Test: Galaga

Von Burkhart von Klitzing am 16. August 2013

Wenn die Virtual Console der Wii mit einem Genre mehr als reichlich gesegnet ist, dann sind es wohl zweifelsohne die Shoot'em Ups. Auf der WiiU gestaltet sich das bislang etwas anders. Irem ist pleite, ebenso Hudson. Die Vorzeige-Shooter-Plattformen Mega Drive und PC Engine fehlen bislang komplett. Zumindest Namco-Bandai springt in die Bresche und bringt nach Xevious nun auch Galaga auf das Nintendo-Tablet. Das Problem dabei ist nur: Sie bringen Xevious und Galaga auf das Nintendo-Tablet.

Galaga ist ein unbestrittener Klassiker und der Automat ist immer wieder eine Münze wert, doch sind die Ansprüche an einen €5-Download dann doch etwas höher. Man merkt dem Titel sein Alter bereits an der mehr als bescheidenen Technik an, und auch die Tatsache, dass man (ähnlich Space Invaders) nicht nach oben oder unten steuern kann, dürfte nicht jedem gefallen. Auch sonst ist Galaga nach heutigen Maßstäben ziemlich simpel ausgefallen. Drei Arten von Insekten strömen zu Beginn jeder Runde auf das obere Drittel des Screens ein und feuern fortan munter aus allen Rohren oder stürzen sich lebensmüde hinab. Unser Ziel ist klar: Wir sind der intergalaktische Kammerjäger.

 



Sehr viel mehr gibt es denn auch kaum noch zu sagen. Alle paar Level (ein Ende gibt es übrigens nicht, das Ziel ist ein Highscore) steht eine Bonusrunde an, in der einige unbewaffnete Feinde in bestimmten Formationen durch das Bild huschen, um alsbald wieder zu verschwinden. Ein wenig Taktik kommt durch den Traktorstrahl bestimmter Insekten ins Spiel. Sobald sie ihn benutzen, habt ihr die Wahl, ob ihr ihm ausweicht oder euch hineinbegebt und so ein Leben opfert. Euer Gleiter ist dabei nicht komplett verloren. Stattdessen könnt ihr mit dem nächsten Schiff den langfingrigen Widersacher zerstören, und so die beiden Raumschiffe zusammenführen. Das beschert einerseits die doppelte Schusskraft; aber auch die doppelte Angriffsfläche für die Insektenhorde.

Fazit:
Arcade-Portierungen auf dem NES altern verhältnismäßig schlecht. Das merkt man auch Galaga an. Es ist extrem simpel, abwechslungsarm und – gelinde gesagt – wenig hübsch anzuschauen. Zudem muss abermals die Frage erlaubt sein, warum wir mit einer NES-Fassung abgespeist werden, anstatt endlich (wie bereits auf der Wii) auch Arcade-Spiele zu liefern. Galaga ist nicht der symbolische Sturz ins Wespennest beim sommerlichen Kaffeeklatsch. Dazu ist das simple Grundgerüst auch heute noch zu robust. Doch angesichts der Fortschritte, die das Genre gemacht hat, dürfte die Käferjagd kaum noch neue Fans gewinnen können.

Wertung:

3.0

Burkhart von Klitzing meint:

"Altbackener Shooter-Opa."
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1 Kommentare:


Nakuri
vor 8 Jahren | 0
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