Test: ZombiU

Von Kamil Witecy am 01. Januar 2017

London ist wie ausgestorben. Es ist dreckig, grau und kalt. Und es herrscht eine bedrückende, triste Stille, wie man sie in der sonst so lebhaften Metropole noch nie erlebt hat. Die jüngsten Ereignisse haben sichtbare Spuren hinterlassen und Englands Hauptstadt in ein zurückgelassenes Schlachtfeld verwandelt. Überall auf den Straßen liegt Glas von zersplitterten Fenstern, Holz von zerschlagenen Kisten und verbarrikadierten Türen, Steine und ganze Mauern von teils eingestürzten Gebäuden sowie Blech und Metall von verlassenen und zerstörten Autos, die ein Durchkommen nur sehr schwer ermöglichen. In einigen der Autos lodert noch eine kleine Feuerflamme und ein leises Zischen geht durch die hallenden Straßen, während plötzlich ein widerliches Ächzen zu hören ist. Der Tod geht umher. Ein weiteres Mal. Herzlich Willkommen in ZombiU.

Zombie-Apokalypse in London
ZombiU entführt den Spieler in ein apokalyptisches London im Jahr 2012, in dem sich ein tödlicher Virus dramatisch schnell ausgebreitet hat und einen Großteil der Bevölkerung zu blutrünstigen Zombies mutieren ließ, die nun nach dem Fleisch der noch wenigen Überlebenden trachten. In diesem trostlosen Szenario schlüpft ihr in die Rolle eines zufälligen Überlebenden, der sich verfolgt von den schlurfenden Mutationen noch mit letzter Kraft in einen geheimen Sicherheitsraum im Untergrund Londons hineinretten kann. Dort werdet ihr von einer mysteriösen Stimme begrüßt, die sich selbst als „Prepper“ vorstellt. Der Prepper ist ein ehemaliges Mitglied des englischen Militärs, hat die Apokalypse bereits erwartet und sich dementsprechend in den letzten Jahren sehr gut auf diesen Tag vorbereitet. Aus einem sicheren Versteck, abseits des von ihm für mögliche Überlebende eingerichteten Safehouse, kommuniziert er ausschließlich über Lautsprecher und will euch fortan mit nützlichen Tipps und Hinweisen zur Seite stehen.

 

Welche tatsächlichen Beweggründe hinter dem Wirken des Preppers stecken, bleibt zunächst jedoch unklar. Dennoch seid ihr als einer der wenigen Überlebenden über jeden menschlichen Kontakt dankbar, zumal sich der Prepper bestens in London auszukennen scheint. Deshalb kann er euch an Orte navigieren, an denen ihr bitter nötige Vorräte und Waffen finden könnt, schließlich startet ihr zu Beginn lediglich mit einem typisch englischen Cricket-Schläger. Im Gegenzug verlangt er jedoch auch einige Gegenleistungen von euch, die fortan eure Missionsziele auf dem Weg durch das zombieverseuchte London bilden. Diese Aufgaben reichen von der Beschaffung spezieller Gegenstände bis hin zum Hacken einiger Überwachungskameras. Im späteren Spielverlauf trefft ihr zudem noch auf weitere Überlebende, die wiederum andere Aufgaben für euch bereithalten.

Wie lange kannst du überleben?
Im Zuge dieser Rahmenhandlung ist es fortan euer oberstes Ziel, möglichst lange zu überleben und euch einen Weg durch die Londoner Innenstadt sowie das Gewimmel aus Untoten zu bahnen. Der besondere Gameplay-Clou: Werdet ihr auf eurem Weg von einem der fauligen Untoten gebissen, werdet auch ihr infiziert und das Spiel ist für euren aktuellen Protagonisten unwiderruflich beendet – ein einziger Biss reicht bereits aus. Allerdings gibt es in der Folge weder ein richtiges „Game Over“, noch sonst übliche Wiederbelebungspunkte.

Stattdessen wird ein anderer, zufällig generierter Überlebender zu eurer neuen Spielfigur und startet im Safehouse des Preppers. Diese Gameplaymechanik ist dabei keinesfalls nur ein nettes Gimmick, welches hin und wieder zum Einsatz kommt. Ganz im Gegenteil. In ZombiU werdet ihr sterben. Häufig sterben. Und nach jedem Tod steht ihr jedes Mal aufs Neue vor einem Problem – euer bis zu diesem Zeitpunkt gesammeltes Inventar ist weg. Zumindest all das Equipment, das ihr in eurem Rucksack mit euch transportiert habt und nicht in der Aufbewahrungskiste im Safehouse des Preppers gelagert habt. Für dieses Problem haben die Entwickler jedoch auf eine recht innovative Art und Weise Abhilfe geschafft: In der Gestalt des neuen Überlebenden habt ihr stets die Möglichkeit den alten, nun vom Virus infizierten Charakter (den ihr anhand des Rucksacks wiedererkennt) aufzuspüren und zu erledigen, um so wieder an eure alte Ausrüstung zu gelangen. Schafft ihr es jedoch nicht direkt beim ersten Anlauf euer altes Ego zu erledigen und werdet infiziert, ist der Inhalt eures Rucksacks für immer weg. Naja, nicht ganz. Wichtige Gegenstände bzw. Waffen können dann wieder an ihren ursprünglichen Fundorten eingesammelt werden, wobei sie nicht zwingend immer exakt dort aufzufinden sind, wo ihr sie zum ersten Mal gefunden habt. Folglich werdet ihr im Laufe des Spiels hin und wieder auch an bereits bekannte Orte wiederkehren müssen, um entweder verlorenes Equipment einzusammeln oder Umgebungen zu erkunden, die erst mit später gefundenen Hilfsmitteln erreicht werden können.

