Test: Klonoa: Empire of Dreams

Von Michael Prammer am 15. Juni 2014

Der GameBoy Advance brachte schon einige Spiele hervor, die auf Anhieb nicht unbedingt wahrgenommen wurden. Namco und Atari brachten beispielsweise im Jahr 2002 Klonoa: Empire of Dreams auf den Markt, das nicht unbedingt jedem Gamer ein Begriff war. Das Jump'n'Run erscheint jetzt auf der Virtual Console der Wii U und wir begeben und ins Land der Träume eines recht ansehnlichen Hüpfspiels für Zwischendurch.

Du sollst nicht träumen
Es gab da mal ein Land, das von einem Herrscher Namens Jillius regiert wurde. Da Träume keinen Nutzen für die Gesellschaft hatten, galt in seinem Reich das Verbot zu träumen. In Wahrheit aber hatte der Regent bösartige Alpträume, die von Monstern verursacht werden. Klonoa, ein katzenartiges Wesen mit großen Ohren, liebt es jedoch zu träumen und widersetzt sich den Befehlen seines Gebieters. Der Protagonist findet sich plötzlich im Traumland wieder und muss dem Herrscher nun helfen, die bösen Monster zu vertreiben, damit dieser wieder zur Ruhe kommt. Das Abenteuer kann beginnen.



Genre-Mix aus Jump'n'Run und Action
Klonoa: Empire of Dreams ist ein klassisches Jump'n'Run, das hin und wieder mit einigen Action-Sequenzen aufgelockert wird. Ihr steuert dabei Klonoa mit drei Knöpfen und dem Steuerkreuz bzw. Control-Stick. Die Steuerung wird euch in jedem Level zu Behinn erklärt, da immer wieder etwas Neues dazu kommt. Die Texte sind leider auf Englisch, gewisse Fremdsprachenkenntnisse sind also von Vorteil. Auf den Spieler warten insgesamt fünf Welten mit je acht Level. Das Ziel ist es, in jedem Level drei Sterne zu finden. Zusätzlich gibt es 30 Edelsteine zu finden, die allerdings für das einfache Durchspielen nicht relevant sind. Wer aber denkt, er rennt einfach durch und räumt alles aus dem Weg was sich bewegt, der irrt. Die Gegner dienen nämlich als Hilfe zum Weiterkommen und tauchen meist nur an Stellen auf, die dies erforderlich machen. Doppelsprünge, um höher gelegene Plattformen zu erreichen und Schalter betätigen erfordern den Einsatz der Feinde. Diese werden mit einer Art Kanone betäubt und werden dann für die eigenen Zwecke eingesetzt. In jeder Welt gibt es dann noch einen Endboss zu bezwingen.

Abwechslung bieten Level zwischendurch, die auf einem Surfbrett gemeistert werden können. Diese sind zwar für das Durchspielen ebenfalls nicht relevant, bieten aber 100 Edelsteine und fordern gute Reflexe. Das Spiel beinhaltet auch einige Autoscroll-Level und bietet somit weitere Abwechslung. Die Geschichte wird nach jedem Endgegner, die am Ende jeder Welt warten, durch Bilder weitererzählt.

Gute Optik - durchschnittlicher Sound
Klonoa: Empire of Dreams bietet eine gute und farbenfrohe Grafik. Die Animationen sind ansprechend und vor allem bei den Bosskämpfen entfaltet das Spiel seine optischen Stärken. Die Off-TV-Funktion, die mittlerweile bei Virtual Console-Spielen auf Wii U üblich ist, befindet sich auch an Bord. Der Sound hingegen ist nur Mittelmaß, an der direkten Konkurrenz (Mario, Sonic) bleibt Klonoa hängen. Der Schwierigkeitsgrad ist relativ einfach, die größte Herausforderung stellt das Einsammeln aller Edelsteine dar. Ansonsten ist Klonoa: Empire of Dreams in gut zwei bis vier Stunden durchgespielt.

FAZIT
:
Klonoa: Empire of Dreams ist ein gutes Jump'n'Run mit einigen Action-Einlagen. Die Level sind abwechslungsreich und das Einsammeln aller Edelsteine kann den Spieler einige Zeit beschäftigen. Leider ist das eigentliche Abenteuer schnell vorbei und auch technisch wäre noch genug Luft nach oben gewesen. Auch die lediglich englische Textsprache könnte gerade jüngeren Spielern sauer aufstoßen. Freunde gepflegter Hüpfspiele dürfen dennoch gerne zugreifen.

Wertung:

7.0

Michael Prammer meint:

"Ein solider Hüpfer, der Genre-Liebhaber zufriedenstellen kann."
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1 Kommentare:


Nakuri
vor 7 Jahren | 0
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