansonsten kann ich nur sagen dass es schön war ein par stunden spielen zu können auch wenn es sch... ist dass die demo nach dem Test nicht einfach komplett freigeschaltet wurde (ohne Zeitbeschränkung).
Danke fürs lesen und wer Rechtschreibfehler findet dar sie behalten.

Tisteg80
vor 6 Jahren | 0
Also mir hat die Testfire Demo super gefallen - auch wenn ich mir noch mehr Zeit gewünscht hätte bzw. auch eine reine Singleplayer-Demo. Wobei die vielleicht nicht ausreichend vermitteln würde, was das Spiel wirklich so attraktiv macht.

Am Samstag war ich tatsächlich an allen drei Runden beteiligt. Die Verbindungsqualität war sehr zufriedenstellend. War man erst mal im Matchmaking-Bereich drin, ging es relativ fix. Lags sind mir nur ein einziges Mal für wenige Sekunden aufgefallen, ansonsten lief es flüssig. Hut ab, Nintendo, da habt Ihr gut aufgeholt. Insbesondere, da der Online-Multiplayer ja nichts extra kostet.

Vom Gameplay her fiel es mir am Anfang schwer, die Ziele schnell zu erfassen. Erst bei Runde 3 habe ich dann auch mal die Bewegungssteuerung ausgemacht, aber damit kam ich dann noch schlechter zurecht. Was mir geholfen hat war, wieder zurück zur Bewegungssteuerung (ist man erst mal dran gewohnt, klappt das erstaunlich gut!) und die Empfindlichkeit um 2 Stufen heruntergesetzt. Damit fühlte es sich dann richtig gut an.

Auch wenn die Partien höchst unterschiedlich verliefen - mal war ich gut dabei, mal wurde ich immer wieder plattgemacht und konnte nichts reissen - muss ich doch sagen, dass mir das Spiel sauviel Spaß macht. Es ist so ein bißchen wie mit Super Smash Bros: Es ist zugänglich, kurzweilig, macht Laune und man kann mit der Zeit immer tiefer einsteigen. Auch wenn ich sonst nicht so auf Online-Shooter stehe, ist das hier echt mal ne positive Abwechslung. Man muss ja auch nicht der Pro Gamer sein, der alle wegputzt. Immerhin gehts ja beim Turf War darum, das Level einzufärben. Und das kann man auch abseits der heißen Kämpfe. Allein diese geniale Idee sorgt schon dafür, dass man auch als Einsteiger und Fortgeschrittener großen Spaß haben kann und was zu tun hat.

mowowo
vor 6 Jahren | 0
Nett schön schön aber wahr nicht so mien Spiel..
Wenn shotter dann CoD etc XD