Test: Kirby & die wundersame Spiegelwelt

Von Michael Prammer am 10. April 2014

In der Welt der Videospiele gibt es die unterschiedlichsten Helden und im Fall von Kirby kann man sich sicherlich darüber streiten, ob der kleine, runde „Staubsauger“ niedlich oder einfach nur total kindisch ist. Fakt ist aber, dass die Abenteuer mit dem kleinen Vielfraß immer wieder für tolle Jump'n'Run-Momente gesorgt haben. Für den GameBoy Advance erschien Kirby und die wundersame Spiegelwelt und wir verraten euch in unserem VC-Review, ob der Klassiker nachwievor zu begeistern weiß.

Die Geschichte des GBA-Serienablegers spielt nicht im Traumland, sondern weit darüber, nämlich in einer Welt voller Spiegel. Eigentlich dienen diese Spiegel dazu, die Wünsche der Traumlandbewohner zu erfüllen, doch das Böse hält Einzug und sorgt für Chaos. Meta Knight will die Spiegelwelt retten, wird jedoch von seinem dunklen Abbild in einen der Spiegel gesperrt. Damit dieser nicht fliehen kann, zersplittert er den Spiegel in acht Teile und lässt diese von entsprechenden Endbossen bewachen, die bereits aus früheren Serienablegern bekannt sind. Zu allem Überfluss teilt der dunkle Meta Knight den zufällig auftauchenden Kirby in vier bunte Kerlchen. Die Aufgabe der Kirby-Bande ist es nun, den Spiegel wieder zusammenzusetzen, um Meta Knight bei seinem Kampf gegen das Böse zu unterstützen.

Unser runder Freund befindet sich zu Beginn seines Abenteuers in einem großen Raum wieder, den er im Laufe seiner Reise noch sehr oft besuchen wird. Hat man ein Spiegelteil besorgt, erscheint in diesem Raum ein neuer Spiegel und das Abenteuer geht weiter. Dabei ist es manchmal gar nicht so einfach, immer auf Anhieb den richtigen Weg zu finden. Oftmals besucht man aus Versehen die gleichen Stellen immer wieder, bis man merkt, dass man eigentlich falsch ist. Behilflich ist hierbei eine Übersichtskarte, die jedoch nur schematisch dargestellt wird. Mit etwas Geschick und dem Einsatz der eigenen grauen Zellen lässt sich das Abenteuer jedoch davon abgesehen recht einfach bestreiten. Überhaupt ist der Schwierigkeitsgrad alles andere als schwer. Das soll zwar keineswegs heißen, dass euch hier ein Spaziergang erwartet, jedoch gibt es deutlich forderndere Jump´n Run-Spiele als Kirby und die wundersame Spiegelwelt.

Spielerisch erwartet euch die gewohnte Kirby-Kost. Ihr saugt Gegner und Gegenstände ein, spuckt sie aus oder atmet Luft ein, um fliegen zu können. Dabei bietet das Einsaugen mancher Gegner große Vorteile. So könnt ihr die Fähigkeiten einiger eurer Widersacher annehmen und so beispielsweise zu einem dynamischen Kämpfer, einem Schwertritter oder einer Rakete werden. Aber auch die drei weiteren Kirbys erleichtern euch euer Abenteuer. Mit dem Handy könnt ihr euch die Gefährten zu Hilfe holen, jedoch nicht beliebig oft, sondern nur für eine begrenzte Anzahl. Außerdem könnt ihr per Knopfdruck die Levels jederzeit verlassen, solltet ihr euch einmal verlaufen haben. Darüber hinaus warten abseits der Hauptstory noch insgesamt drei Minispiele, die zur Highscore-Jagd einladen.

Technisch bietet Kirby und die wundersame Spiegelwelt eine quietschbunte Optik mit einigen tollen Effekten, die besonders bei Kirbys Fähigkeiten zum Tragen kommen. Das Leveldesign ist zwar durch unterschiedliche Szenarien wie Wald-, Feuer-, Eis- und Unterwasserlevel zu unterscheiden, wirkt jedoch insgesamt dennoch etwas monoton. Die musikalische Untermalung kommt serientypisch daher - kindgerecht und manchmal mit großem Ohrwurmcharakter. Die Steuerung ist einfach, aber dennoch sehr gut und vor allem schnell zu erlernen.

Fazit

Kirby und die wundersame Spiegelwelt ist ein ordentliches Jump'n'Run mit einer schönen Optik und dem Kirby-typischen Charme. Dafür ist das Spiel etwas verwinkelt und manchmal etwas unübersichtlich, zudem dürfte der etwas zu leicht geratene Schwierigkeitsgrad einige Veterane eher abschrecken. Dennoch eignet sich das Spiel sowohl für jung und alt und dürfte für einige unterhaltsame Stunden auf der Wii U sorgen. Leider wird auch in diesem Spiel der fehlende Mehrspielermodus zum Thema (wie bei jedem VC-GBA-Titel), immerhin bot das Original tolle Unterhaltung für bis zu vier Spieler.

Wertung:

7.0

Michael Prammer meint:

"Unterhaltsames, aber etwas zu einfach geratenes Jump'n'Run mit einem der knuddeligsten Helden der Videospielgeschichte."
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3 Kommentare:


Der R
vor 7 Jahren | 0
Hmm...ich verstehe die Kritik nicht. "Einfach" oder "schwer" sind für mich sehr subjektive Bewertungen. Kirby-Spiele sind mMn immer "einfach". Daher empfinde ich es für genau so unverständlich das hier zu bemängeln, so wie ich es unverständlich fand wie manche Donkey Kong mit "zu schwer" kritisiert haben. Vielleicht sollte man statt es in die Wertung einfließen zu lassen eine extra-wertung machen in der die Zielgruppe definiert wird, wie: Gelegenheitsspieler, Einsteiger, Fortgeschrittene ...whatever ^^.
Also...keine Kritik an deinem Fazit. Es sollte schon drin enthalten sein, wenn ein Spiel eher "leicht" oder "schwer" einzustufen ist. Aber das Wertungssystem sollte vlt daran angepasst werden...!?...

michi1894
vor 7 Jahren | 0
Ich gebe dir Recht, vielleicht ist das etwas falsch ausgedrückt. Ich beziehe dieses "zu leicht" in Bezug auf andere Genre-Vertreter. Selbst in der eigenen Serie (Kirbys Dreamland) gibt es schwerere Spiele. Zur Wertung: In unserem System gibt es bei VC-Titeln keine Zwischennoten. Das Spiel würde sonst wohl eher bei einer 7,5 oder 7,6 landen. Aber für eine 8 reicht es nicht.

Der R
vor 7 Jahren | 0
Ich halte eine 7er-Wertung noch für angemessen. Aber ist 7,5 oder 7,6 nicht näher an 8 als an 7? ^^....
:D