Test: The Wonderful 101

Von Andreas Held am 01. Januar 2017

Platinum Games ist derzeit Nintendos vielleicht wichtigster Partner. Nachdem das japanische Studio mit MadWorld und Infinite Space schon in der Vergangenheit exklusive Software für Nintendo-Konsolen ablieferte, erscheint mit The Wonderful 101 nun das erste exklusive 3rd-Party-Großprojekt seit ZombiU auf dem Wii-Nachfolger - auch wenn Nintendo hier die Entwicklung selbst finanziert hat. Die Erwartungen an den Titel sind hoch: Platinum Games verfolgt nicht unbedingt der Ruf, schlechte Spiele zu machen. Außerdem konnten wir das Spiel schon vor über einem Jahr bei einem Nintendo-Event anspielen, als es noch Project P-100 hieß; bereits damals machte es einen sehr fortgeschrittenen Eindruck. Produzent Hideki Kamiya ist trotzdem skeptisch, was die Verkaufszahlen angeht: Das Spielkonzept sei für die meisten Spieler zu unverständlich und es gebe nicht genug Werbung für den Titel. Nintendo machte nun im Rahmen einer Direct-Episode auf The Wonderful 101 aufmerksam und stellte interessierten Spielern zusätzlich eine Demo-Version zur Verfügung, sodass zumindest das Problem mit der mangelnden Werbung nicht mehr in vollem Umfang besteht. Das eigentliche Spiel wollen wir nun mit unserem Review unter die Lupe nehmen.

Heroes, Unite!
In The Wonderful 101 befehligt ihr einen Schwarm aus Figuren, der sich zusammensetzt aus bis zu 100 Superhelden, die ihr im Laufe des Spiels freischalten könnt, und einigen Zivilisten oder Soldaten, die ihr unterwegs aufgabelt. Angeführt wird das Geschwader von Wonder-Red, der im wahren Leben als Grundschullehrer in einer amerikanischen Großstadt arbeitet. Im Laufe der Handlung erhält er Unterstützung von sechs weiteren, farbcodierten Helden. Auch ein paar NPCs, die ihre eigenen Superkräfte mitbringen, schließen sich dem Team im Laufe des Spiels an. Gemeinsam kämpfen sie gegen Geathjerk, eine Gruppe von Aliens, die (wie sollte es auch anders sein) die Erde zerstören will.



Die Handlung nimmt sich selbst kaum ernst und ist eine Parodie auf alte Superhelden- und Actionserien der 80er und 90er Jahre. Vor allem die Power Rangers haben eindeutig als Inspiration für die Zusammenstellung der Heldentruppe gedient. Zu Beginn des Spiels punkten die Zwischensequenzen mit viel Humor, der aber im weiteren Spielverlauf immer mehr erdrückt wird von langatmigen Dialogen und Running Gags, die einfach nicht zünden. Hauptfigur Wonder-Red sagt zum Beispiel bei jedem Zusammentreffen mit einem anderen Charakter dessen vollständige Biographie auf. Der Witz an der Sache soll sein, dass sich das Superhirn diese Dinge alle merken kann - aber wirklich lustig ist das nicht. Auch sonst besteht die Heldenriege fast ausschließlich aus Witzfiguren mit völlig überzeichneten und nervigen Persönlichkeiten, sodass der Spieler keine Bindung zu den Charakteren herstellen kann. Das wird jedoch scheinbar von ihm erwartet, denn wie die 10 Finalteilnehmer einer DSDS-Staffel bringen auch die Akteure in The Wonderful 101 alle ihre eigene Leidensgeschichte mit, die in einer anrührenden Sequenz erzählt wird.

Die Grundidee dahinter, wie man diese Helden als Spieler nun steuert, ist recht simpel. Ihr kontrolliert zu jeder Zeit einen frei wählbaren Anführer, dem alle seine Begleiter auf Schritt und Tritt folgen. Die Helden können einen sogenannten Unite Morph ausführen und sich dann zu Waffen zusammenschließen, Brücken und Leitern bilden oder sonstige Formen annehmen, wenn ihr auf dem Touchscreen des GamePads ein entsprechendes Symbol malt. Alternativ dazu könnt ihr auch den rechten Analogstick zum Zeichnen nehmen, was beim Spielen mit dem Pro Controller ohnehin Pflicht ist. Außerdem können sich die Helden per Druck auf die Schultertasten zu einer Feder zusammenschließen und ausweichen oder einen Pudding bilden, der spezielle Attacken reflektieren kann. Darüber hinaus könnt ihr mit der X-Taste einzelne Soldaten eurer Truppe auf bestimmte Gegner ansetzen, die dann versuchen, diese zu erklimmen und anzugreifen - ganz ähnlich wie ein Pikmin. Wird ein Gegner von einer bestimmten Zahl eurer Gefolgsleute bedrängt, ist er für kurze Zeit außer Gefecht gesetzt, ihr könnt über einen Unite Morph eine große Waffe bilden und den geschwächten Gegner angreifen. Zumindest glauben wir das - denn zu verstehen, was in The Wonderful 101 auf dem Bildschirm passiert, ist nicht immer ganz einfach.



Wundervoll chaotisches Gameplay
The Wonderful 101 trägt durch und durch die Signatur von Platinum Games. Das heißt im Klartext, dass ihr meist gegen einzelne, große Gegner antreten müsst - phasenweise fühlt sich das Spiel an wie eine Aneinanderreihung von Bosskämpfen. Der Actiongehalt ist gewohnt hoch und vor allem mit der Inszenierung der Kämpfe gegen riesige Endgegner beweisen die Jungs unter Hideki Kamiya, dass sie echte Experten im Genre der Actionspiele sind. Auch der Soundtrack kann stellenweise stark zu dieser Spielerfahrung beitragen. Der Schwierigkeitsgrad ist ebenfalls wieder sehr happig, und bereits auf der normalen Stufe ist es extrem schwierig, seine Lebensenergie zu erhalten und Gegner effektiv zu besiegen. Außerdem sorgen nicht nur die zahlreichen Bosskämpfe, sondern auch immer wieder eingestreute Geschicklichkeitseinlagen und kleine Puzzles, die oft einen gewissen Minispielcharakter haben, für enorm viel Abwechslung.

