Test: Super Mario Galaxy 2

Von Lars Peterke am 20. April 2015

Lange ist es her, genauer gesagt knapp 30 Jahre, dass Nintendo einem Mario-Spiel einen direkten Nachfolger spendiert hat, der - im weitesten Sinne - die gleiche Engine verwendete. Super Mario Bros. 2 war (wenn auch nur in Japan) quasi eine Art Add-On zu Super Mario Bros. mit neuen Levels, deutlich schwieriger und umfangreicher. Ähnliches wurde für Super Mario Galaxy 2 versprochen: Der Titel nutzt sehr offensichtlich die Engine des ersten Teils, kommt aber mit neuen Ideen und Power-Ups, und - laut Nintendo - mit einem höheren Schwierigkeitsgrad und mit "doppelt so vielen Sternen" wie der erste Teil daher.

Super Mario Galaxy 1.5?
Es wird immer Leute geben, die bei allem nach Kritikpunkten suchen; und sie dann auch finden. Super Mario Galaxy 2 macht es diesen Leuten nicht gerade schwer: In Trailern sieht der Titel aus wie ein Add-On zum Vorgänger und auch beim Spielen bestätigt sich dieser Eindruck zunächst. Die Steuerung für Mario und die vorhandenen Power-Ups sind exakt gleich geblieben, es wird die gleiche Engine verwendet und auch der Soundtrack setzt wieder auf das Orchester, das vor über zwei Jahren mit Lobeshymnen überhäuft wurde. Natürlich gibt es einige neue Power-Ups, auf die im Vorfeld mit zahlreichen Trailern die Aufmerksamkeit der Fans gelegt wurde - die Grafik-Engine und das grundlegende Spielprinzip wurden aber fast unverändert wiederverwendet. Ob das nun gut oder schlecht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden - wichtiger ist die Antwort auf die Frage, ob die Spielwelten auch für Kenner des ersten Teils noch genug neue Ideen bieten.



Zumindest storytechnisch betritt Super Mario Galaxy 2 kein Neuland. Die obligatorische Entführung von Prinzessin Peach durch Bowser lässt nicht lange auf sich warten und Mario wird von einem Luma auf ein kleines Raumschiff entführt. Die Luma haben in dieser Paralleldimension, in der Super Mario Galaxy (Teil 1) nie stattgefunden hat, ihre eigenen Probleme: Der Großteil ihrer Crew wird vermisst und das Schiff benötigt Power-Sterne als Treibstoff. Da Mario das Schiff benötigt, um Peach zu retten, einigen sich beide Parteien auf eine Kooperation. Das Schiff wird zum Mario-Kopf umgestaltet und Mario begibt sich zum mittlerweile vierten Mal auf die Suche nach Sternen. Ab hier wird die Handlung bis zum Ende hin fast auf 0 zurückgefahren und der Spieler wählt auf einer traditionellen Weltkarte das jeweils nächste Level bzw. den nächsten Planeten aus. Das Raumschiff ist zwar mit Sicherheit die kleinste Hub-Welt in einem 3D-Mario bisher, füllt sich im Verlauf des Spiels aber immer mehr mit Leben und hat ein paar nette Extras zum Erkunden zu bieten.

Neuerungen, Verbesserungen und Verschlimmbesserungen
Oberflächlich betrachtet sind die neuen Power-Ups die offensichtlichsten Neuerungen des zweiten Teils. Für Mario gibt es jetzt Wolkenblumen sowie Steinpilze. Wolken-Mario ist leichter und kann höher springen und außerdem bis zu drei Wolken als neue Plattformen an einer beliebigen Stelle erschaffen. Stein-Mario hingegen kann sich auf Kommando zusammenrollen und brettert dann den Weg entlang, wobei er fast alles abräumt, was sich ihm in den Weg stellt. Als markanteste Neuerung stößt Sidekick Yoshi zu Mario, der in bestimmten Levels zur Verfügung steht. Seine Zunge und seinen Flatterflug kann er dabei jederzeit abrufen, die Stampfattacke hat er jedoch eingebüßt. Yoshi selbst kann dann durch das Essen von Früchten eigene Spezialfertigkeiten erlangen: Je nach Frucht rennt er wie von der Tarantel gestochen auch die steilsten Wände hoch, steigt wie ein Ballon in die Luft oder kann versteckte Pfade sichtbar machen.

Das Leveldesign ist uns in seiner Grundstruktur erhalten geblieben: Mario muss immer noch von einem Miniplaneten zum nächsten fliegen, dabei bestimmte Aufgaben erfüllen und am Ende oft gegen einen Endboss antreten, um an den begehrten Stern zu gelangen. Andere Aufgaben wie ein Gleitflug oder eine Rutschpartie sind zwar eher die Ausnahmen der Regel, bringen aber mehr als genug Variation in den Titel. Die Kritik von Fans, dass diese Idee des Leveldesigns zwar nett, die Planeten im ersten Teil aber leider etwas zu klein waren, wurde scheinbar zu Herzen genommen: Mario verbringt nun wesentlich weniger Zeit mit dem Fliegen durch den Weltraum und läuft auf Landmassen herum, die etwas größer sind als noch im ersten Teil. Zwischen den größeren Galaxien verstecken sich aber auch viele kleinere, die die Weltkarten schön beleben. Dort gibt es zwar meist nicht mehr als zwei Sterne zu holen, jedoch müssen diese Galaxien zunächst einmal freigespielt werden, indem man einen Gourmet-Luma an Bord holt, der nach fachgerechter Fütterung einen neuen Weg auf der Weltkarte öffnet. Dies sorgt für einen gesunden und abwechslungsreichen Mix, im Vergleich zu Super Mario 64 oder Super Mario Sunshine ist das Leveldesign insgesamt aber immer noch deutlich linearer. Raum für eigene Erkundungen ist nur begrenzt vorhanden.