 

Da die Welt von ZombiU prinzipiell sehr groß ist, haben sich die Entwickler ein recht nettes Reisesystem ausgedacht, um die Laufwege so kurz wie möglich zu halten. So gibt es an vielen Schlüsselpunkten Gullydeckel, die euch direkt in das unterirdische Safehouse des Preppers bringen, von wo aus ihr die verschiedenen Ortschaften in ZombiU bequem auswählen und erreichen könnt. Die so erleichterte Rückkehr an bereits durchstreifte Orte hat zudem den nützlichen Nebeneffekt, dass man immer wieder vormals übersehende Gegenstände findet, was im Kontext der raren Nachschübe nicht ganz unwichtig ist. Da man als Spieler zudem nie weiß, wann genau man auf neue Waffen, Munition und Erste-Hilfe-Pakete stößt, sollte man in ZombiU grundsätzlich sehr sparsam mit seinen Vorräten umgehen und statt der Pistole auch häufiger mit dem Cricket-Schläger zuschlagen. Was auch abseits der eher spärlich vorhandenen Munition gegen den Einsatz von Schusswaffen spricht ist der daraus resultierende Lärm, der gerne mal weitere Beißer anlockt. Dementsprechend solltet ihr euch den Einsatz eurer Schusswaffen in jeder Situation stets aufs Neue strategisch gut überlegen. Alternativ könnt ihr beispielsweise auch aus sicherer Entfernung Leuchtraketen nutzen, um gleich mehrere Zombies zusammen wegzulocken – im Idealfall in eine zuvor von euch platzierte Mine! Splatter-Knalleffekte sind garantiert. Dennoch gibt es genügend Situationen in ZombiU, in denen ihr alleine mit dem Schläger oder anderen Gegenständen zumeist nicht mehr weiter kommt, weil ihr von einer ganzen Herde Zombies umzingelt werdet. In diesem Fall habt ihr bestenfalls bereits ein ganzes Arsenal an Waffen in eurem Rucksack gebunkert. Denn trotz aller Knappheit werdet ihr im Laufe des Spiels nicht nur Pistolen, sondern auch durchschlagskräftigere Gewehre, Shotguns sowie schnellfeuernde Maschinenpistolen finden. Dies ist aber auch bitter notwendig, da sich die Zombies mitunter relativ hartnäckig präsentieren. Selbst ein gezielter Kopfschuss reicht alleine nicht aus, sondern erfordert mindestens einen weiteren Schuss auf die dann bereits halbierte Beißer-Rübe. Ehemalige Polizisten oder weitere gepanzerte Zombies mit einem Helm können zudem noch mehr Munition schlucken, ehe sie euch nichts mehr anhaben können. Vielleicht auch deswegen versteckt sich in ZombiU immerhin ein kleines Waffen-Upgrade-System, durch das ihr eure Wummen mit Schalldämpfern, mehr Durchschlagskraft oder größeren Magazinen upgraden könnt. Diese Upgrades bleiben übrigens die ganze Geschichte über erhalten, unabhängig davon, mit welchem Überlebenden ihr durch London streift.

Das Wii U GamePad als interaktives Survival-Kit
Euer Überlebender wird in ZombiU prinzipiell ganz klassisch mit dem linken Analogstick gesteuert, während ihr mit dem rechten Stick die Kamera verändern könnt. Mit der ZL-Taste wird gezielt und mit der ZR-Taste schließlich geschossen bzw. mit dem Cricket-Schläger ausgeholt und zugeschlagen. Das Wii U GamePad dient dem Spieler zudem als Survival-Kit, das alle aufgesammelten Werkzeuge, Medizin-Vorräte und Waffen enthält, die der Spieler in den verwüsteten Straßen Englands erbeutet hat. Wollt ihr also in eurem Inventar nach einem Ausrüstungsgegenstand suchen, müsst ihr euren Blick auf das GamePad richten und fortan über den Touchscreen navigieren. Während ihr mit dem X-Knopf erledigte Zombies lootet, könnt ihr dann auf diese Art und Weise per Drag & Drop dort gefundene Munition an euch nehmen oder bestimmte Waffen auf die Schnellauswahlbuttons legen. Diese Waffen können dann jederzeit über den Touchscreen gewechselt und ausgewählt werden, was bereits nach kurzer Zeit intuitiv abläuft.


Doch das Wii U GamePad dient nicht nur als Inventar und somit virtueller Rucksack für euer Equipment. Es dient dem Protagonisten auch direkt als technisches Multifunktionsgerät, das vor allem als interaktive Karte, Radar und Sonarkarte genutzt werden kann und euch in bester „Aliens 2“-Manier Gegner in der näheren Umgebung alle 3 Sekunden als rote Punkte anzeigt. Eine nützliche Funktion, von der ihr so oft wie möglich Gebrauch machen solltet, um potentielle Gefahren bereits frühzeitig antizipieren zu können. Dennoch braucht ihr keine Angst haben, dass euch durch dieses Feature die Überraschungsmomente ausgehen. Zum einen können bestimmte Zombietypen eure Radar-Funktionen zeitweise außer Gefecht setzen, zum anderen werden neben den Untoten auch alle anderen Arten lebedingen Lebens auf der Sonarkarte angezeigt. Somit müsst ihr selbst herauszufinden, ob hinter der nächsten Tür tatsächlich ein Zombie, ein Überlebender mit nützlichen Informationen oder doch nur eine kleine Ratte lauert.