Gleichzeitig kann der Action-Titel aber stellenweise auch sehr eintönig sein. Viele der Kämpfe wiederholen sich im Verlauf des Spiels nämlich immer wieder - jeden Gegnertypen, den euch das Spiel präsentiert, werdet ihr noch einige Male wiedersehen. Ein weiterer Aspekt, der sich nicht gerade positiv auf die Spieldynamik auswirkt, ist die Tatsache, dass eine Niederlage im Kampf keine direkten Konsequenzen hat. Nach einem angeblichen "Game Over" wird eure Lebensenergie auf Knopfdruck vollständig wiederhergestellt, ihr dürft an Ort und Stelle weiterspielen und die Gegner, gegen die ihr gerade gekämpft habt, werden nicht geheilt. Der erlittene Schaden wirkt sich lediglich negativ auf die Punktzahl aus, die ihr am Ende einer Mission erhaltet. Wer am Ende eines Levels eine gute Auszeichnung erhalten will, darf also keine oder nur wenige Treffer einstecken - aber das Wissen, dass man im Ernstfall seine Lebensenergie beliebig oft wieder auffüllen darf, nimmt viel Spannung aus dem Spiel und verführt auch dazu, sich einfach durch stumpfes Button-Mashing vorzuarbeiten, anstatt sich mit den Spielmechaniken auseinanderzusetzen.


Ecken und Kanten an allen Enden
Doch die oft redundanten Kämpfe und die Konsequenzlosigkeit des virtuellen Ablebens sind nur die Spitze des Kritik-Eisbergs. Eines der wohl größten Probleme von The Wunderful 101 ist das Konzept selbst und die Tatsache, dass auf dem Bildschirm ein oft unüberschaubares Gewusel stattfindet. Eigentlich solltet ihr euren Haupthelden immer im Auge behalten, denn er ist der Einzige, der bei einem Treffer Lebensenergie verliert und derjenige, der bei einer Jump'n'Run-Sequenz auf der nächsten Plattform landen muss. Vor allem die Kamera sorgt jedoch dafür, dass ihr oft die Übersicht verliert: Durch die starre isometrische Perspektive wird der Anführer oft von Gegnern oder Objekten verdeckt, und dann habt ihr ihn schon aus den Augen verloren. Ebenfalls sehr häufig kommt es vor, dass ein Gegner, der sich außerhalb des sichtbaren Bereichs befindet, ein Geschoss auf eure Truppe abfeuert. In solchen Situationen ist es schlichtweg nicht mehr möglich, noch zu reagieren und das Geschoss abzuwehren oder ihm auszuweichen. Manchmal hat man sogar das Gefühl, dass die Entwickler das Geschehen aus reiner Gehässigkeit aus einer möglichst ungünstigen Perspektive zeigen und auf diese Weise den Schwierigkeitsgrad künstlich erhöhen wollten.

Das eigentliche Problem hinter dem Konzept von The Wonderful 101 ist aber, dass die ganze Schwarmmechanik ein fast schon nutzloses Gimmick ist, das dem Gameplay keinen wirklichen Mehrwert verleiht. Ein einzelner Held, der auf Knopfdruck seine Gestalt verändern kann, hätte vieles dessen tun können was die 100 Helden können, und einige der Probleme, die das Spiel hat, hätten sich schlichtweg nie ergeben. Das Malen von Symbolen, auch wenn es jeweils nur ein paar Sekunden dauert, stört kontinuierlich den Spielfluss - vor allem weil die KI teilweise starke Probleme damit hat, eure Zeichnungen korrekt zu erkennen, wenn ihr euch auf unebenem Terrain befindet. Somit bleiben als einziger Pluspunkt des exzentrischen Spielkonzepts die teils putzigen Animationen, wenn eure Gefolgsleute auf riesige Roboter klettern oder zu Dutzenden durch die Luft geschleudert werden. Das ist nett anzusehen, hat auf die reine Spielbarkeit des Titels aber keine positiven Auswirkungen. Innovation in allen Ehren, aber vielleicht hätte die Idee eines Action-Titels, in dem man 100 Figuren gleichzeitig steuern soll, schon in der Konzeptionierung deutlich stärker hinterfragt werden müssen.



Platinum Games' größtes Projekt
Bei aller Kritik muss man jedoch anerkennen, dass das Team um Hideki Kamiya enorm viel Herzblut in sein Projekt gesteckt hat. Bester Zeuge davon ist der gigantische Umfang: Für ein reines Durchspielen von Anfang bis Ende werdet ihr deutlich über 20 Stunden benötigen, was für einen Action-Titel dieser Art verdammt viel ist. Darüber hinaus ist das Spiel vollgepackt mit einigen hundert versteckten Items - Actionfiguren, Biographien oder auch Herzteile sind nur ein paar der Gegenstände, die ihr in den Gebieten finden könnt. Außerdem lockt das Spiel damit, die Levels auf insgesamt fünf Schwierigkeitsgraden mehrmals zu beenden und dabei Auszeichnungen in Gold und Platin zu sammeln. Als kleines Extra gibt es noch den "Wonderful Missions"-Modus, in dem ihr in abgespeckten Missionen gegen ein paar Gegner und schließlich einen Endboss antretet. Hier könnt ihr auch zu fünft spielen und kooperativ arbeiten.

Handwerklich ist The Wonderful 101 ebenfalls sehr solide. Der bunte Grafikstil weiß zu gefallen, und die Spielwelt wurde mit vielen liebevollen Details vollgestopft. Auch das Design der Helden ist erwähnenswert: Neben den Haupthelden werdet ihr auch so skurrile Gestalten wie Wonder-Nurse, Wonder-Telephone, den kugelrunden Münchner Wonder-Beer oder gar Wonder-Toilet, der eine Kloschüssel auf dem Kopf trägt und Klopapierrollen als Ohrenschoner verwendet, im Spiel antreffen. Bei so vielen Details ist klar, dass das Spiel nicht immer flüssig laufen kann, aber die Slowdons kommen so selten vor, dass man hier nichts kritisieren muss.

Etwas verwirrt schienen die Jungs von Platinum Games dagegen bei der Nutzung des Gamepads gewesen zu sein. Ihr stoßt immer wieder auf Sequenzen, in denen das Spielgeschehen auf das GamePad wechselt, während ihr den Fernseher trotzdem im Auge behalten müsst. Für den Abschuss des sprichwörtlichen Vogels sorgt hier eine Sequenz, in der ihr auf dem GamePad gegen einen Gegner kämpft und gleichzeitig auf pfeilförmige Bodenplatten treten müsst, um ein Raumschiff zu steuern, das sich auf dem Fernsehbildschirm befindet und dort unter Beschuss steht. Vor allem beim Spielen mit dem Pro Controller mutet diese Sequenz sehr seltsam an. Im Off-TV-Modus wird der Fernsehbildschirm in der unteren rechten Ecke des GamePads eingeblendet, damit derartige Sequenzen zumindest spielbar bleiben.



