Test: The Mysterious Cities of Gold: Geheime Pfade

Von Michael Prammer am 06. Dezember 2013

Kickstarter-Kampagnen und Wii U - das scheint zu funktionieren. Immer mehr kleine Firmen nutzen mittlerweile diesen Weg, um ihre Spiele auf Nintendos Konsole in den eShop zu bringen. Auch Neko Entertainment ist diesen Weg gegangen und hat eine Animations-Sendung aus Japan in ein Videospiel verwandelt. Dabei wird die kleine Software-Schmiede zum Wiederholungstäter, denn sie sind schon mit Puddle im eShop in Erscheinung getreten. Wir haben uns The Mysterious Cities of Gold: Geheime Pfade etwas genauer angesehen und sagen euch im Test, ob sich der Ausflug ins antike China lohnt.

Drei Freunde müsst ihr sein
Die Geschichte orientiert sich an der Anime-Serie und führt drei junge Helden ins imperiale China, um eine sagenumwobene goldene Stadt zu finden. Dabei müssen Esteban, Tao und Zia dunkle Höhlen erforschen, sich vor bösartigen Piraten verstecken und geheimnisvolle Rätsel lösen. Die Geschichte wird im Spiel durch originale Szenen aus der Animations-Serie erzählt. Jedes Level, von denen es 30 im Spiel gibt, muss von mindestens einem der Helden durchquert werden. Das ist jedoch gar nicht so einfach, denn überall warten verschlossene Türen oder versperrte Wege. Als wäre das nicht genug, stellen sich den Protagonisten auch noch Piraten in den Weg, die nicht bezwungen werden können, sodass man sich an ihnen vorbeischleichen muss. Das Spiel setzt auf Kooperation: Man benötigt für jedes Level alle drei Helden, um ans Ziel zu kommen. Während Zia schlank durch enge Spalten schlüpfen kann, ist Esteban in der Lage, Sonnenstatuen zu beschwören, und Tao entschlüsselt alte Schriften. Jedes Level bietet zudem drei Herausforderungen, für die es einen Stempel gibt. Wer das Level in einer bestimmten Zeit schafft, sich an allen Gegnern unentdeckt vorbeischleicht und alle der über die Gebiete verteilten Schriftrollen einsammelt, hat alles erreicht. Als besondere Herausforderung gibt es 30 Bilder zu finden, in jedem der Level eines, die in der Gallerie bewundert werden können.


Einfache Steuerung – technisch altbacken
Das Prinzip ist eigentlich immer gleich. Man läuft mit Charakter A zu Schalter A, dadurch öffnet sich Weg B mit Schalter B und diesen betätigt man mit Charakter B. Und so kann Charakter C zu einem Schlüssel oder Schalter, der dann einen der anderen Charaktere weiter kommen lässt. Man schaltet immer wieder hin und her zwischen den Protagonisten und rätselt sich so durch die einzelnen Level. Dazu kommen Schleich-Passagen, in denen man nicht entdeckt werden darf, da das Spiel sonst vorbei ist. Das ist allerdings kein Problem, denn man startet kurz vor der Stelle, an der man erwischt worden ist. Der Schwierigkeitsgrad ist recht niedrig gehalten, man hat genug Zeit für die Rätsel und die Rücksetzpunkte für den Fall, dass man von einem Piraten erwischt wird, sind auch fair. Gesteuert werden die Helden entweder durch das Touchpad auf dem GamePad oder mit den Tasten. Beide Steuerungsarten sind recht einfach und nicht besonders kompliziert, da man dank der Hilfe-Funktion, die sich auch ausschalten lässt, durch das Spiel geführt wird.


Die Zwischensequenzen sind sehr schön gelungen, was man von der Spielgrafik selbst leider nicht behaupten kann. Der Sound ist zwar passend und die Musikuntermalung darf ebenfalls als gelungen bezeichnet werden, jedoch ist die Optik nicht mehr zeitgemäß. Die Charaktere leiden darunter am meisten, hier wäre deutlich mehr drin gewesen. Trotz der schwachen Grafik hatte man bei einigen schnellen Kamerafahrten das Gefühl, dass sich der ein oder andere Ruckler einschleicht. Das Spiel ist zudem sehr leicht. Lediglich die Herausforderungen und das Sammeln der Bilder können als etwas fordernd empfunden werden. Das GamePad wird nur teilweise sinnvoll genutzt. Zwar gibt es im Prinzip Off-TV-Play und die Touch-Steuerung ist auch gut, aber spielt man das Spiel auf dem Fernseher, läuft es eins zu eins auf dem Pad mit. Eine Kartenfunktion wäre die elegantere Lösung gewesen.

Fazit:
The Mysterious Cities of Gold: Geheime Pfade richtet sich eindeutig an die jüngeren Spieler. Es ist auch dank der Steuerung recht leicht und hat schöne Zwischensequenzen. Auch die jungen Charaktere dürften eher das junge Publikum ansprechen. Leider verschwendet das Spiel viel Potential, was man vor allem bei der Technik merkt. Schade, hier wäre vor allem grafisch mehr drin gewesen. Am Ende bleibt ein kinderfreundliches Rätselspiel, das eine Weile für Unterhaltung sorgt, aber von der technischen Qualität her auch vor 10 Jahren hätte erscheinen können.

Wertung:

6.0

Michael Prammer meint:

"Kinderfreundliches Rätsel-Spiel mit technischen Schwächen"
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3 Kommentare:


michi1894
vor 7 Jahren | 0
.

JoWe
vor 7 Jahren | 0
Schönes Review, danke! Das Setting und die Idee klingen ja recht interessant ...

Vader
vor 7 Jahren | 0
hmm... Also eher für die kinder.. Mal sehen, wollte es mir evtl. zulegen..