Darüber hinaus könnt ihr das GamePad auch dafür nutzen, um eure Umgebung zu scannen. Dadurch findet ihr immer wieder kleine, auf den ersten Blick nicht ersichtliche Vorratsverstecke mit Munition und Waffen. Glücklicherweise ist es möglich, die Scanner-Funktion optional per Stick zu bedienen – zwar funktioniert auch die Bewegungssteuerung, bei der ihr das GamePad einfach in die entsprechende Richtung haltet sehr gut, doch auf Dauer wirkt das Ganze dann doch recht ermüdend, sodass ihr über diese Möglichkeit im Endeffekt sehr dankbar sein werdet. Zusätzlich könnt ihr über die Scanner-Funktion auch markierte Hinweise und Symbole anderer Überlebender entdecken. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Nicht alle Hinweise führen ins Glück, sondern können auch hin und wieder mal gemeine Fallen anderer Spieler darstellen. Ähnlich wie z.B. in Dark Souls ist es nämlich möglich, eigene Symbole und Hinweise zu hinterlassen, die dann andere Spieler von ZombiU in ihrem Spiel sehen können. Ein kleines, aber doch recht cooles Feature.

In wiederum anderen Spielsituationen dient der Screen des Wii U GamePads als Zielfernrohr eines Scharfschützengewehrs oder wird dazu benötigt, um via Touchscreen Schlösser zu knacken oder einen digitalen Türcode einzugeben. In diesem Zusammenhang sollte euch jedoch klar sein, dass das Spiel nicht pausiert, sondern gnadenlos weitergeht. Ebenso wie auch beim Verwalten eures Inventars solltet ihr den Blick auf den TV-Screen nie gänzlich außer Acht lassen, da sonst gut und gerne auch mal ein hungriger Zombie um die Ecke kommen könnte. Dieser Umstand fühlt sich zunächst einmal sehr befremdlich an, sorgt aber auf der anderen Seite tatsächlich dafür, dass eine gewisse Anspannung und Panik omnipräsent bleibt. Denn spätestens wenn man zum ersten Mal versucht ein Türschloss zu knacken und währenddessen von einem strauchelnden Zombie überrascht wird, wird man sich beim nächsten Mal genauestens überlegen, an welchen Orten und wie lange man im Inventar navigiert. Das Thema der „Befremdlichkeit“ lässt sich darüber hinaus auch gut auf das gesamte Gameplay von ZombiU übertragen, schließlich müsst ihr euren Blick häufiger mal vom TV-Schirm auf den Touchscreen des GamePads und andersherum richten. Gerade in der ersten Stunde wird euch dieses Gefühl in der Tat fremd und ungewohnt vorkommen und ihr werdet euch immer wieder dabei Erwischen, viel zu oft hektisch und teils verkrampft auf den Touchscreen zu schielen – es ist nun einmal eine ganz neue Spielerfahrung, an die es sich erst zu gewöhnen gilt. Doch dies ist definitiv kein Makel von ZombiU. Im Gegenteil. Relativ schnell wird man feststellen, welch eine Bereicherung der zweite Bildschirm darstellen kann. Das stets fortlaufende Spiel, die ständige Angespanntheit und die Vorsicht, die man an den Tag legen muss – es passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge zu einem Horror-Spiel. Die Entwickler haben hier wirklich eine tolle Spielerfahrung geschaffen, die wir hoffentlich in ähnlich kreativer Art und Weise noch häufiger zu Gesicht bekommen werden.

 

You lose, you learn
Auch Abseits des neuartigen Gameplays kommen Schockmomente in ZombiU auch deswegen zustande, weil sich das Spieldesign - in einem begrenzen Rahmen - dynamisch anpasst. Seid ihr im Laufe des Spiels von einem Zombie infiziert worden und durchstreift daher mit einer anderen Person einen bereits bekannten Abschnitt noch einmal, profitiert euer neuer Charakter auf der einen Seite stets von den von euch bereits durchgeführten Handlungen des früheren Protagonisten – euer Fortschritt wird beim Ableben also gespeichert. Das heißt im Klartext, dass geöffnete Türen auch weiterhin geöffnet bleiben oder bereits erfüllte Aufgaben nicht noch einmal wiederholt werden müssen. Auch liegen die Leichen bereits erledigter Zombies weiterhin am jeweiligen Ort. Auf der anderen Seite ist aber so, dass sich noch lebende Zombies nicht mehr unbedingt an denselben Stellen wie zuvor aufhalten, sondern nun an anderen Orten lauern. Da packt euch schon einmal einer der Untoten in einem Luftschacht bei den Füßen oder springt plötzlich aus einer Schranktür, die zuvor leer war, während ihr auf der Toilette nicht mehr nur von einem Zombie, sondern gleich von drei Streunern erwartet werdet. Auch deswegen könnt ihr euch in ZombiU also nie wirklich ganz sicher fühlen. Zwar agieren die Zombies auch in ZombiU gemäß ihrer Natur nicht gerade klug und folgen stringent ihren Urinstinkten, doch wäre es viel dämlicher von euch sie zu unterschätzen, gerade wenn sie nicht alleine sind. Ein kleiner Pro-Tipp am Rande: Türen schließen. Clever genug um Türen geräuschlos zu öffnen sind die krächzenden Dauerfresser nämlich nicht, sodass ihr immerhin gewarnt seid, falls sie es doch einmal schaffen, eine Tür gewaltsam zu öffnen.