FAZIT:
Hideki Kamiya hat viel Arbeit und viel Herzblut in diesen Titel gesteckt, und wir sind uns sicher, dass The Wonderful 101 viele Fans finden wird. Vor allem Anhänger von Platinum Games, die schon Bayonetta und Metal Gear Rising mit viel Begeisterung gespielt haben, werden auch hier wieder auf ihre Kosten kommen. Gleichzeitig werden jedoch die meisten Spieler nichts mit dem Titel anfangen können und mit dem unübersichtlichen Spielgeschehen und dem teilweise arg brutalen Schwierigkeitsgrad überfordert sein. Daher solltet ihr euch unbedingt die Demo aus dem eShop herunterladen, die Nintendo freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, und euch selbst ein Bild von der Software machen. Denn die Frage, ob ihr persönlich mit dem eigenartigen Konzept des Titels warm werdet, können wir euch hier nicht beantworten. Wir können lediglich unser eigenes persönliches Fazit ziehen, und das fällt leider etwas ernüchternd aus: Denn egal mit wie viel Fleiß Kamiya und seine Kollegen hier bei der Sache waren, am Ende zählt nur der Spielspaß, der uns geboten wird. Und auch wenn The Wonderful 101 objektiv betrachtet kein schlechtes Spiel ist, ist die Liste der spielerischen Mängel einfach zu lang, als dass wir dem Exklusivtitel eine wirkliche Top-Wertung geben könnten.

Wertung:

7.0

Andreas Held meint:

"Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint" - und Platinum Games meint es extrem gut mit Nintendo-Fans. Das gilt sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne."
Spielerlebnis: Durchschnittlich
Umfang: Sehr gut
Technik: Sehr gut
Hinweis: die Kommentarsektion ist aktuell geschlossen.

45 Kommentare:


Vyse
vor 8 Jahren | 0
Test zu The Wonderful 101 (ich hab immer noch keine Ahnung was hier sonst hin soll)

Vader
vor 8 Jahren | 0
Also ich habe die Demo ausprobiert und bin mir nicht so wirklich sicher ob das was für mich ist..... irgendwie war es lustig, aber es hat auch gelangweilt...... Ich liebe Bayonetta und Metal Gear Rising, aber damit kann man das in keiner weise vergleichen bzw. Fans dieser spiele damit in Verbindung bringen.
Also in der Demo komme ich nicht auf meine Kosten^^
Für mich jedenfalls kein Launch-Titel.

Samus_Aran
vor 8 Jahren | 0
Auch mir haben die verschiedenen Demos, die ich auf diversen Events und kürzlich aus dem eShop heraus gespielt habe nicht sehr zugesagt. Das Spiel ist handwerklich zwar echt top, aber für eine höhere Wertung gibt es meiner Meinung nach zu viele Spielmomente in denen das Gameplay auf Grund des ganzen Gewusels, der Hektik und dem etwas anstrengendem Figurengemale mit dem rechten Stick / Gamepad irgendwie "entgleist".

Belphegor
vor 8 Jahren | 0
Puhhhhh das liest sich in der Tat sehr ernüchternd. Das es die große Masse nicht ansprechen wird, wurde ja nach der Demo schon klar. Aber das es auch noch technische Mängel aufweist und das Konzept leider nicht aufgeht hätte ich so nicht erwartet. Und gerade die Spielbarkeit eines Titels ist enorm wichtig, damit dieser nicht gefrustet sofort in die Ecke fliegt und durch Mundpropaganda dann auch noch schlecht gemacht wird. Und das könnte hier passieren.

Mir scheint das dies ein Titel für ein sehr spezielles Publikum sein sollte, dann aber durch die Ereignisse in diesem Jahr mit der U zu einem Blockbuster-Titel künstlich gepusht wurde. Ich denke in Japan wird es sich ordentlich verkaufen, da dort ja viele viele Gamer auf solch eine Art der Spiele stehen!

MZItalo
vor 8 Jahren | 0
Also Leute, dass es kein Mainstream ist war doch jedem klar?!!!?? Unter diesem problem litt auch madworld und bayonetta! Ich finde dieses Game is sehr gut und endlich wieder ein Spiel, dass der Masse entflieht!

treib0r
vor 8 Jahren | 0
Ich kann die Kritik nicht ganz nachvollziehen, was sich am Freitag evtl ändern könnte.
Allerdings sollte einem doch klar, dass das Spiel kein Pikmin und kein Spaziergang sein sollte. Es gibt so wenig schwierige Spiele, weil viele Konsumenten keine Muse mehr haben, sich intensiv mit einem Spiel auseinanderzusetzen. Demnach ist das mit dem Respawnen doch super für diejenigen, die sonst an manchen Stellen verzweifeln würden. Der ambitionierte Spieler spielt der Punkte Willen.
Die Kritik an sich wiederholenden Gegnern ist auch ein Witz. In welchem Spiel ist das nicht so? God of War, Resident Evil, Devil may cry, etc. etc.

Außerdem kreide ich dem Tester an, dass er nur marginal auf die Spielmechanik eingeht (weil nicht beherrscht?). Es werden keine Combos erwähnt, welche Strategien für welchen Gegner optimal sind usw. Natürlich endet es dann im Buttonsmashing. Das kann man aber auch allen Prüglern vorwerfen.
Warum wird der Sinn der 100er Grüppchen nicht erläutert? Je mehr jetzigen man hat, umso stärker wird der Unite Morph. Stattdessen wird kritisiert, dass man nicht alle genau steuern kann, was imo völlig Latte ist. Was ist mit dem Inventar und den Items, die man finden kann? Nichts?
Insgesamt ist der Test sehr intransparent und stark subjektiv geprägt.

JoWe
vor 8 Jahren | 0
Danke für den Test! Schließe mich treib0r an ... allerdings muss man sagen, dass Tests ja immer stark subjektiv eingefärbt sind. Und objektive Kritikpunkte wurden ja genannt.
"Denn die Frage, ob ihr persönlich mit dem eigenartigen Konzept des Titels warm werdet, können wir euch hier nicht beantworten. Wir können lediglich unser eigenes persönliches Fazit ziehen" sagt doch alles.
Ich freu mich jedenfalls auf ein Anspielen der Demo ... und dazu ruft der Test ja auf.

KaeYoss
vor 8 Jahren | 0
Der Test scheint mir alles andere als gelungen. Eintönigkeit wegen sich wiederholenden Gegnern vorzuwerfen ist schon sehr seltsam. Wie viele Spiele kennt ihr, die keinen Gegner je recyclen?

