Test: Pac-Man

Von Burkhart von Klitzing am 03. Mai 2013

Pac-Man… was sollte man noch groß dazu sagen, was diese sechs Buchstaben nicht bereits klarmachen? Es ist eben Pac-Man! Hmm, man könnte ganz einfach 300 Mal Wacka Wacka Wacka Wacka schreiben um den Text voll zu kriegen. Was? Jaja, Chef, schon gut, jaaaa, ich versteh schon. Nein, natürlich, nein, ich lass mir was einfallen, ganz sicher. Puh, na schön, dann greife ich eben zunächst einmal ganz tief in Großmutters Phrasenkiste für angewandten Spiele-Journalismus und ziehe wahlweise den altbekannten Stein oder Mond oder die Höhle heran: Wer die letzten 25 Jahre weder unter noch hinter oder in einem dieser verbracht hat, darf getrost zum Fazit springen, allen anderen sei hier noch einmal einer der ganz großen Spieleklassiker erklärt.



Pac-Man aka Puck-Man, wie er noch hieß bevor wohl jemandem aufgefallen sein dürfte, dass der Name zu leichten Missverständnissen führen könnte, ist in einem Labyrinth gefangen, welches er aus der Vogelperspektive gesehen durchlaufen muss um alle Pillen zu vertilgen (billigen Drogen-Gag bitte hier einfügen). Erschwert wird das einzig durch vier Geister, die sogar rudimentär unterschiedliches Verhalten an den Tag legen, etwa indem sie den Spieler permanent verfolgen, ab und zu herumstreunern oder versuchen den Weg abzuschneiden. Der Genuss einer der vier großen Pillen färbt alle Geister kurzzeitig blau, sodass wiederum der Kontakt mit Pac-Man für sie tödlich endet (wenn auch mit schneller Wiederbelebung, sofern man überhaupt bei Geistern davon reden kann). Ab und an wartet außerdem eine besonders viele Punkte spendende Frucht oder eine Brezel auf die Fressattacke des Namco-Maskottchen. Die Level unterscheiden sich nur geringfügig von einander und weitere Sonderregeln oder Neuerungen während einer Partie sind absolute Fehlanzeige.

Fazit:
Sicher ist Pac-Man aus heutiger Sicht extrem simpel, selbst für NES-Verhältnisse. Doch nichtsdestotrotz macht es auch heute noch Spaß und das sage ich als jemand, der selber nicht mit diesem Spiel groß geworden ist, sondern es erst entdeckt hat, als Spiele im Allgemeinen wesentlich weiter fortgeschritten waren in ihrer Entwicklung. Eine Partie dauert im Regelfall kaum länger als eine Viertelstunde, Secrets und eine Story fehlen komplett und auch sonst gibt Pac-Man keine großen Motivationsfaktoren an die Hand es zu spielen, doch gerade der Simpelfaktor gepaart mit der Punkteanzeige lockt immer wieder. Einfach anschalten, einige Minuten mampfen und gut fühlen. Pac-Man genießt auch einen wesentlichen Vorteil gegenüber anderen Arcade-Titeln der damaligen Zeit: Es ist weitestgehend unberechenbar und somit immer wieder spannend und herausfordernd. Dass es nicht zu den Spitzentiteln der VC gehört, sollte jedoch bei aller Liebe auch klar sein; außerdem sollte man eventuell auf den Release von Ms. Pac-Man warten, das das gewohnte Spielprinzip etwas verbesserte.

Wertung:

6.0

Burkhart von Klitzing meint:

"Das ganze Labyrinth in den Händen - Pac-Man eignet sich prima für ne Lümmelrunde auf dem Sofa."
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4 Kommentare:


Nakuri
vor 8 Jahren | 0
Kommentar.

Chris
vor 8 Jahren | 0
Haha, schöne Einleitung! :)

Wenn es reduziert wird hole ich es mir vllt, aber so ist es mir die 5 Euro nicht ganz wert.

Chris
vor 8 Jahren | 0
Ich hoffe auf die Arcade-Version. Die sieht technisch nämlich noch etwas besser als die NES-Variante aus.

KeeperBvK
vor 8 Jahren | 0
Danke. :)
Und ja, es wäre eigentlich wesentlich sinnvoller, wenn Namoc direkt die Arcade-Fassung gebracht hätte. Hoffen wir mal auf einen späteren Release.