Ebenfalls sehr spannend ist das zu Dark Souls recht ähnliche Leveling-System in ZombiU. Je länger ihr mit einem Charakter überlebt und je mehr Gegner ihr in dieser Zeit erledigt, desto stärker verbessern sich die Fähigkeiten eurer Spielfigur – beispielsweise im Hinblick auf die Ausdauer oder den Umgang mit einer häufig benutzen Waffe. Stirbt euer Charakter, fangt ihr jedoch wieder mit einer neuen, ungeübten Figur an. Dieses kleine Rollenspielelement verleiht dem Spiel eine weitere Würze, die euch beim Spielen noch vorsichtiger agieren lässt. Doch trotz aller Vorsicht, sterben werdet ihr irgendwann dennoch. ZombiU verfügt bereits im normalen Modus (es gibt auch noch einen leichten sowie einen ultraschweren Hardcore-Modus) über einen knackigen Schwierigkeitsgrad. Häufig wirkt es sogar so, dass der Schwierigkeitsgrad noch einmal anzieht, wenn ihr mit eurer aktuellen Spielfigur lange nicht mehr gestorben seid und euer Überlebender auch entsprechend in seinen Fähigkeiten verbessert wurde – fast so als würden die Entwickler sagen, dass eure Spielfigur nun langsam mal das zeitliche segnen soll. Das kann in der ein oder anderen Situation leicht frustrierend sein, dennoch möchten wir an dieser Stelle ganz klar betonen, dass wir das Spiel zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise unfair fanden. Dies liegt vermutlich auch daran, dass die unzähligen Tode, die ihr im Laufe des Spiels mit euren Spielfiguren sterben werdet, nicht umsonst sind. Vielmehr bringt euch jeder Tod etwas weiter, da ihr ein klein wenig dazulernt und euch ganz von alleine bessere Strategien für ein effizienteres Weiterkommen überlegt. Sowas haben wir selten in einem Videospiel erlebt.

Eine Königin mit Schrammen im Gesicht
Bisher konnten wir nur Positives über ZombiU und sein Gameplaykonzept erzählen. Doch sicherlich werden sich spätestens an dieser Stelle die ein oder anderen fragen, wie es denn dann sein kann, dass der Titel international teilweise so durchwachsene Kritiken erhalten hat. Nun, ZombiU ist schlichtweg nicht perfekt, sondern hat klare Mängel. Mängel, die keinesfalls am Grundkonzept des Spiels liegen, sondern wohl eher dem Faktor Zeit zuzurechnen sind. Und mit Zeit meinen wir natürlich fehlende Zeit, denn es ist offenkundig sehr naheliegend, dass das Entwicklerteam lieber noch einige Monate mehr in das Spiel hätte investieren sollen. Doch anderseits sollte ZombiU als eines der großen Zugpferde und als das wichtigste exklusive „Core-Game“ der Wii U gleich zum Launch erscheinen. Ein Spagat, der an einigen Ecken kleinere bis mittelgroße Schrammen hinterlassen hat.

 

Am deutlichsten ist dieser Umstand wohl sicherlich bei der technischen Umsetzung zu erkennen. ZombiU enthält einige nervige Bugs, die bei einer gründlicheren und längeren Qualitätskontrolle wohl nicht auftreten würden. Zwar scheint der Day-One-Patch der europäischen Version im Vergleich zur US-Version viele Dinge verbessert zu haben, dennoch zappeln hin und wieder besiegte Zombies merkwürdig umher oder es kommen andere kuriose Physikfehler zum Tragen. Ebenso nervig sind einige der Ladezeiten zwischen dem Wechseln von Arealen, die leider hin und wieder auch schon einmal 15-20 Sekunden andauern können. Optisch ist ZombiU dagegen an und für sich durchaus solide. Gerade in engeren und dunklen Räumen erzeugt die triste und schmutzige Optik mit seinen stimmigen Licht- und Schatteneffekten eine packende und dichte Atmosphäre. Auch die detaillieren und teils furchteinflößenden Zombies wissen optisch durchaus zu gefallen. Doch gerade in größeren, freieren Arealen zeigen sich auch die technischen Schwächen von ZombiU. Matschige Texturen, abgehackte und irgendwie unfertig wirkende Animationen, kaum Abwechslung bei den grundlegenden Charaktermodellen der Zombies sowie häufige Clipping-Fehler stellen ein offensichtliches Ärgernis dar. Das hat man auf diesem Niveau in den letzten Jahren einfach schon deutlich besser gesehen. Mit etwas mehr Zeit und Liebe zum Detail wäre hier wesentlich mehr drin gewesen. Ein Aspekt, der kaum kritisiert werden muss, ist hingegen die beeindruckende Soundkulisse von ZombiU. Bedrückende Bässe, das Flackern von Lichtern und das penetrante Schluchzen und Krächzen der Zombies sorgen für Gänsehaut und lassen den Spieler streckenweise fast paranoid werden. Auch der Umstand, dass die Durchsagen des Preppers durch die Lautsprecher des WiiU GamePads ertönen, intensiviert das packende Spielgefühl. Als Sahnehäubchen gibt es dann noch hin und wieder atmosphärisch stets passende Musikstücke von Komponist Cris Velasco auf die Ohren, die sich hervorragend in das Horror-Empfinden einfädeln. Klasse!

