Test: F-Zero

Von Lars Peterke am 26. April 2013

Als einer der wenigen Launch-Titel für das Super Nintendo war F-Zero eine Revolution. Nicht nur weil es bis Dato das schnellste Rennspiel war, nein, es nutzte mit Mode 7 eine damals wirklich innovative Grafikengine, die einen speziellen 3D-Effekt beim Spielen erzeugte, der später bei Super Mario Kart sowie prinzipiell in fast jedem GBA-Rennspiel seine Anwendung fand.

F-Zero ist ein futuristisches Rennspiel ohne viel Schnickschnack. Ihr wählt zu Beginn aus einem von vier Fahrzeugen euer Wunschgefährt aus. Darunter findet sich natürlich der legendäre Blue Falcon von Captain Falco sowie de fahrbaren Untersätze von Pico, Samurai Goroh und Dr. Steward. Jedes Fahrzeug hat dabei seine eigene Balance in punkto Beschleunigung und Maximalgeschwindigkeit. Danach wählt ihr eure Liga aus. Knight League, Queen League und King League stehen zur Auswahl. Ziel ist es dann nach jeweils fünf Strecken auf dem Siegertreppchen zu stehen. Habt ihr euch für Bolide und Rennklasse entschieden, geht’s auch schon los. Ihr fahrt fünf Runden, in denen ihr ziemlich rasant über immer schwierigere Strecken rast, die später gekonnte Brems- und Beschleunigungsmanöver von euch erfordern. Pro abgeschlossene Runde bekommt ihr einen Speed-Boost, den ihr klug einsetzen solltet, um eure Gegner abzuschütteln oder einzuholen. Dies sollte schnell geschehen, denn das Spiel gibt euch nicht bis zur letzten Runde Zeit. Pro Durchlauf wird eine Platzierung vorausgesetzt, die immer weiter angehoben wird. Erreicht ihr diese Position nicht, werdet ihr mitten im Rennen disqualifiziert.

Mit dem bloßen Besiegen der Kontrahenten ist es nicht getan. Die Strecken sind besonders im späteren Verlauf mit Abhängen, Sprungfeldern, Minen oder anderen Bosheiten gespickt, die euer Fahrzeug beschädigen. Jede Kollision mit Gegner oder Streckenbegrenzung (sofern vorhanden) kostet euch kostbare Energie. Ist diese futsch, geht euer Fahrzeug in einer Explosion auf. An bestimmten Streckenabschnitten gibt es jedoch die Möglichkeit eure Energie wieder aufzuladen. Begleitet wird das Spiel von einer recht simplen Grafik der ersten SNES-Generation und der an sich gute Soundtrack hat auf die Dauer einen wenig zu hohen Dudelfaktor. Spätere SNES-Spiele wussten dies besser zu machen.

Fazit:

F-Zero ist ein guter SNES-Renner der Spaß macht und einen schönen Schwierigkeitsgrad besitzt. Man sitzt sicher einige Zeit vor dem Titel und muss besonders für die Absolvierung der späteren Cups einiges an Geduld und Fahrvermögen mitbringen. Leider gibt es keinen Zweispieler-Modus und im Vergleich zu späteren Rennspiel-Perlen auf dem SNES wie etwa Super Mario Kart oder Rock ‚n’ Roll Racing zieht das F-Zero trotz seiner hohen Geschwindigkeit den Kürzeren.

Wertung:

7.0

Lars Peterke meint:

"F-Zero kann mit seinem rasanten Gameplay punkten, bietet aber zu wenig Vielfalt. Genre-Fans sollten sich diesen Serieneinstand aber nicht entgehen lassen."
Hinweis: die Kommentarsektion ist aktuell geschlossen.

5 Kommentare:


Malte
vor 8 Jahren | 0
Ich finds persönlich etwas besser als 7.0 aber gut, Rock n Roll Racing war wirklich ne ganze Ecke besser wegen der Grafik und Spieltiefe!!

Wario
vor 8 Jahren | 0
Ich finde das Spiel heute noch absolut geil,ich konnte damals jede Strecke fast blind Spielen.. :)

Lars @

Du hast im Test leider vergessen wie süchtig es machte die eigene streckenzeit des Ghostfahrers zu unterbieten.. :)
Von mir gibt es ne 8 weil es so gute Erinnerungen in mir weckt.. :)

Sandro
vor 8 Jahren | 0
Von mir leider nur ne 5 wegen dem hohen Preis sonst ne 6.
Hoffe es kommt ein Nachfolger für Wii U

Gab
vor 8 Jahren | 0
Damals geil, jedoch war ich letztens ernüchtert. Das Spiel ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Es macht noch Spaß, und ich habe nur 30 ct bezahlt, aber ansonsten fehlt die Abwechslung. Nur ein paar Strecken, 4 Fahrzeuge.... Früher bin ich überall Bestzeiten gefahren, heute fehlt hierzu der Reiz. Eine zeitgemäße Neuauflage wäre nett.

Der R
vor 8 Jahren | 0
Naja, schon in Ordnung...im Gesamten allerdings überbewertet von vielen. Bin auch der Meinung dass der Umfang das Spiel gewaltig nach unten zieht.