Test: Kid Icarus

Von Burkhart von Klitzing am 12. Juli 2013

Furchtbar, wenn niemand einen kennt. Jeder läuft nur an einem vorbei, man ist für sie heiße Luft. Das ist schon schlimm genug für uns Ottonormal-Bürger, doch richtig frustrierend ist es für ehemalige Promis, die sich immer noch an ihrem vergangenen Ruhm festklammern. Auch Pit, seines Zeichens Held der Kid Icarus-Reihe, drohte in Vergessenheit zu geraten, bis er durch seinen Auftritt bei Super Smash Bros. Brawl den Weg zurück ins Rampenlicht fand, und nach knapp 20 Jahren auf dem 3DS sogar wieder einen eigenen Titel spendiert bekam. Die Virtual Console bietet indes Gelegenheit, in die Anfänge von Pits Karriere einzutauchen.

Als geflügelter Junge ist es eure Aufgabe 13 Levels auf der Suche nach der bösen Medusa zu durchqueren und dabei allerlei Getier und Sagengestalten mit eurem Bogen zu erledigen und knifflige Hüpfpassagen zu bestehen. Die Levels sind dabei mit ihrer sorgfältigen Mixtur aus abwechslungsreichem Feindgetier und beweglichen Plattformen bereits gut genug ausgetüftelt um als spaßiges Jump’n Run durchzugehen, doch die besondere Würze kommt durch die vielen kleinen Geheimnisse und Upgrades.


Höhlen verbergen Shops oder Glücksspiele, Gegner hinterlassen Herzen, die als Erfahrung dienen. Gute Spieler werden mit stärkeren Pfeilen und anderen Verbesserungen belohnt. Außerdem retten beispielsweise Federn vor dem sofortigen Absturztod und Hämmer können für Verstärkung während der Bosskämpfe sorgen, so dass dieser an sich durchaus knifflige Titel je nach Gusto vereinfacht werden kann. Dank der Save States der WiiU-VC haben auch endlich die nervigen Passwörter ausgedient.

Einige Stages lösen sich von dem sonst mehr oder weniger geradlinigen Ablauf und bedienen sich stattdessen an dem Spielgefühl der Metroid-Reihe. In einer großen Burg gilt es den richtigen Weg zum Boss zu finden und unterwegs möglichst viele nützliche Items zu ergattern und Verstärkung zu organisieren, die in Statuen eingesperrt ist. So ist es euch überlassen, ob ihr so schnell wie möglich den Ausgang sucht, oder nach Möglichkeit jeden Raum erkundet, fleißig Herzen sammelt, und euch gebührend stärkt.

Fazit:
Kid Icarus gehört eindeutig zu den NES-Titeln, die in Würde gealtert sind. Es kombiniert geschickt verschiedenste Elemente zu einem herausfordernden Erlebnis, das einige Stunden anhält, und es bleibt bis heute praktisch einmalig. Zudem ist die Musik zu jeder Zeit passend und geht gut ins Ohr, und auch die Optik weiß zu gefallen. Zwar ist Pits Abenteuer optisch nicht beeindruckend, doch durchaus charmant. Einzig die Steuerung könnte stellenweise etwas griffiger ausfallen, aber Lebenspunkte und Federn, die den Tod nach einem Sturz verhindern, sowie Save States, beugen Frust weitestgehend vor.

Wertung:

8.0

Burkhart von Klitzing meint:

"Kommt der Sonne verflixt nahe, ohne dabei abzustürzen."
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1 Kommentare:


Nakuri
vor 8 Jahren | 0
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