Dazu kommt noch, dass einmal der Schwierigkeitsgrad angemeckert wird, sich dann aber beschwert wird, dass es einem zu einfach gemacht wird, weil man nicht richtig kaputt gehen kann. Erstens glaube ich, dass diese Mechanik nur in den ersten 3 Schwierigkeitsgraden vorhanden ist, d.h. auf Schwer wird man schon herausgefordert. Und zweitens, und viel, viel wichtiger: Der Test spricht schon an, welchen Nachteil man dabei bekommt: Die Wertung fällt. Die Langzeitmotivation von solchen spielen (Bayonetta war da ähnlich) kommt nicht vom einmaligen Durchspielen um dann das Spiel zu Gamestop zu bringen, sondern darum, die besten Wertungen zu bekommen! Platinum in jeder Mission (und wenn man es wirklich wissen will: Pure Platinum).

In der Demo sind mir die Unite Morphs nicht wie ein Gimmick vorgekommen. Ich finde, dass es eine gute Verwendung des Gamepads ist. Genausowenig muss die Prämisse, dass es 100 Helden sind, nicht wirklich hinterfragt werden. Klar, man hätte viel auch mit einem einzigen Helden machen können, aber seit wann muss eine Idee wie diese immer mit 100% Innovation und neuartigem, einzigartigen und auf andere weise unmöglich umzusetzendem Gameplay verbunden sein.

Auch das Fazit ist unnötig bösartig. "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint"??? Das würde ich bei einem schlechten Spiel, das jegliche Ansätze vollends verhaut und nur eine 5er Wertung oder schlechter verdient/bekommt verstehen können und nicht für ein Spiel, dass nach eigener Aussage objektiv nicht schlecht ist.

Ich werde mich, anders als andere hier, nicht anmaßen, eine eigene Wertung hier zu vergeben, bevor ich das Spiel nicht selbst gespielt habe. Ich habe nur ein Kommentar parat: Natürlich ist es kein Launch-Titel, Vader, dafür hätte es November letzten Jahres kommen müssen.

Ich jedenfalls fühlte mich stark an Bayonetta erinnert, und das im positiven Sinne.

NintendoFan1103
vor 8 Jahren | 0
Ich bin auch treib0rs Meinung. Allein der letzte Satz sagt ja, dass das Spiel eigentlich gut ist, dem Tester aber nicht gefällt und er das in den Test mit einfließen lässt. Ich würde mir wünschen, dass hier mehr als ein Tester ein Fazit schreibt. Denn momentan ist das keine gute Meinungsbildung...

Tim
vor 8 Jahren | 0
Ein Tipp von mir: Der Test besteht aus mehr als nur dem Fazit, gerne also die ganze Argumentation lesen, bevor ein Urteil gefällt wird. Und vor allem richtig lesen und nicht irgendwelche Bösartigkeiten reininterpretieren, die gar nicht da sind.

In meinen Augen spiegelt die Wertung genau das wider, was auch der Text sagt. The Wonderful 101 ist kein schlechtes Spiel. Hier erstmal Punkt. Eine 7 ist eine gute Wertung. Ein Spiel, das mit einer 7 bewertet wird, kann Spaß machen, weist aber auch Fehler im Spieldesign auf. Über die einzelnen Fehler und Stärken könnten wir jetzt lange diskutieren, aber dafür ist das Forum da. Natürlich hat sich Andy über die gleichen Punkte Gedanken gemacht, als er den Test geschrieben hat, aber solche Hintergrundgedanken gehören weder in einen Test, der irgendwie lesbar bleiben soll, noch in die Kommentare - sondern ins Forum. Also husch, hin da ;)

http://wiiux.de/forum/3-spiele/12339-the-wonderful-101?start=100#34625

xangor
vor 8 Jahren | 0
Schade....schade...der Test bestätigt meinen Eindruck der Demo. Kein Spiel für mich leider. Die Steuerung fand ich wirklich unterirdisch..

Vyse
vor 8 Jahren | 0
Genau wie Tim verweise ich mal auf das Forum. Es ist etwas mühselig, zu diskutieren und auf einzelne Punkte einzugehen, wenn man nicht vernünftig mit Zitaten arbeiten kann. Für eine Diskussion ist das hier ohnehin der falsche Ort, denn die Userwertungen sind eigentlich dazu da seine eigene Meinung zum Spiel unter das Review zu schreiben, nachdem man das fertige Spiel gespielt hat ;)

DADAnet
vor 8 Jahren | 0
Ich habe die Demo gezockt.....und ich fands furchtbar mies. Die Steuerung ist unterirdisch! Egal ob ich das Zeichnen auf dem Touchscreen macht oder mit dem Analogstick....das funktioniert im Getümmel einfach nicht richtig!
Und die Übersicht ist gleich 0!

Ích find sogar diese Bewertung deutlich zu hoch!
Ich hab die Demo echt ein paar mal versucht...dachte das ich da vielleicht doch Spaß dran finden kann. Aber keine Chance... :-(

Matthew1990
vor 8 Jahren | 0
Ich denke, ich werde mir das Spiel dennoch holen und mir mein Bild selbst machen, da ich eh nicht der Freund von irgendwelchen Tests bin.
Alleine die Steuerung würde mich interessieren und selbst wenn sie etwas komplexer und hektischer ist, finde ich es interessanter, mich dort rein zu arbeiten.
Vor allem spricht mich der lokale Multiplayer an. Wie weit stimmt denn die Aussage in der Spieleinfo, dass "TW101" auch Wii-Remote und Nunchuk unterstützt? Ich habe schon oft gehört, dass man wohl vier Pro-Controller braucht, was ich schade finden würde.

Trurl
vor 8 Jahren | 0
@Tim schrieb: "Ein Spiel, das mit einer 7 bewertet wird, kann Spaß machen, weist aber auch Fehler im Spieldesign auf"

Man kann nicht von "Fehlern" sprechen. Es funktioniert ja alles, egal ob nun die Steuerung per Controller oder das Zeichnen der Attacken auf dem Touchscreen klappt perfekt, wenn man es richtig macht.

Das manche damit Probleme haben ist ja kein "Fehler", sondern einfach dem Umstand geschuldet das sie mit der Steuerung nicht zurechtkommen. Die Spieledesigner wollten die Steuerung offensichtlich so anspruchsvoll haben wie sie ist und das vermeintliche Chaos auf dem Bildschirm. Das mag man nun gut finden oder nicht. Diesem Tester gefiel das halt nicht.


