Test: Excitebike

Von Burkhart von Klitzing am 27. April 2013

Pünktlich zum Release von Excitetruck in Europa brachte Nintendo den Ur-Titel mit dem Namen Excitebike auf die VC: Allerdings verbindet der Titel mit dem Truck-Spektakel nicht viel mehr als eine Namensverwandtschaft. Das gesamte Spielprinzip unterscheidet sich nicht nur durch die mittlerweile entdeckte, dritte Dimension und die Umstellung der Fahrzeuge, sondern auch durch das Spielgefühl. Aber langsam...

Excitebike ist ein früher NES-Titel, in dem es gilt, auf gerade einmal fünf hässlichen Kursen mit einem hässlichen Motorrad, begleitet von grausiger Soundkulisse die Bestzeit zu schlagen. Wahlweise mit CPU-Kontrahenten oder nur gegen die Uhr. Dabei warten zahlreiche Hindernisse wie Schlammpfützen oder Rampen, sowie die Gefahr, den Motor zu überhitzen, was eine Zwangspause mit sich bringt. Abhilfe schafft hier der regelmäßige Einsatz eines niedrigeren Gangs oder das Überfahren von Kühlpfeilen. Die größte Herausforderung besteht aber aus der richtigen Sprungtechnik: Geschwindigkeit, Flughaltung und ein wachsames Auge auf die Höhe der Rampe und eventuelle Hindernisse bei der Landung wollen genau aufeinander abgestimmt werden, um noch ein paar Sekundenbruchteile oder zumindest eine sichere Landung herauszuholen.

Für zusätzliche Langzeitmotivation sorgt der Streckeneditor, der das freie Gestalten eigener Pisten mit einer Auswahl von 19 unterschiedlichen Objekten erlaubt. Dies war nicht nur damals eine echte Revolution, sondern stellt auch heute noch auf der VC und ganz allgemein in der Konsolenwelt eine absolute Seltenheit und einen wunderbaren Spielplatz dar, auch wenn die Bedienung etwas intuitiver hätte sein können.

Fazit:

Excitebike ist unansehnlich, klingt furchtbar, ist extrem kurz und das Spielprinzip wird dadurch drastisch vereinfacht, dass man lediglich zwischen vier verschiedenen Spuren auf und ab wechseln kann, anstatt analog die Strecken befahren zu können. Neben dem motivierenden Streckeneditor lockt aber auch heute noch das einzigartige Spielgefühl. Der Nintendo-Klassiker ist weniger ein Rennspiel, als vielmehr eine Mischung aus Puzzle- und Geschicklichkeitsspiel mit Motorrädern, nicht zuletzt aufgrund der digitalen Steuerung und der zahlreichen Sprünge. Durch die genannten Schwachpunkte bleibt dem Titel eine höhere Wertung dennoch verwehrt.

Wertung:

5.0

Burkhart von Klitzing meint:

"Ein einzigartiges Spielgefühl und ein starker Streckeneditor werden von Monotonie ausgebremst."
Hinweis: die Kommentarsektion ist aktuell geschlossen.

3 Kommentare:


Sandro
vor 8 Jahren | 0
Also ich finde es genial ^^ Würde mich ebenfalls über Wii U Ableger freuen :P

Der R
vor 8 Jahren | 0
Ich kenne kaum ein langweiligeres Spiel. Die kostenlose Version für den 3DS hat mich damals schon schockiert....

KeeperBvK
vor 8 Jahren | 0
Haha, da kann man es direkt wunderbar sehen: Excitebike spaltet extrem. Der eine liebt es, der andere hasst es. Daher habe ich mich für den Mittelweg entschieden. Ich kann absolut verstehe, warum manche das Spiel in hohen Ehren halten, aber ich persönlich finde es bspw. auch eher mittelprächtig.