Ein weiteres Grundproblem von ZombiU ist jedoch die auf Dauer fehlende spielerische Abwechslung. Zwar macht es auch nach Stunden des Spielens immer noch Spaß, möglichst vorausschauend zu taktieren und Zombies aus dem Weg zu räumen, jedoch spielen sich gerade die Missionen in den ersten Stunden (sucht Gebiet X ab und hackt Kamera Y) alle recht ähnlich. Auflockernde Bossgegner oder sonstige überraschende Gameplay-Momente abseits einiger kleinerer Minispielchen am GamePad gibt es zu selten. Auch auf Rätseleinlagen wie in früheren Resident Evil-Teilen sollte man nicht hoffen. Dafür beschränkt sich das Spiel zumindest nicht nur auf den einen klassischen Zombietyp, sondern kann mit einer Handvoll verschiedener Zombievarianten aufwarten, die euch im Kampf allesamt eine andere Vorgehensweise abverlangen. Dennoch erwischt man sich gerade bei den Standardgegnern häufig dabei, quasi automatisch in den Nahkampf überzugehen. Und Nahkampf bedeutet in ZombiU nun einmal, mit dem schier unzerstörbaren Cricket-Schläger brutal auf die Zombies einzuprügeln, teilweise solange bis der Schädel platzt, was einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Ausdauerverluste? Verschiedene Schlagvarianten? Kontermöglichkeiten? Gibt es alles nicht, sodass der ganze Kampf mitunter etwas eindimensional wirkt. Ein etwas ausgereifteres System und einige weitere Nahkampfwaffen hätten dem Spiel hier wirklich sehr gut getan.

Auch die über weite Strecken dann doch irgendwie blass bleibende Story lässt – je nachdem, wie viel Wert man bei einem Zombie-Spiel darauf legt – eine theoretische Angriffsfläche für Kritik zu. Die Grundidee der Zombie-Apokalypse rund um die über 400 Jahre alte Prophezeiung („The Black Prophecy“) des John Dees ist grundsätzlich ein sehr interessanter Ansatz mit viel Potential. Auch ist es gerade zu Beginn noch sehr spannend, immer wieder einige Infohappen über den Prepper sowie die geheime „The Ravens of Dee“-Organisation im Rahmen von storyrelevanten Missionen zu erhalten, doch im Kern werden euch diese Gründe zumeist völlig egal sein, da sie irgendwann belanglos vor sich hin plätschern und ihr ohnehin nur das Überleben im Sinn habt. Da euer Charakter zudem austauschbar ist und sehr häufig wechselt, hat auch dieser keine Hintergrundgeschichte, die euch theoretisch das Spiel über hätte fesseln können. Wie wichtig einem jedoch eine gute Story in diesem Genre ist, sollte wohl jeder für sich selbst entscheiden.


Nicht schön, aber unglaublich packend
ZombiU ist mit seiner eintönigen Farbgebung und den technischen Macken keine optische Schönheit. Ubisofts Survival-Horror-Titel ist dreckig, brutal und dabei wahnsinnig atmosphärisch. Gerade auch aufgrund des sehr hohen Gewaltgrades und der Verschwendung von Unmengen an virtuellem Blut ist es verwunderlich, dass es der Titel geschafft hat, gänzlich ungeschnitten in Deutschland zu erscheinen. Doch eben jener übertriebener Gore-Faktor passt einfach perfekt in die dunkle und triste Welt von ZombiU, wenn auch nicht oft genug betont werden kann, dass das Spiel zu Recht nicht in die Nähe von Kindern gehört. Auch ist ZombiU weder ein klassisches Mainstream-Videospiel, das den Spieler mit praller Action umgarnt, noch ein Gourmet-Gericht, das die Spieler mit einem enormen Abwechslungsreichtum schmeichelt, sodass man ständig vor sich hin jubeln könnte, wie viel Spaß das Spiel doch macht. Bei ZombiU ist das Spielgefühl ein ganz anderes. Es ist vielmehr so, dass euch das Spiel bewusst stresst - ihr seid dauerhaft angespannt, müsst stets wachsam sein und euch den nächsten Schritt genauestens überlegen, um nicht schon an der nächsten Ecke zerfleischt zu werden. Es gibt kein stupides Dauerfeuer, um Gegnerhorden im Minutentakt abzuschlachten, wie es zuletzt über weite Strecken in Resident Evil 6 der Fall war. Jede Begegnung mit den hungrigen Beißern setzt einen neuen Adrenalinstoß bei euch frei, taktieren geht vor attackieren. Hinzu kommt der zweite Bildschirm, das euren Grad an Wachsamkeit noch mehr erhöht. Das Spielgefühl von ZombiU ist schlichtweg schwer in Worte zu packen und auch nicht anhand von bloßen Videos zu erkennen – man muss es selbst einmal erlebt haben. Eben dieser Umstand macht aus ZombiU trotz seiner nicht glatt geschliffenen Kanten etwas Besonderes und liefert nach langer Zeit endlich mal wieder eine genregerechte und unheimlich dichte Horror-Atmosphäre, die man so nur selten zuvor erlebt habt.

Dennoch darf man nicht unter den Teppich kehren, dass ZombiU ein recht spezielles Genre-Game ist, mit dem sich einfach nicht jeder anfreunden können wird, erst recht dann, wenn man mit falschen Erwartungen an den Titel herantritt. ZombiU will trotz stellenweise vieler Zombies auf einem Haufen zu keinem Zeitpunkt ein klassisches Action-Spiel sein, bei dem ihr mit purer Waffengewalt eine ganze Horde Untoter umnieten könnt. Wer solch einen Titel sucht und erwartet, den wird ZombiU ganz sicher enttäuschen. Und wohl auch nur so lassen sich die auffällig großen Differenzen bei den bisherigen, internationalen Bewertungen von ZombiU annähernd plausibel erklären. Doch wer auf der anderen Seite ganz bewusst auf einen vom Spieltempo her eher gemächlichen Horror-Titel mit packender Atmosphäre hofft, der wird mit ZombiU in der ca. 12-15 stündigen Einzelspielerkampagne sehr viel Spaß bzw. Angst haben.

