Test: Mario Bros.

Von Lars Peterke am 23. Juni 2013

Der Name mag zunächst irritieren: denn hinter „Mario Bros.“ Verbirgt sich kein Hüpfabenteuer voller Abwechslungsreicher Level und Welten. Mario Bros. ist, um es kurz zu machen, nichts Besonderes, sondern lediglich ein kleines Arcade-Spiel, dass Nintendo-Fans aus der Vergangenheit wohl am Ehesten als kleine Dreingabe aus den Super Mario Advance-Spielen kennen dürften. Das Original erschien im Jahre 1983 und damit sogar noch vor dem ersten Teil von „Super Mario Bros.“. Ihr könnt den Titel wahlweise allein oder mit einem Freund spielen. Das Spiel ist in viele kleine Level aufgeteilt, dessen Schwierigkeitsgrad stetig steigt. Dabei ist das generelle Layout immer identisch und Variationen gibt es nur durch das Gegneraufkommen und die Beschaffenheit der Plattformen. Während ihr anfangs nur gegen normale Koopas spielt, habt ihr später Krabben, Kampffliegen und anderes Gesocks zum Gegner. Zumal werden die Plattformen auf denen ihr euch bewegen müsst immer unergonomischer, sind vereist oder biegen sich unter eurer Last.

Eure Gegner besiegt ihr nicht etwa durch einen beherzten Sprung auf ihr Kopfteil, sondern in dem ihr sie von unten anspringt, wenn sie sich eine Ebene über euch befinden. Durch das Erbeben der Plattform auf dem die Gegner gerade stehen werden sie umgeworfen und ihr könnt sie nun durch eine Sprungattacke beseitigen. Hierbei ist jedoch Eile gefragt, ansonsten sind Koopa und Co. wieder auf den Beinen. Werden es euch zu viele Gegner, steht im Level ein Power-Block bereit, der alle Gegner des Levels auf einmal umwirft. Da dieser nur begrenzt verwendet werden kann, solltet ihr euch diesen Joker für besonders brenzlige Situationen aufheben.



Die Level an sich sind jeweils Bildschirmgroß und setzen am anderen Bildschirmrand wieder an. Läuft ein Gegner rechts aus dem Bild, taucht er kurz danach auf der linken Seite wieder auf. Das irritiert anfangs und frustet auf Dauer. Oft kann es sein, dass ihr in der Hitze des Gefechtes nicht registriert, dass ein Gegner gerade den Bildschirm verlässt. So passiert es schnell, dass ihr von dem Gegner überrascht werdet, wenn ihr auf der anderen Seite des Levels gerade einen anderen Gegner ausschalten wollt. Auch geben euch die Plattformen nicht genug Sprungfreiheit und ihr müsst darauf Acht geben, dass ihr nicht von beiden Seiten von Gegnern eingekesselt werden. Parallel zum Besiegen der Gegner gibt es Münzen einzusammeln, um so einen recht unwichtigen Highscore immer weiter zu erhöhen. Die Grafik des Spiels ist NES-Mittelmaß und wirkt nicht sehr hübsch, die Melodien nerven recht schnell. So passiert es, dass „Mario Bros.“ In seiner Gänze recht schnell anfängt zu nerven.


Fazit:
Mario Bros. kann man sich eigentlich schenken. Man spielt es einige Male, um zu sehen, wie weit man kommt. Danach wandelt es aber wohl ins digitale Nirvana des Wii U-Speichers und wird wohl kaum wieder gespielt werden. Das liegt zum einen am Gameplay und Gamedesign, die beide nicht wirklich auf Highscore-Jagden ausgelegt sind oder den Spieler überhaupt dazu motivieren. Vielmehr geht es einfach nur darum möglichst viele Level zu absolvieren, was auf Grund zu geringer Variationen schnell langweilig wird. Mario-Fans sollten ihr Geld lieber in eines der spaßigen Hüpfabenteuer investieren und die Finger von diesem Arcade-Experiment lassen.

Wertung:

4.0

Lars Peterke meint:

"Solider Arcade-Titel der viel zu schnell langweilig wird und zu wenig Varianz bietet."
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1 Kommentare:


Nakuri
vor 8 Jahren | 0
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