Test: The Legend of Zelda: The Minish Cap

Von Michael Prammer am 06. Juni 2014

Nintendo hat seit jeher einen Brauch: mindestens ein Spiel der The Legend of Zelda-Reihe erscheint für jedes Nintendo-System. So war es auch beim GameBoy Advance. Mit The Legend of Zelda: The Minish Cap gab es einen Ableger, der in enger Kooperation mit Capcom erschienen ist. Jetzt hat The Minish Cap den Sprung auf Nintendos aktuelle Heimkonsole geschafft. WiiUX wagte den Ausflug nach Hyrule und lernte nicht nur ein neues, faszinierendes Volk kennen, sondern verrät auch, warum ihr als Fans der Serie nicht um einen Download herumkommt.

Das große Fest
Prinzessin Zelda holt unseren kleinen Freund Link zu einem großen Fest ins Schloss Hyrule ab. Er ist der Enkel des ortsansässigen Schmiedes und soll dem König bei der Gelegenheit ein sagenumwobenes Schwert überbringen. Diese Klinge ist für den Sieger eines Schwertkampfturniers bestimmt: Ihm wird die Ehre zuteil, das Relikt als Zeichen seines Triumphs zu berühren.

 


Sieger des Turniers ist Vaati, ein Hexenmeister, der nichts gutes im Schilde führt. Er nutzt die Gelegenheit der Siegerehrung und möchte das Schwert aus einer Truhe ziehen. Diese Truhe soll angeblich das Force beinhalten, eine uralte Macht, die dem Träger alle Wünsche erfüllt. Als er bemerkt, das die Truhe nichts als Monster enthält, zerstört er das Schwert. Die Monster verteilen sich über das ganze Land, Vaati versteinert Zelda und unglücklicherweise kann nur das Schwert ihre wahre Gestalt zurück bringen. Er beschließt die Suche nach dem Force fortzusetzen und lässt die versteinerte Prinzessin und das zerbrochene Schwert zurück. Die Legende besagt, dass vier Elemente benötigt werden, um das Schwert wiederherzustellen. Behilflich ist laut der Legende hierbei ein Volk namens Minish, das nur von Kindern gesehen werden kann. Und so wird es zu Links Aufgabe, das Volk der Minish aufzusuchen, um die vier Elemente zu suchen und das Land Hyrule vor dem Untergang zu retten.

Ezelo und der Weg zu den Minish
Link muss also erst einmal das Volk der Minish treffen. Ausgerechnet eine grüne sprechende Mütze hilft ihm dabei: Ezelo. Dieser etwas vorlaute Geselle lässt den grünen Held über Portale auf die minimalistische Größe der Minish schrumpfen. Und damit wären wir schon bei einem der Hauptbestandteile des Abenteuers. Link muss nämlich immer wieder durch die Portale springen, um neue Wege zu erkunden oder Aufgaben zu bezwingen. Die neue Größe bringt natürlich auch Nachteile. Links Verkleinerung führt dazu, dass Käfer und Regentropfen auf einmal riesig erscheinen und euch das Leben ziemlich schwer machen. Mauselöcher oder kleine Spalten, die in Normalgröße nicht zu überwinden wären, werden allerdings zu passablen Passagen.



Ansonsten knüpft The Legend of Zelda - The Minish Cap an Altbewährtes an. Zu Beginn des Abenteuers hat man Schwert und Schild und bekommt erst nach und nach seine Ausrüstung. Bomben und Bogen sind wie immer dabei, neue Gegenstände wie zum Beispiel der Magische Krug kommen hinzu. Dieser magische Staubsauger sorgt für ganz neue Rätsel im Zelda-Universum. Auch die Maulwurfhandschuhe waren damals neu. Wie bei Handheld-Abenteuern von Nintendo üblich wurde auch bei Minish Cap das Zweitasten-Prinzip verwendet. Man kann sein Arsenal sowohl auf dem „A“- als auch auf dem „B“-Knopf anlegen und muss je nach Situation die Auswahl anpassen. Als zusätzliche Taste wurde die „R“-Schultertaste eingeführt, mit der Link rollen oder interagieren kann.



Neben den vier Elementen, die es in vier Dungeons zu suchen gilt, gibt es eine weitere Aufgabe für die Spieler. So verstecken sich in The Minish Cap sogenannte Glücksfragmente. Fügt man zwei von ihnen zusammen, geschieht etwas Gutes. Was genau, das solltet ihr schon selbst raus finden. Einziger Hinweis: Hin und wieder öffnen sich dadurch neue Wege, die vorher verschlossen waren. Leider sind wir jetzt schon beim vielleicht einzig wirklichen Kritikpunkt des Spiels. Im Vergleich zu anderen Ablegern der Serie ist das Spiel relativ schnell durchgespielt. Wer einfach nur durchrennt, kann das Ende nach bereits sieben Stunden sehen. Mit Nebenaufgaben erhöht sich die Spieldauer doch etwas.