Der R
vor 8 Jahren | 0
also langsam reichts doch. Man kann auch scheiße schön reden (soll jetzt keine Wertung zum Spiel sein). Ich finde durchaus dass wenig abwechslungsreiche Gegner ein Kritikpunkt sind. Das sind sie auch in anderen Spielen. Und es geht hier sicher nicht darum dass zwei mal der gleiche Gegner vorkommt, sondern sich das Konzept zu sehr wiederholt. Diese Schwäche weisen auch andere Spiele auf, bedeutet aber nicht dass es dadurch in Ordnung ist.
Ich halte die Wertung von 7 für angemessen. Und was die Spielmechanik betrifft: Wenn das Spiel umständlich zu bedienen ist, ist das sehr wohl ein Kritikpunkt, selbst wenn die Umsetzung präzise ist. Also mal den Ball flach halten und nicht auf dem Redakteur rumhacken, nur weil man anderer Meinung ist. Im Großen und Ganzen ist der Test objektiv genug geschrieben und spiegelt auch Kritiken vieler anderer Tests wieder.

Samus_Aran
vor 8 Jahren | 0
Ich finde schon man kann es als "Fehler" bezeichnen, wenn beim Gamedesign nicht berücksichtigt wurde, dass (besonders in der Hitze des Gefechtes) das Zeichnen der Formen für Faust, Schwert, etc. einfach viel zu lange dauert.

Trurl
vor 8 Jahren | 0
Samus_Aran schrieb: "Ich finde schon man kann es als "Fehler" bezeichnen, wenn beim Gamedesign nicht berücksichtigt wurde, dass (besonders in der Hitze des Gefechtes) das Zeichnen der Formen für Faust, Schwert, etc. einfach viel zu lange dauert."

Glaubst du nicht das den Spieldesignern in den Monaten (Jahren?) der Erstellung von W101 nicht auch auffällt was diesem Tester nach ein paar Minuten oder Stunden aufgefallen ist?

Das es in manchen Situationen zeitlich nicht sinnvoll ist eine Form zu zeichnen ist so gewollt. Das man trotz Hektik als Spieler ruhig bleiben muss auch. Man muss halt erkennen wann bestimmten Attacken sinnvoll sind und wann nicht.

Wenn man findet das in einem Film eine Kuss-, Action- oder Abschiedszene zu lang, ist sie deshalb auch nicht falsch oder "zu lang" sondern genauso wie der Regisseur es wollte. Wenn man das aber vorher weiß wird man sich vielleicht einen Film mit ellenlangen Kusszenen sparen. Genauso wird ein Spieler der es lieber gemächlich hat sicher kein "hektisches" Spiel wie W101 goutieren können.

Daher ist es ja auch okay wenn z.B. dieser Tester sich über die Hektik aufregt. Das Review hier ist ja soweit recht gut geschrieben, wobei natürlich der Satz "Das eigentliche Problem hinter dem Konzept von The Wonderful 101 ist aber, dass die ganze Schwarmmechanik ein fast schon nutzloses Gimmick ist, das dem Gameplay keinen wirklichen Mehrwert verleiht." eher naiv und nicht zu Ende gedacht ist.

Die Wertungen für W101 reichen von Schrott bis Spitzenspiel daher wird es auch wenig bringen auf eine Durchschnittswertung der ganzen Tests zu schauen ... die ist nämlich bei solch breiter Wertungsskala offensichtlich sinnlos. Also einfach selber testen, die Demo ist im eShop erhältlich.

Torben
vor 8 Jahren | 0
Ihr dürft auf eine Bewertung wie diese nicht zu viel Wert legen, weil man nicht immer weiß, auf was der Tester gerade Wert legt. Ich bin z. B. auch auf den Test der N-Zone gespannt. Aber auch hier gilt: nur meine Meinung zählt für mich und was soll ich sagen. Ich finde das Spiel klasse. Aber vor allem in dem Punkt, dass es das was es verspricht auch hält. Es ist ein "anderes" Spiel, schnell und vieles Gewusel, unterhält, schöner Humor UND es bindet das Gamepad ein wie kaum ein anderes Spiel. Weiß nicht ob das mal einer erwähnt hat. Das Schöne war: am nächsten Tag wollte ich die Demo unbedingt nochmal spielen. Es wird nicht jedem liegen, kann aber nur empfehlen, dass man sich von der Grafik nicht abschrecken lassen sollte und einfach mal versuchen sollte, ob es ihm gefällt.

Wario
vor 8 Jahren | 0
Also so schlecht fande ich die Demo nun nicht auch wenn es nicht ganz mein Gene ist hat es doch etwas spass gemacht.. Aber der Test kommt dem Eindruck von mir recht nahe von daher tendiere ich zur ne 7/10..

Blacksierra
vor 8 Jahren | 0
die Wertung entspricht auch so meinen Erwartungen - nach kurzem (!!) anspielen der Demo ...
btw... will ja niemandem sagen was er zu tun oder zu lassen hat aber sollte man eine User-Gesamtwertung nicht eher dann abgeben, wenn man das Spiel gespielt hat und nicht nur basierend auf der Demo und Hörensagen?
Also ehrlich, ich suche keinen Streit, nur mal so ne Idee ... :-)

Torben
vor 8 Jahren | 0
Haben die Tester eigentlich ihre Bewertung anhand der Demo gemacht oder haben sie bereits das komplette Spiel? Letzendlich kommt es doch auch auf jeden selbst an. Ich müsste zugeben, dass ich Bewertungen bzw. Reviews zu subjektiv schreiben würde. Da bin ich ganz ehrlich. Aber mein Vorabeindruck des Spieles ist 8 von 10 :))

treib0r
vor 8 Jahren | 0
Mich interessiert diese Bewertung hier nicht, genauso wie alle anderen. Mir geht es primär um die Qualität des Tests. Ich möchte die Freizeitredakteure hier gewiss nicht mit denen von z.B. 4Players vergleichen (und das soll nicht abwertend gemeint sein), dennoch möchte dieses Zitat aus dem dortigen Review mit euch teilen:

