Test: Donkey Kong Country 2: Diddy's Kong Quest

Von Michael Prammer am 26. Oktober 2014

Im Jahre 1994 startete Rareware einen imposanten Siegeszug im Jump'n'Run-Genre. Der Auftakt, Donkey Kong Country, gilt noch heute als einer der bahnbrechendsten Titel in diesem Spielgenre. Dem Erfolg war es schließlich zu verdanken, dass bereits 1995 eine Fortsetzung mit dem Titel Donkey Kong Country 2: Diddy´s Kong Quest im Handel erschien. Das Spiel wollte das erfolgreiche Spielprinzip erneut aufgreifen und in jedem Bereich noch eine Schippe drauflegen. Im Rahmen der Donkey Kong-Wochen erscheint nun die Fortsetzung um die Affenbande als Virtual Console-Titel im eShop der Wii U. Ob diese an die Qualität des ersten Spiels anknüpfen kann, erfahrt ihr in unserem WiiUX-Review.

Paradoxerweise heißt das Spiel Donkey Kong Country 2, denn eigentlich verrät erst der Beiname des Titels den eigentlichen Helden. Nach seinem Rachefeldzug gegen Oberfiesling King K. Rool und den zurückeroberten Bananen setzt sich Donkey Kong zur Ruhe, um seinen Sieg zu feiern. Dem Kremling-König schmeckte diese Niederlage jedoch überhaupt nicht und so will dieser sich am Affen rächen. Er entführt Donkey Kong kurzerhand und wiegt sich bereits in triumphaler Sicherheit. Jedoch hat King K. Rool die Rechnung ohne Donkey Kongs besten Freund Diddy gemacht, der sich sofort auf eine Rettungsmission aufmacht.

Gestatten: mein Name ist Dixie

Diddy Kong muss es in der Fortsetzung also richten und stellt einen der beiden Hauptcharaktere dar. Neu dazu gesellt sich Dixie Kong, die auch gleich mit neuen Fähigkeiten zu gefallen weiß. Dank ihrer blonden Haarpracht kann diese nämlich über Abgründe via Propeller fliegen. Mithilfe der neu dazugekommenen Huckepack-Funktion darf auf diese Art und Weise auch Diddy fliegen. Eine weitere Neuerung sind die versteckten Bonus-Fässer, die verschiedene Aufgaben für das Duo parat halten. Sechs neue Welten mit je fünf bis sechs Level wollen auch in diesem Abenteuer bereist werden, um am Ende jeden Gebietes auf einen Endgegner zu stoßen und der Rettung von Donkey Kong etwas näher zu kommen.

Das Spielprinzip bleibt dabei dem Vorgänger treu. In typischer Sidescroller-Manier bewegt ihr euch von links nach rechts, besiegt Gegner via Rolle oder Kopfsprung und bewältigt Abgründe. Dank Dixie Kong können diese nun auch größer ausfallen. Das Sammeln der K-O-N-G-Buchstaben zählt auch in diesem Abenteuer zu den Bonus-Aufgaben. Außerdem stoßen neue tierische Helfer zu unseren affigen Abenteurern. Klapperschlange Rattly und Spinne Squitter unterstützen das Duo beim Erreichen von schwer zugänglichen Stellen in der Spielwelt.

Gelungene Fortsetzung, aber noch schwerer

Optisch und akustisch bekommt man auch im zweiten Donkey Kong-Abenteuer einiges geboten. Für damalige Verhältnisse war die Präsentation sensationell gut, und auch heute macht der Titel noch eine gute Figur. Auch die Steuerung geht, wie bereits im ersten Teil, gut von der Hand und lässt wieder sämtliche Steuerungsvarianten der Wii U zu. Dass die Spielsprache auch im zweiten Teil Englisch ist, dürfte hingegen nur die Wenigsten stören. Jedoch hat auch das zweite Affenabenteuer einen Streitpunkt. Der Schwierigkeitsgrad scheint bei der Donkey Kong-Rettungsaktion noch einmal angezogen zu haben. Das merkt man vor allem bei den Bonus-Aufgaben, die in den Fässern zu finden sind. Jump'n'Run-Neulinge werden in diesem Abenteuer jedoch bereits in den eigentlichen Level ihre Probleme haben und vermutlich ab Welt 2 regelmäßig scheitern. Nur wer genug Willen und eine gewisse Frustresistenz mitbringt, wird mit diesem Abenteuer den vollen Spaß haben.

FAZIT:

Das zweite Abenteuer rund um die Familie der Kongs macht im Prinzip da weiter, wo der erste Teil aufgehört hat. Jump'n'Run-Fans bekommen auch hier ein rundum gelungenes Abenteuer serviert, das für wochenlangen Spielspaß sorgen kann. Die Neuerungen sind dabei mit Bedacht gewählt worden und lassen das Abenteuer dadurch nicht wie einen billigen Abklatsch des Erstlings wirken. Jedoch ist auch dieser Teil, sogar noch mehr als der erste Teil, in erster Linie für hartgesottene Hüpfspiel-Freunde zu empfehlen: Donkey Kong Country 2: Diddy´s Kong Quest ist bockschwer. Unter dem Strich gesehen dürfen Fans des ersten Teils und Freunde von Herausforderungen alter Schule bedenkenlos zugreifen.

Wertung:

9.0

Michael Prammer meint:

"Gelungene Fortsetzung, die einige Verbesserungen bringt, dafür aber noch schwieriger ist."
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4 Kommentare:


MrsWiiU
vor 7 Jahren | 0
Schwierigkeitsgrad genau richtig :)

Big-N-Fanboy990
vor 7 Jahren | 0
ein klasse spiel das mich an meine kinder tage erinnert ....
der zweite teil (gb) war mein erstes dk spiel und neben pokemon gold das meist gespielte game meiner kindheit .

ich würde das spiel nicht als bock schwer bezeichnen,
wenn mann nicht durch die levels rast und ein wenig aufpasst dann sollte jeder das spiel schaffen können ! wenn man auf alle boni und dk münzen aus ist ,ist es allerdings nicht leicht

auf dk 3 freue ich mich am meisten ... da ich den teil nur kurz angespielt hab aber nie wirklich gezockt ....

jetzt hät ich gerne noch ne verbesserte umsetzung von dk64 für den 3ds im sinne von ocarina 3d (bessere grafik, mehr inhalt )

McClane
vor 7 Jahren | 0
Sollte jeder einmal gespielt haben!



:D

Fantasma
vor 7 Jahren | 0
Von der gesamten Trilogie mein definitiver Favorit.
Hatte das Spiel geliebt, auch wenn ich's mir immer aus der Videothek leihen musste und nie durchgespielt.
Dafür aber hatte ich den Game Boy-Teil gehabt. War zwar nicht so toll, wie das Original, aber damals auf dem Super Game Boy eine tolle alternative.

Es ist nur schade, wie hässlich DKC2 auf meinem Fernseher aussieht. Zu sehr auseinander gezerrt auf einer Art, die es mir erlaubt jeden Pixel einzeln zu zählen.
Aber auf dem Gamepad so schick wie anno dazumal.