Test: Ice Climber

Von Burkhart von Klitzing am 27. April 2013

Es gibt Nintendo-Titel, die der japanische Konzern auch nach Jahren nicht fortsetzt. Angesichts unzähliger Mario-Nachfolger und -Spinoffs kaum vorstellbar, doch Pepe und Nana bekamen beispielsweise nach ihrem Debüt in Ice Climber auf dem NES bislang lediglich einen erneuten Auftritt in Super Smash Bros Melee, wenn man von den Ports auf FDS, GBA und E-Reader absieht.

Als einer der beiden Eskimos versucht sich der Spieler an der Erstürmung von 32 frei wählbaren Gipfeln, die sich leider bis auf den Schwierigkeitsgrad kaum voneinander unterscheiden. Es geht jedes Mal darum Eisblöcke durch Sprünge von unten zu zerbröseln, über bewegliche und unbewegliche Plattformen nach oben zu gelangen und dabei Eiszapfen, Vögeln, Robben und Eisbären auszuweichen oder sie per Hammerschwung aus dem Weg zu räumen. Nach einigen Höhenmetern wartet schließlich noch eine Bonusrunde, in der Auberginen (!!) darauf warten eingesammelt zu werden und ein Sprung an die Klauen eines Flugsauriers schließlich das Level beendet.


Da Pepe und Nana über eine klägliche Sprungfähigkeit verfügen, die praktisch nur Entfernung nach oben aber kaum zur Seite überqueren kann, warten viele, wirklich viele frustrierende Abstürze auf den Spieler. Dem Spaß zuträglich ist da auch nicht die Tatsache, dass viele Sprünge statt mit einer Landung auf einer Plattform mit einem Fall durch selbige hindurch enden. Durch die miserablen Sprünge verliert Ice Climber enorm viel an Dynamik und es wird unnötig schwierig zu spielen, meist jedoch ohne dabei wirklich spannend zu werden. Der einzige wirklich herausstechende Pluspunkt des frühen NES-Werks ist der Koop-Modus. Gemeinsam mit einem Freund macht die Hatz zumindest etwas länger Spaß, vor allem, wenn man es weniger kooperativ sondern gehässig angeht und den anderen behindert und versucht so schnell wie möglich nach oben zu gelangen, sodass der andere darum kämpft nicht unten aus dem Bildschirm heraus zu verschwinden. 

Fazit:
Ice Climber ist keine Katastrophe. Es spricht vor allem Fans des Spiels an und bietet Neulingen wenigstens kurzfristigen Spaß, wenn auch für nicht viel mehr als eine halbe Stunde. Die Monotonie und Mängel in Spielfluss und Steuerung verhindern vor allem Einzelspielern längeres Vergnügen. Wer einen willigen Mitspieler findet, kann sich den Kauf für 4,99 € überlegen, denn ähnlich gehässiger Koop-Spaß ist auf der VC schwer zu finden. Einzelspieler sollten sich eher nach der GBA-Version umgucken, da das Spielkonzept für kurze Einlagen unterwegs eher geeignet ist.

Wertung:

3.0

Burkhart von Klitzing meint:

"Ein ordentlicher Trip in die Vergangenheit zweier Smash Bros.-Charaktere, aber als Spiel ziemlich eingerostet."
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2 Kommentare:


MrMatschi
vor 8 Jahren | 0
Ich kann eure Kritikpunkte nicht wirklich nachvollziehen!

Klar, hin und wieder führt das Sprung-System zu ungewollten Abstürzen, aber wirklich frustiert hat es mich noch nie! Man sollte dieses "Feature" eher als eine Art Herausforderung sehen und sich dem eventuell dadurch ungewollten Schwierigkeitsgrad stellen! Dann kann man mit dem Titel und seiner eingängigen Melodie sehr viel Spaß haben... ;)

Aber letzten Endes gilt: Jede Wertung ist stets subjektiv... :)

mega
vor 8 Jahren | 0
Ich schließ mich dir an, ein interessantes Spiel mit einem knackigen Schwierigkeitsgrad :)