"Zumal mit zunehmender Spieldauer und vor allem bei den coolen mehrstufigen Bosskämpfen die Fähigkeiten immer stärker kombiniert werden müssen. Das betrifft jedoch nicht nur die Interaktion mit der Umgebung, die auch zahlreiche Geheimnisse, versteckte Helden sowie mitunter nur knifflig und mit viel Geschick erreichbare zusätzliche Zivilisten für die Truppe bereithält. Auch in den Kämpfen gegen die von Anfang bis Ende stets mit neuen, meist noch größeren Feinden gleichermaßen überraschende wie fordernde Gegner-Armada sollte man häufig die gut reagierende Gestenerkennung nutzen, um auf die Anfälligkeiten der Feinde reagieren zu können. Nur Pink kann z.B. mit der Peitsche stachelige Panzerungen von den Robotern abschälen, während Gelbs Hammer gegen die Schildkröten-Panzer am effektivsten ist.
Natürlich werden die 100 Helden im Laufe der Zeit nicht nur mit neuen Kontrahenten Bekanntschaft machen, sondern sehen sich auch immer haarsträubenderen Truppen-Kombinationen gegenüber. "

HIER wird etwas vom Gameplay dargestellt, erläutert und die Auswirkungen auf das Spielgeschehen erörtert. Das ist eine Beschreibung, mit der sich der Unwissende ein genaueres Bild machen kann. Sind ihm die Spiele mit komplexen Kombinationen ein Graus, kann er sich aufgrund dieser Beschreibung getrost sagen "Ist MIR zu hektisch/stressig. Klingt zwar interessant, jedoch kann ich auch auf dieses Spiel verzichten." Der Test hier liest sich wie eine x-beliebige Rezension auf Amazon.

Ninjawarrior
vor 8 Jahren | 0
Finde euren Test sehr gut und aufschlussreich. Das Spiel werde ich mir so oder so holen da es endlich mal wieder ein japanischer Actiontitel ist, noch dazu von Platinum Games denen ich einen Erfolg bei Nintendo gönne. Da ihr eine 7,0 gegeben habt hat mich wiederum das Testergebnis bei Gameswelt.de sehr überrascht wo das Spiel eine 8,5 bekam. Aber hier sieht man wieder das es Geschmackssache ist, andererseits tuen solche Wertung der Konsole gut, denn selbst wenn es ein Nischentitel ist so lockt er doch vielleicht den ein oder anderen sich doch nochmal eine U zu kaufen.

Vyse
vor 8 Jahren | 0
@treib0r
Schön und gut, aber was dir dieser Test z.B. nicht verrät ist dass unmittelbar bevor du zum ersten Mal einen Roboter mit solch einer stacheligen Rüstung siehst eine Texteinblendung aufgeht die dir sagt "benutze Pinks Peitsche, um die Rüstung loszuwerden". Und dann kommen im Laufe des Spiels noch 30 weitere Zwischengegner die alle einen stacheligen Panzer haben und du weißt jedes Mal sofort "Ah, hier muss ich Pinks Peitsche benutzen".

Das hat für mich nichts mit Komplexität zu tun. Komplexität würde für mich bedeuten, dass es mehrere Strategien gibt, einen Gegner zu besiegen. Stattdessen ist aber jeder Gegner gegen genau einen Unite Morph anfällig, und welcher das ist, bekommst du eigentlich immer vom Spiel gesagt (entweder direkt per Texteinblendung oder per Wink mit dem Zaunpfahl). Dass ich das nicht erwähnt habe liegt schlichtweg daran, dass ich das okay so fand, weil ich von einem Action-Titel keine Komplexität erwarte, sowas gehört in rundenbasierte RPGs oder Strategiespiele. Ganz davon abgesehen gehören solche Informationen meiner Meinung nach auch nicht in ein Review, sondern in ein FAQ.

Alle anderen Punkte aus dem Zitat habe ich auch in meinem Review angesprochen.

fredisahlmann
vor 8 Jahren | 0
Ich habe die Demo gespielt und für mich ist das Spiel grottig.
Mag sein das Japaner das mögen...aber ich glaube das wird ein Megaverkaufsflop!

Hitman006XP
vor 8 Jahren | 0
Einen Satz finde ich ganz besonders toll xD
"Bei so vielen Details ist klar, dass das Spiel nicht immer flüssig laufen kann, aber die Slowdons kommen so selten vor, dass man hier nichts kritisieren muss."

Also Eckige Spielfiguren mit Klorollen an den Ohren gelten also als viele Details? Die Spielwelt sieht schön aus, das gebe ich zu aber die Figuren sind alles andere als Detailreich... wenn man jetzt danach geht, das ein Spiel durch viele Details zwangsläufig Slowdowns haben muss, dann wäre die Spieleindustrie am Ende und die PS4/Xbox One würde kein Mensch kaufen.

Man sollte es anders ausdrücken... bei jedem halbwegs grafikintensiven Spiel ist es klar, dass es auf der Wii U nicht immer flüssig läuft;)

Das ist einfach ne Tatsache und liegt an der schwachen Hardware der Wii U. Diese wird es der Konsole auch in Zukunft nicht leichter machen. Naja die Wii U ist also meine Nintendo 1st Party Konsole...
Aber schon traurig das es schon als so normal hingenommen wird mit der Leistung... Nintendo hätte das Gamepad mal besser lassen sollen... nut Pro Controller mit Analogen Schultertasten und mehr CPU/GPU-Power und mehr Ram...

Herrje ich drifte ab^^ Die Demo sieht gut aus, ist aber spielerisch ein Graus. Hab's auch mit Pro Controller und mit Gamepad probiert... man kommt klar... aber Spaß ist das nicht.

Ich glaube langsam echt, dass das nächste Spiel für mich erst Mario Kart 8 sein wird.


Sinned
vor 8 Jahren | 0
Also auch ich finde diesen Test etwas misslungen.
Die eigene Meinung ist ja schön und gut, aber Gameplaytechnisch wird überhaupt nicht ins Detail gegangen, was eigentlich nicht sein kann.

Was ich rauslesen konnte, dass das Gameplay hektisch und stellenweise unübersichtlich ist. Das war wohl schon jedem klar, der jemals was von PG gezockt hat. Das ist ihr Markenzeichen.
Daran muss man sich gewöhnen. In der Demo hatte ich da 0 Probleme damit. Aber naja jedem das seine.

Viel fataler fand ich aber, dass das Kombosystem überhaupt nicht richtig erwähnt worden ist. Bei PG-Games ist es so, dass es in der Lernkurve oft einen Punkt gibt an dem es nciht mehr weiter geht bis man sich wirklich mal hinsetzt und sich mit jeder einzelnen Gameplaymechanik auseinandersetzt. Danach geht die lernkurve steil nach oben was ungeheuer befriedigend ist. Da ich keine Anzeichen darauf gefunden habe und überhaupt nicht auf die Feinheiten des Gameplays eingegangen sind, muss ich eigentlich davon ausgehen, dass der Tester diesen Punkt nicht erreicht hat und die selbst beschriebene Button Mashing Strategie angewendet hat.