Zombiejagd zu Zweit
Abseits der Kampagne verfügt ZombiU noch über einen recht unterhaltsamen, lokalen Mehrspielermodus. Der Spieler mit dem Wii U GamePad schlüpft diesmal nicht mehr in die Rolle eines Überlebenden, sondern wird zu einer Art "Zombiemeister“ und kann neue Zombies aus der Vogelperspektive via Touchscreen des GamePads erschaffen. Der zweite Spieler greift hingegen zum Wii U Pro Controller (oder zur Kombination aus Wii-Remote und Nunchuk) und kämpft auf dem TV-Bildschirm um das Überleben gegen die fauligen Untoten. Der „Zombiemeister“ sieht das Geschehen auf seinem Bildschirm auf einer Übersichtskarte und muss die Zombies wie in einem Tower-Defense-Spiel möglichst taktisch und strategisch klug platzieren. Dabei steht aber nur ein begrenztes Punktekonto zur Verfügung, mit denen sich der Spieler die Zombies, die sich in Hinblick auf Intelligenz und Schnelligkeit unterscheiden, quasi „erkaufen“ muss. Die günstigsten Zombies irren zumeist gewohnt strunzdumm herum und greifen den Spieler nur dann an, wenn er sich in ihrer unmittelbaren Nähe befindet. Teurere Zombies verfolgen ihn hingegen sogar über die gesamte Map, während die teuerste Zombie-Variante besonders schnell unterwegs ist und daher gut dazu geeignet ist, dem Gegenspieler in den Rücken zu fallen. Das Punktekonto des Zombiemeisters regeneriert sich dabei mit der Zeit von selbst und wird zudem durch bestimmte Erfolge (z.B. "Spieler getötet") schneller aufgestockt. Der Gegenspieler muss auf der anderen Seite die auf der Map umherliegenden Waffen und Munitionsvorräte aufsammeln, um sich die Horden von Untoten vom Hals zu schaffen. Stirbt der Spieler, wird er mit frischer Munition an einer beliebigen Stelle der Map respawnt. Durch die Idee des asymmetrischen Gameplays erleben die Spieler im Multiplayer also zwei gänzlich unterschiedliche Spiele: Der Spieler mit dem Wii U Pro Controller spielt einen klassischen, actionorientierten Shooter (im krassen Gegensatz zum Hauptspiel!) und der Spieler mit dem Wii U Gamepad ein klassisches Strategiespiel.


Gespielt werden kann auf diese Art und Weise in insgesamt drei Varianten. Beim klassischen „Capture the Flag“ müssen beide Parteien in ihren Rollen versuchen, jeweils drei Flaggen in klassischer Art und Weise einzunehmen. Im Modus „Todeskäfig“ geht es für den Überlebenden darum, in einer bestimmten Zeitspanne so viele Gegner wie möglich zu töten, während es im letzten Modus darauf ankommt, so lange wie möglich zu überleben und einen neuen Zeitrekord aufzustellen. Insgesamt ist der Multiplayer-Modus als durchaus gelungen anzusehen und sorgt für einige hitzige Auseinandersetzungen, auch wenn es natürlich sehr schade ist, dass zum einen nur zwei Spieler an einer Konsole spielen können und es darüber hinaus auch keinen Online-Multiplayer gibt. Vielleicht im zweiten Teil.

FAZIT:
Was habe ich mich auf ZombiU gefreut. Ein Titel, der mich aufgrund seines genialen Gesamtkonzeptes bereits seit dem Tag der ersten Ankündigung eine große Vorfreude hat verspüren lassen. Und auch die ersten Anspielsessions mit frühen Demo-Versionen des Titels waren stets vielversprechend, auch wenn schon damals kleinere Ungereimtheiten zu erahnen waren. Doch es war zu dem Zeitpunkt ja noch genügend Zeit vorhanden. Und das Ergebnis? Nun, ZombiU ist keinesfalls der erhoffte Überknaller geworden, an dem kein Spieler zum Start der Wii U vorbeikommt. Dafür hat ZombiU in punkto Technik und Abwechslung doch einige nennenswerte Mängel, die größtenteils vermutlich mit etwas mehr Entwicklungszeit hätten ausgemerzt werden können. Ist ZombiU also deswegen zu einem echten Rohrkrepierer geworden? Mitnichten. Das Spiel ist trotz, oder gerade wegen seiner Ecken und Kanten ein dreckiger, langsamer und teils knackig schwerer Survival-Horror-Titel mit einer hervorragenden Grundidee und einer absolut packenden und bedrückenden Atmosphäre, die euch mit zunehmender Spielzeit immer paranoider werden lässt. ZombiU ist ein Videospiel, das es in dieser Art und Weise auf keiner anderen Konsole zu erleben gibt und nach langer Zeit endlich mal wieder ein Spiel, das seinem Genre – dem Survival-Horror – auch wirklich gerecht wird. Und gerade das macht ZombiU zu einem lohnenden Spielerlebnis, welches sich erwachsene Spieler und insbesondere Genrefans durchaus einmal ansehen sollten. Wer jedoch einen klassischen Action-Titel mit Zombies erwartet, ist bei ZombiU schlichtweg falsch. Gerade das will der Titel nämlich zu keinem Zeitpunkt sein. Und das ist auch gut so.