Grandiose Technik, tolle Spielmechanik
Das war es aber auch schon mit Kritik, denn was The Legend of Zelda: The Minish Cap technisch zu bieten hat, ist für einen GBA-Ableger allererste Sahne. Die Spielbarkeit und die Spielmechanik ist Zelda-typisch überragend. Die Rätsel sind teilweise schön knackig und nicht einfach im Vorbeigehen zu bewältigen. Was Capcom grafisch in das Modul bzw. jetzt in die Virtual Console-Version gesteckt hat, ist schon fantastisch. Ob Nebeleffekte oder Lichtspielereien, hier wird vor nichts Halt gemacht. Aber die eigentliche Kirsche auf dem Sahnehäubchen ist der Sound. Einfach nur phänomenal, was es da auf die Ohren gibt. Bei der Präsentation ist The Legend of Zelda - The Minish Cap sicherlich eines der besten Zelda-Spiele im Handheld-Format. Das ganze Spektakel kommt mit der Kantenglättung super zur Geltung und lässt sich selbstverständlich auch auf dem GamePad, auch ohne Fernseher, spielen.

Fazit:
The Legend of Zelda: The Minish Cap ist ein typisches Zelda-Spiel. Die Spielmechanik ist für Fans der Serie sofort vertraut und die Welt von Hyrule lädt zum Entdecken und Erkunden ein. Zwar ist das Abenteuer bei Weitem nicht so umfangreich wie andere Ableger der großartigen Serie, jedoch wird das Fans kaum stören. Vor allem wenn man sich an der schönen Grafik und dem fantastischen Sound erfreut. Dieses Zelda gehört in jede Sammlung und wer es zu GBA-Zeiten verpasst hat oder die alten Zeiten nochmal aufleben lassen möchte, muss es einfach herunterladen.

Wertung:

9.0

Michael Prammer meint:

"Fantastisches Abenteuer im Reich der kleinen Wesen"
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9 Kommentare:


Rick Grimes
vor 7 Jahren | 0
Auf jeden Fall eines der besten Handheld Zeldas. Wer diesen teil noch nicht kennt sollte unbedingt zuschlagen. Kann mich der Wertung nur anschließen auch wenn ich den Test noch nicht gelesen habe^^.

FaMe
vor 7 Jahren | 0
Kann mich nur meinem Vorredner nur anschließen. Es gab nicht viele Spiele für mich auf dem GBA,jedoch dieser Titel war ein wahrer Spaß :D @Redakteur: Sehr schön geschriebener Test

La_Pulga
vor 7 Jahren | 0
Hammer Spiel welches ich erst letztes Jahr im Sommerurlaub nachgeholt habe und mittlerweile meine Lieblingszelda auf einem Handheld ist.

Belphegor
vor 7 Jahren | 0
Eins der wenigen Zeldas welches ich in der Tat nicht kenne (da ich keinen GBA habe) und nun auf der Wii U nachhole. Hatte vor MK8 mal kurz angefangen zu zocken und ja: es ist aber der ersten Minute das wohlbekannte und geliebte Zelda-Feeling da. Für eine Wertung reicht meine Stunde anzocken natürlich noch nicht!

ProG4M3r
vor 7 Jahren | 0
Mein erstes eigenes Zelda,
das Zelda mit meinen meisten Spielstunden,
mMn. das schönste Handheld Zelda.

Einfach ein Meisterwerk!

COF
vor 7 Jahren | 0
Will mich den positiven Kritiken anschließen: Hatte das Game seinerzeit nicht wirklich gespielt und nun nachgeholt. Man fühlt sich sofort zu Hause und denkt sich, wow eigentlich für den GBA damals eine ordendliche Grafik!? So wie es ausieht werde ich wieder mal bis zum Enboss durchhalten...... :)

Masters1984
vor 7 Jahren | 0
Vielen Dank für den sehr gut geschriebenen Test. Minish Cap gehört mit zu meinen Lieblings-Zeldas genauso wie auch Links Awakening.
Der GBA hatte wirklich sehr viele sehr gute Spiele und dieses ist eines davon.

Der R
vor 7 Jahren | 0
ohhh...ich muss dieses Spiel unbedingt noch nachholen!!!

LostScorpion
vor 6 Jahren | 0
Konnte das Spiel Dank Virtual Console jetzt auch nachholen.
Klasse Präsentation durch die tolle Grafik und die stimmige Musik. Es gibt viel zu entdecken in Hyrule und auch die neuen Items sind erfrischend.
Leider gibt es für meinen Geschmack zu wenig Dungeons und das Element mit den Glücksfragmenten gefällt mir persönlich nicht so gut.