Die Gesamtwertung an sich ist denke ich oke und liegt ziemlich in meinem Erwartungsbereich, aber die Ausführungen sollten echt mehr Liebe zum Detail haben, denn der ganze Test fühlt sich doch eher oberflächlich an.

Vyse
vor 8 Jahren | 0
@Sinned
Was denn für ein Combosystem? Es gibt einen Zähler, der immer weiter hochzählt, wenn man nach einem Treffer in einer bestimmten Zeit einen weiteren Treffer landet. Das ist doch eigentlich kein Combosystem, wie es z.B. Skullgirls bietet, sondern heißt bloß so.

Desweiteren hab ich durchaus häufig nach einer Mission eine Auszeichnung in Gold oder (Pure) Platinum erhalten, auch beim ersten Durchspielen schon. Zumindest wenn ich nach dem Feedback gehe, das mir das Spiel gegeben hat, scheine ich also durchaus in den meisten Fällen mit den Spielmechaniken zurecht gekommen zu sein.

JoWe
vor 8 Jahren | 0
@ Hitman006XP:
"Nintendo hätte das Gamepad mal besser lassen sollen... nut Pro Controller mit Analogen Schultertasten und mehr CPU/GPU-Power und mehr Ram..."
*lovl* ... und sich danach bitte in Sony umbenennen. Danach kauf ich mir nen Ferrari und ärgere mich darüber, dass ich nicht sanft über den frisch gepflügten Acker fahren kann! Ich glaube, Hitman006XP, wenn Du Dir die WiiU gekauft hast, war das ein klassischer Fehlkauf.

@Topic: Habe gestern das erste mal die Demo auf Normal durchgespielt und war doch positiv überrascht vom Gameplay (und der Gestenerkennung). Insgesamt ist es ein sehr schnelles, hektisches Spiel ... entweder bin ich zu alt, oder die Gegnerdetaileinblendungen sind wirklich sehr schnell wieder ausgeblendet. Ich habe die Strategien da nicht auf rausfinden können ... sondern durch ausprobieren. Man bekommt die Gegner anonsten aber auch anders kaputt ;-P.
Insgesamt hat mich der Mix aus Puzzle, Action, Witz und dem Artstyle ziemlich überzeugt. Ich persönich würde der Demo ne 8,5 geben ...

KaeYoss
vor 8 Jahren | 0
Hitman, könntest du ein offensichtlicherer Troll sein? Höchstens mit einem Namen wie "Troll McTrollington" und einem Hinweis in Großbuchstaben ICH TROLLE ICH TROLLE ICH TROLLE.


Jedenfalls ist die Mehrheit der Tests deutlich positiver ausgefallen als dieser hier. Metacritic verzeichnet 79/100.

Für mich ist das hier eine Aberration, die ich getrost ignorieren kann.

inter73
vor 8 Jahren | 0
Ein Test kann ruhig mal negativer ausfallen als andere; ich finde es gut dass wiiux - trotz dass es eine "Nintendo-Fanseite" ist - kritisch an die Tests herangeht.

Was mir aber nicht gefällt - und hier bin ich ganz der Meinung von KaeYoss - ist das abschliessende Fazit "Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint". Völlig unpassend und nicht angebracht. Hier hat der Tester wohl gemeint eine markige Redewendung einfügen zu müssen - Schade.

KenSugisaki
vor 8 Jahren | 0
Also ich kann eine solche Bewertung gut verstehen. Würde man nicht nur diese Review lesen, sondern auch mal ins Forum schauen, dann würden sich hier viele Kritikpunkte klären oder Wünsche erfüllen. ;)
Hier ist ein Test für viele Personen, die entweder nicht die Lust oder die Zeit haben sich bis ins letzte Detail über ein Spiel zu informieren. Somit sollte alles Wichtige genannt werden. Wenn man nicht genötigt ist Kombos einzusetzen, ist es ein kleines Gimmick und nicht der Rede wert. :)

@Torben: Es wurde das ganze Spiel gespielt. Wir sind hier ja nicht bei 4Players (die Treib0r so lobt, aber nachweislich Spiele nur an dem Prolog oder einem kleinen Teil bewertet). ;)

Cap10
vor 8 Jahren | 0
Gerade weil das Spiel außergewöhnlich ist, ist es für mich ein Kaufkandidat. Mit Steuerung etc. kann ich mich einfuchsen, das ist kein Problem. Das Konzept und der damit verbundene Spielspaß ist entscheidend und da hat das Spiel glaube ich einiges zu bieten.

Habe gestern einen anderen Test gelesen, wo das Spiel trotz der ebenfalls erwähnten Schwächen weit besser wegkam. Nach meinen bisherigen Eindrücken schätze ich mal, dass das Spiel in etwa mindestens eine 8.0 verdient hat.

Aber ich werde mir in nicht allzu ferner Zukunft ein eigenes Bild machen.

KaeYoss
vor 8 Jahren | 0
Da es wohl doch zum guten Ton gehört, hier aufgrund der Demo zu bewerten, mach ich das jetzt einfach auch.

Die Demo hat mich voll überzeugt. Das Spiel ist das, was ich von einem Platinum Action Spiel erwarte: Außergewöhnlich, durchgeknallt, mit seinem eigenen Stil. Das Gamepad ist klasse eingebunden, dank Geheimnissen und Bewertungen, nicht zu vergessen den unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, wird man noch lange Spaß daran haben.

Genau das, was wir brauchen: Nicht noch ein Actionspiel, das genauso ist, wie all die anderen, dass man in 4 Stunden durchspielt und dann prompt vergisst.

blither
vor 8 Jahren | 0
Mir hat die Demo sehr gut gefallen, daher hab ich TW101 vorbestellt. Ich warte täglich auf die Versandmeldung.

Das Spiel ist ungewöhnlich, erinnert mich an eine Mischung aus Streets of Rage und Pikmin, und ist damit sicherlich nicht jedermanns Sache.

Die Wertung kommt mir arg wenig vor. Da müsste Platinum Games doch noch sehr viele Design-Fehler eingebaut haben. Sobald ich mir ein Bild über das gesamte Spiel gemacht habe, gebe ich eine eigene Wertung ab.