Wertung:

8.0

Kamil Witecy meint:

"ZombiU ist ein dreckiges, langsames und wahnsinnig atmosphärisches Survival-Horror-Spiel, das endlich wieder die Genre-Wurzeln erreicht, dabei aber nicht ohne Schwächen auskommt."
Spielerlebnis: Sehr gut
Umfang: Gut
Technik: Durchschnittlich
Hinweis: die Kommentarsektion ist aktuell geschlossen.

20 Kommentare:


DarkLord
vor 8 Jahren | 0
8.0? Ich finde es zumindest auf einer Augenhöhe mit Titeln wie Dead Space und den alten Resis oder den alten Silent Hills. Habe seit dem Fatal Frame 2 Wiimake nicht mehr so viel Schiß gehabt um ne Ecke zu gehen. Wischt imho mit allen aktuellen sogenannten Horror-Survival games den Boden auf (wie es aussieht auch mit Dead Space 3, welches zum Actiongame verkommen wird...).

Daveart
vor 8 Jahren | 0
Ne 8,0 wäre eine "Sehr Gut" Note, wenn man die Adjektive heranzieht. Nichts zu meckern also, zumindest nicht für mich.

N - Gamer
vor 8 Jahren | 0
Zwar nicht perfekt aber viel besser als Redsteel.(Die Steuerung ist super im gegensatz zu redsteel und die Athmosphäre sowieso,genauso wie die Grafik ^^)

Alles im allen ein einfach super forderndes Surviavl horror Game das einem so schnell nicht mehr los lässt.

Einfach nur hammergeil KAUFEN!!! ;)

Wario
vor 8 Jahren | 0
Kamil> Du hast wohl länger am Rext geschrieben als Zombi gezockt oder wie? :D
Auf jeden Fall ist es eine gute Beschreibung von dem was einen erwartet. Ich werde mir dass Spiel auf jeden Fall aus der Videothek holen und anzocken!

Falcon
vor 8 Jahren | 0
Wow! Klasse Review! Man markt, dass sich der Tester intensiv mit dem Spiel auseinandergesetzt hat und ich kann in quasi allen Punkten nur zustimmen. Daumen hoch.

Es ist ein tolles Spiel aber halt mit Macken, an denen Ubi im Nachfolger arbeiten sollte...ich gebe auch eine 8!

Falco
vor 8 Jahren | 0
Da ich es noch nicht selbst gespielt habe, würde ich nach dem ausführlichen Test mit den 8.0 konform gehen.
Das Ding ist einfach, wir haben mehr erwartet. Ohne diesen ganzen Hype im Vordergrund kann sich ZombiU durchaus sehen lassen. Es mit ein würdiger Vertreter seiner Genre mit ein paar Macken. Im Großen und Ganzen aber recht in Ordnung ^^

nibez
vor 8 Jahren | 0
Die Einbindung des Pads finde ich nicht übertrieben, sondern in dem Maße genau richtig.
Die Atmosphäre ist spitze eingefangen, man ist immer voll drin im Spiel.
Der Multiplayer ist absolut klasse.

Ich hoffe auf einen Nachfolger^^

MrMatschi
vor 8 Jahren | 0
Für einen Launch-Titel durchaus in Ordnung!

Vor Allem im SurvivalHorror-Genre geht das Spiel endlich mal wieder "back to the roots" und kann mehr Survival-Stimmung erzeugen als die neueren "Resident Evil"-Teile! Die Präsentation ist also durchweg positiv hervorzuheben!

Allerdings fehlt mir auch hier ein ordentlicher Online-Multiplayer-Modus!

Konoe A. Mercury
vor 8 Jahren | 0
Wirklich ein Super Test, gefällt mir von den Test's die ich bisher zu dem Spiel gelesen habe mit am besten.

Und obwohl ich bei der Wertung ähnlicher Meinung bin kann ich auch verstehen das die Wertungen bei dem Spiel so auseinander gehen. Eine wirklich allgemeingültige Wertung ist bei dem Spiel wohl nicht möglich, dafür kommt es zu sehr auf den eigenen Geschmack an.

Nintendo hilft der Titel auf jeden Fall um das Casual-Image etwas abzuschütteln und ich denke ich werde auch noch viel Spaß mit dem Spiel haben.

Terry
vor 8 Jahren | 0
Danke für das Lob :)

DenGusi
vor 8 Jahren | 0
Der WiiUX Test spiegelt bereits sehr gut meine Meinung wider, sowohl die Licht- als auch die Schattenseiten.

Leider gehöre ich zu den Spielern, die eher von dem Spiel frustriert werden, mir wäre es lieber, ich könnte speichern und eine Stelle wieder versuchen ohne Konsequenzen, wenn ich beim ersten Versuch sterbe. Gerade wenn man umzingelt wurde, ist es sehr schwer wieder an seine Ausrüstung zu gelangen, ohne direkt wieder zu sterben und dann ist alles weg, was nicht in der Box abgelegt wurde.

Auf der anderen Seite macht genau dies das Spiel aus, ständig mit der Angst zu leben das gleich alles vorbei ist und man es nicht so einfach wieder von vorne starten kann. Ein echtes Suvival Horror Spiel ist es gerade dadurch.

Von daher gebe ich auch 8,0.


