Test: Pokémon Pinball Rubin & Saphir

Von Nico Zurheide am 17. Januar 2015
Eine derart erfolgreiche Serie wie Pokémon bringt neben der Hauptreihe der RPG-Spiele auch zwangsweise einen ganzen Haufen an Spin-Offs aus anderen Genres mit. Begonnen wurde das Veröffentlichen der von den Hauptspielen losgelösten Titel am 01. August 1998 in Japan mit dem landesexklusiven Kampfspiel Pokémon Stadium für das Nintendo 64, das einen geistigen Vorgänger zu den bekannteren und auch hierzulande erschienenen Pokémon Stadium-Spielen darstellt. Im Laufe der Zeit gesellten sich immer mehr Genres ins Pokémon-Universum, darunter auch 1999 ein Pinball zur ersten Generation, welches dann 2003 für die dritte Generation mit Pinball Rubin & Saphir fortgeführt wurde. Passend zum Remake der GBA-Titel für den Nintendo 3DS wurde das zweite Pinball-Spiel in der VC für Wii U veröffentlicht.
 
Pinball mit einer Portion Taschenmonster
Bei Pokémon Pinball handelt es sich natürlich um ein nicht ganz normales Pinball-Spiel, bei dem während des Spielens mehrere Ereignisse eintreten können. Dem Spieler werden zwei Tische angeboten - Rubin & Saphir - die sich thematisch nach der jeweiligen Edition richten. Zu Beginn des Spiels werden Punkte hauptsächlich mit den verschiedenen Bumpern und Multiplikatoren gesammelt. Interessant wird das Spiel dann mit dem Eintreten der eigentlichen Spielphasen. Wurden die richtigen Felder aktiviert, erscheint ein zufälliges Pokémon, das es mit dem Ball zu fangen gilt. Ist dies geschafft, hagelt es Extrapunkte und das gefangene Taschenmonster wandert in den zweihundert Einträge umfassenden Pokédex.
 
 
Welche Pokémon gefangen werden können, hängt einerseits von dem bespielten Tisch ab und andererseits von der momentan aktivierten Region, von denen es sieben Stück gibt. Andere Möglichkeiten seinen Pokédex zu erweitern gibt es auch: Entweder aktiviert die Spielkugel durch die richtigen Aktionen einen Eischlupf und lässt dadurch ein fangbares Baby-Pokémon über den Tisch laufen. Oder durch bestimmte Treffer wird die Entwicklungsphase aktiviert, in der man nach einem Treffer in das Pokémon-Center eines seiner bereits erhaltenen Kumpanen entwickeln kann. Neben dem Center existiert außerdem ein Markt, in dem mit gesammelten Münzen einige hilfreiche Upgrades erworben werden können. Die Anordnung der Einrichtungen und Knöpfe ist natürlich auf beiden Tischen verschieden.
 
Auch die jeweiligen editionsspezifischen legendären Pokémon können mit etwas Können und Glück gefangen werden. Latios und Latias beispielsweise tauchen nur sehr selten zufällig auf, dafür können sie in jedem Gebiet erscheinen. Groudon und Kyogre stellen jeweils den Gegner in der zweiten Bonusrunde des Spiels dar, sind allerdings schwer zu fangen. Helfen könnte ein Upgrade des Spielballs zu einem Super- oder Meisterball; so wird auch ein Feld-Multiplikator aktiviert, der die erhaltenen Punkte multipliziert. Geht die Spielkugel einmal an den Flipperarmen oder außen vorbei in Richtung Loch, ist das Spiel nicht unbedingt verloren. Entweder der Ball-Saver ist durch einen Kauf im Markt oder zu Beginn des Spiels aktiviert, oder der Pikachu-Saver rettet die Kugel vor dem Aus. Pikachu muss allerdings durch rotierende Räder aufgeladen werden.
 
Fazit:
Pokémon Pinball ist für Fans des Franchises sicherlich eine nette Alternative zu normalen Pinball-Spielen und auch Anhänger des Flipperspiels werden sich mit der Pokémon-Variante anfreunden können. Allerdings bietet Pinball Rubin & Saphir vergleichsweise wenig Umfang. Nur zwei Tische zur Auswahl und zu dem Zeitpunkt knapp zweihundert fehlende Pokémon im Pokédex sind schwach. Die Knopfbelegung lässt sich lohnenswerterweise beliebig verändern. Wenn man also nicht gerade Pokémonfan ist, werden einem bessere Alternativen für eine gepflegte Runde Pinball geboten.

Wertung:

6.0

Nico Zurheide meint:

"Pinball-Spaß für Fans, jedoch wenig umfangreich."
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1 Kommentare:


rxd.play
vor 6 Jahren | 0
Hach ja, immer diese alten Dinger. Ein Remake in mariokart8-Optik wäre mir lieber.