Edit: Vollversion gespielt und für klasse befunden :)

Konoe A. Mercury
vor 8 Jahren | 0
So, ich hab jetzt gestern mal die Vollversion angespielt und bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Der Demo eindruck hat sich bestätigt und das Gameplay ist wie von PG gewohnt durchdacht und man hat eigentlich zu jeder Zeit die komplette Controlle, daher kann ich die Kritik über die Steuerung nicht ganz nachvollziehen. Die Kampfformen sind nun wirklich nicht schwer zu zeichnen (ein Strich, einen Kreis, einen Winkel usw. sollte jawohl jeder mit dem Stick hinbekommen), einzig das Dreieck für den Flieger bracuht etwas Übung mit dem Stick, das kommt aber nur in ruhigen Momenten (zumindestens anfangs). Die Übersich ist meiner Meinung nach auch kein Problem wenn man so vorgeht wie es gedacht ist und nicht nur wild auf die Tasten hämmert (kleine Gegner werden mit dem flächendeckenden Schwert besiegt während man den großen Gegnern ausweicht und dann werden die großen Gegner mit Kontern und Unite Morph Combos besiegt). Man soll ja nicht dauerhaft alle Helden einzeln beobachten, dann geht die Übersicht natürlich verloren.

Die Wertung kann ich denoch verstehen, da das Spiel wiklich geschmackssache ist ähnlich wie Bayonetta, Madworld und MGR.

@ Samus:
"Ich finde schon man kann es als "Fehler" bezeichnen, wenn beim Gamedesign nicht berücksichtigt wurde, dass (besonders in der Hitze des Gefechtes) das Zeichnen der Formen für Faust, Schwert, etc. einfach viel zu lange dauert. "

Aber das Spiel pausiert doch wenn man die Figuren während des Kampfes zeichnet, außerdem braucht man nicht wirklich länger als 1-2 Sekunden (okay wenn das Spiel währenddessen weiterläuft wäre das wirklich ein Problem, tut es ja aber nicht) für eine Form.

Samus_Aran
vor 8 Jahren | 0
Also wenn ich via Stick zeichne pausiert da nix in der Demo.

Ich finde es übrigens lustig wie oft hier wieder die Vokabel "4Players" fällt. Journalistische Texte werden doch nicht besser nur weil einem jemand dafür ein bisschen Geld gibt. Von daher verstehe ich auch nicht diese geheuchelte Gutmütigkeit das Texte von "Freizeitredakteuren" ja nicht mit Texten eines 4Players-Redakteur verglichen werden müssen.

Wir geben uns Mühe und haben einen entsprechenden Anspruch. Von daher würde ich es eher begrüßen, wenn man unsere Texte mit denen der "Bezahlten Redakteure" vergleicht :)

Konoe A. Mercury
vor 8 Jahren | 0
Ich habe die Demo jetzt nicht nochmal gespielt, aber in der Vollversion pausiert das Spiel sobald man anfängt etwas zu zeichnen (der Bildschirm wird dann etwas dunkler) und ich glaube das war auch in der Demo so. Das ganze funktioniert allerdings nur solange man noch Batterien hat was natürlich selbstverständlich ist.

Bell4tor85
vor 8 Jahren | 0
Ich hab so wie viele hier nur die Demo gespielt aber ich muss sagen es ist für den Anfang ganz lustig. Mehr leider auch nicht. Also auf dauer ist es absolut nix für mich und für einen Preis zwischen 50-60 Euro ist es mir leider nicht wert. Ist aber sicherlich stark Geschmackssache

MZItalo
vor 8 Jahren | 0
Also ich finde das Spiel rundum gelungen! Es macht rießen Spaß und lädt zum mehrmaligen durchspielen ein!!

minyadulin
vor 8 Jahren | 0
Ich persönlich bin begeistert von dem Spiel. Wichtig ist dass man dem Spiel und der Steuerung zu Beginn eine längere Chance lässt. Dann erwartet einen ein wie ich finde gelungenes Spiel mit klasse Ideen und einem ordentlichen Schwierigkeitsgrad!

Trurl
vor 8 Jahren | 0
Zitat: "Das eigentliche Problem hinter dem Konzept von The Wonderful 101 ist aber, dass die ganze Schwarmmechanik ein fast schon nutzloses Gimmick ist, das dem Gameplay keinen wirklichen Mehrwert verleiht. "

Ehrlich gesagt, wer so etwas schreibt hat weder das Spiel noch dessen Mechanik auch nur annährend verstanden. Folgendes Video sollte sich der Reviewer mal zu Gemüte führen:

http://www.youtube.com/watch?v=RSAbLRnGiWg

Man mag nun darüber streiten, ob diese Mechanik im Spiel gut genug erklärt wird so das wirklich "jeder" unerfahrene Spieler sie versteht, aber spätestens nach der Hälfte des Spiels sollte den meisten Spielern aufgegangen sein wieviele Möglichkeiten die Spielmechaniken bieten.

nibez
vor 8 Jahren | 0
Also schön schwer ist es ja und Spaß macht es auch. Aber wie der Test schon sagt, an manchen Stellen ist das Spiel einfach nicht ganz fertig gedacht. Schöner Test!

Matthew1990
vor 8 Jahren | 0
"Viele der Kämpfe wiederholen sich im Verlauf des Spiels nämlich immer wieder - jeden Gegnertypen, den euch das Spiel präsentiert, werdet ihr noch einige Male wiedersehen."
Das ist aber nichts Weltbewegendes. Dies ist ein Faktor, der in weit aus bekannteren Titeln vorkommt: Skyrim, Diablo, World of Warcraft, etc.

"...und verführt auch dazu, sich einfach durch stumpfes Button-Mashing vorzuarbeiten, anstatt sich mit den Spielmechaniken auseinanderzusetzen."
Ist aber nicht der Sinn des Spiels. Ich kaufe mir ja auch kein Just Dance, nur um mich dann durch die Songs zu schütteln, sondern versuche ja schon eine Synchronisation mit dem Choreograph zu erspielen => same here.

"Ebenfalls sehr häufig kommt es vor, dass ein Gegner, der sich außerhalb des sichtbaren Bereichs befindet, ein Geschoss auf eure Truppe abfeuert."
Nicht nur das: Ich finde das sporadische Heranzoomen sehr störend. Außerdem ist die Kamerasteuerung in den GamePad-Passagen irgendwie ungünstig.

Ansonsten stimme ich dem Review überein: Ich persönlich finde, es sist ein sehr schöner Titel, doch durch diese unkoordinierte Spielweise bei diesem extrem hohem Schwierigkeitsgrad erfordert es viel Einspielzeit und Geduld. Zurzeit spiele ich es gerne, aber mehr als eine Mission bedarf es mich doch nicht zu spielen. XD