Redline
vor 8 Jahren | 0
Jetzt wo ich es habe, muss ich sagen, dass ich eigentlich enttäuscht bin. Die Grafik zerstört die atmosphäre und es ist zu viel Dunkelheit im Spiel. Ich hatte mehr gehofft, die Entwickler wurden mehr ein Open World aus dem Spiel machen, aber da lag ich wohl extrem falsch. Man sieht, dass dem Spiel einfach noch das gewisse etwas fehlt und man kann noch nicht zu zweit oder Online miteinander spielen. Das wird wohl erst kommen, wenn der Nachfolger erscheint und die Spiele zwei Gamepads unterstützen.... Nicht desto trotz verliere ich langsam den respekt vor den Zombies... Hat sich mal jemand die Animationen angeguckt? Schrecklich... da wurde nicht lange genug gearbeitet... Eine längere Entwicklungszeit hätte dem Spiel bestimmt gut getan.

dakata
vor 8 Jahren | 0
klasse test. capcom sollte sich sich von zombi u mal ne scheibe abschneiden.

Christian xy
vor 8 Jahren | 0
Gutes Spiel
ZombiU ist ein Überlebens-Horror Game das diese Bezeichnung auch verdient, kommt in meinen Augen zwar nicht an DeadSpace 1 ran aber auf jeden Fall gruseliger als andere Spiele dieses Genres.
Das Gameplay ist anspruchsvoll und fordernd, der Bildschirmtod ist ärgerlich und trifft den Spieler hart.
Jeder Gegner ist eine ernste Bedrohung und kann das Ende bedeuten. Ein altes Relikt aus frühen Videospieltagen wird reaktiviert, Medipacks!
Das Leveldesign läd zum Backtraking ein und bietet viele ruhige Momente, in denen der Spieler nicht weiß wann der nächste Zombie ums Eck kommt. Dabei finden sich immer wieder extrem dunkle Passagen, in denen die Taschenlampe zwingend erforderlich ist.

Negativ ist für mich nur die Story

Der Muliplayermode bietet in der Kombination mit dem Tablettcontroller ein völlig neues Spielerlebniss. Ein Spieler spielt ganz klassisch aus der Egosicht am TV, der zweite Spieler verwaltet strategisch eine Zombiehorde über das Tablett, gemischt mit leichten Auflevelmöglichkeiten.
Find ich super, mal was ganz anderes.

Bell4tor85
vor 8 Jahren | 0
Die Grafik über die so viele jammern (hauptsächlich in anderen Foren) stört mich nicht die Bohne. Im Gegenteil ich finde die Grafik echt stimmungsvoll gemacht. Der erhöhte Schwierigkeitsgrad gefällt mir am meisten. Lediglich das man das Game nicht komplett auf dem Kontroller spielen kann, ist zwar verständlich, aber nen bischen doof. Dennoch Top Titel für den Preis.

Matthew1990
vor 8 Jahren | 0
Dieses Reviwe trifft hervorragend! Die Grafik ist mir relativ egal, jedoch stören mich die langen Ladezeiten. Wieso wird mir erst einige Sekunden eine londoner Karte angezeigt und dann taucht der schwarze Ladebalken auf?
Im Mehrspieler fehlt mir ein Co-Op, jedoch macht der bestehende Multiplayer es wieder wett.
Der Schwierigkeitsgrad ist sehr schön, wobei mir es ein wenig stört, das ein Headshot nicht so wirkungsvoll ist und es auch nur eine Nahkampfwaffe existiert, die sich nicht im geringsten variieren lässt.
Im Großen und Ganzen jeodch ein gelungendes Spiel! :-)

LostScorpion
vor 8 Jahren | 0
ZombiU hat mir insgesamt gut gefallen. Das GamePad ist gut eingebunden und wirkt nicht aufgedrängt. Die Atmosphäre der Zombie-Apokalypse in London ist super. Das Spiel bringt den Spieler dazu in jeder Ecke nachzusehen, damit man nicht einen Zombie oder Munition/Essen übersieht.
Allerdings ist die Grafik nicht ganz so gut und die Story ist kein Meisterwerk.

Der R
vor 8 Jahren | 0
Vorweg: Ich hasse Zombies und alles was mit Shootern zu tun hat. Beim Testen aber fand ich es wirklich gut. Und beim Multiplayermodus hatte ich einen Heiden Spaß die Zombies zu verteilen ^^. Daher möchte ich dem Titel eine gute Bewertung geben. Denn wenn ein Titel mit einem Thema, mit dem ich sonst nichts anfangen kann....und einem Genre dass ich ebenfalls nicht mag so gut unterhalten kann, dann sollte das auch belohnt werden ;)

StMaster3000
vor 7 Jahren | 0
Das Spiel gefällt überhaupt nicht, jedoch gibt es Pro und Contra Punkte :

+Akzeptabele Grafik, nach Rayman Legends und AC4 das Beste Grafische Spiel von Ubisoft
+Teilweise gut detailliert
+++ Bisher (Stand Anfang September 2014) Eines der Besten Spiele die das Wii U Gamepad einbinden.
+SPOILER : Gute Idee dass man wenn man stirbt einen anderen Überlebenden und kann den Rucksack des Alten Überlebenden der mittlerweile Infiziert ist, töten und ausleeren.

---Plötzlich sind einzelne Zombies doppelt so stark wie andere
--KI der Zombies sind größtenteils stark unterdurchschnittlich
--Bugs sind noch zu finden
-Story sehr lau

Belphegor
vor 7 Jahren | 0
Der erwachsenen Launch-Titel schlechthin. Im Gegensatz zu einigen anderen Genrevertretern wird hier Horror noch groß geschrieben. Ich wurde wunderbar unterhalten und das Spiel hat auch noch im zweiten Anlauf richtig viel Spaß gemacht. Zudem gibts in kaum einem Spiel eine bessere GamePad Einbindung. Absoluter Pflichttitel auf der Wii U!