Auch das neueste Mario-Spiel kann wie gehabt von sich behaupten, dass es extrem ideen- und abwechslungsreich ist. Alleine dadurch, dass es neue Power-Ups gibt und die meisten aus Teil 1 bekannten Items ebenfalls wiederverwendet werden, hat Mario eine Fülle von Spezialfertigkeiten zur Verfügung. Das Leveldesign nutzt dies aus und stellt in ausgewählten Galaxien meist eine dieser Fertigkeiten in den Vordergrund. Andere Levels werden mit einem gewöhnlichen Mario gespielt und verlassen sich auf andere Ideen im Leveldesign, die über Schalter, tragbare Items wie den Wirbelbohrer, der euch durch ganze Planeten befördert und das Kugelprinzip der Himmelskörper perfekt ausnutzt, realisiert werden. Es gibt 2D-Levels, frei begehbare Welten, in denen Silbersterne versteckt sind, komplett lineare Jump'n'Run-Passagen in 2D und Aufgaben mit Minispielcharakter, die auf Bewegungssteuerung setzen. Befürchtungen, dass Super Mario Galaxy 2 vor lauter Ideen und Items fast kein Jump'n'Run mehr ist, können aber zerstreut werden: Der Titel bleibt trotz allem seinen Wurzeln treu und fühlt sich weiterhin an wie ein Mario-Titel. Dies liegt besonders daran, dass er sich trotz seiner Ideen nicht überschlägt und neue Features behutsam nacheinander einführt. In späteren Galaxien werden diese Spielelemente zu immer anspruchsvolleren Mischungen kombiniert.

Der Schwierigkeitsgrad wurde dabei im Vergleich zum ersten Teil aber nicht wirklich angehoben. Super Mario Galaxy 2 beginnt fast schon zu gemächlich. Zum Ende hin nimmt es zwar ein bisschen Fahrt auf, wird aber für Kenner nie wirklich schwierig. Aufmerksame Spieler können ganz locker bereits an die 50 Sterne sammeln, bevor sie die vierte Welt überhaupt von innen gesehen haben. Natürlich gibt es einige wirklich knifflige Aufgaben - die gab es aber auch schon im ersten Teil in Form eines bestimmten Lila-Münzen-Levels oder Bosskämpfen, die mit nur einem Lebenspunkt bestritten werden mussten. Alle 120 Goldsterne zu finden, ist allgemein aber doch schwieriger als im Vorgänger, da es einige versteckte Sterne in den Levels gibt, die man leicht übersehen kann. Auch die berüchtigten Kometen sind wieder mit von der Partie, müssen diesmal jedoch durch spezielle Kometen-Münzen zunächst freigeschaltet werden. Das ist durchaus eine sinnvolle Neuerung, die manchmal zusätzliche Durchläufe durch die Levels nötig macht. Und dann bleibt natürlich noch die Aussage von Shigeru Miyamoto, dass Super Mario Galaxy 2 "doppelt so viele Sterne" habe, wie sein Vorgänger. Wir möchten aber an dieser Stelle nicht zuviel verraten.



Optisch und akustisch ein Meisterwerk
Grafisch ist Super Mario Galaxy 2 wie sein Vorgänger erste Klasse, Nintendo zeigt allen anderen Studios, wie viel man aus einer Wii herausholen konnte. Im Kleinen gibt es zahlreiche, liebevolle Details, butterweiche Animationen und alles erstrahlt in satten Farben und in 480p. Im Großen überzeugen die wieder sehr beeindruckende Weitsicht, die oft Blicke auf entfernte, vielleicht bereits besuchte oder anstehende Levelarchitekturen zulässt, und wunderschöne Hintergrundgrafiken in Welten, die im Orbit eines großen Planeten angelegt sind. Das alles läuft flüssig und ohne Grafikfehler über den Bildschirm, egal, wie viel gerade los ist. Kritik muss sich lediglich die Kamera gefallen lassen, die nach wie vor in einigen Spielsituationen etwas störrisch ist, Eingaben des Spielers zur Justierung manchmal einfach ignoriert und insbesondere unter Wasser das Geschehen nicht immer aus einem günstigen Winkel zeigt.

Das "Super Mario Galaxy"-Orchester ist ebenfalls wieder mit von der Partie und verdient zum zweiten Mal Lobeshymnen. Der neue Soundtrack bietet orchestrale Stücke, die denen aus dem ersten Teil in nichts nachstehen und immer wieder zum Hinhören anregen. Darüber hinaus ist der Soundtrack aber auch wesentlich abwechslungsreicher: Super Mario Galaxy 2 überrascht regelmäßig mit Ausflügen in andere Musikgenres oder Neuinterpretationen bekannter Mario-Melodien. Die Soundeffekte wurden dagegen fast ausnahmslos übernommen und wir hören selbstverständlich wieder die charakteristische Sprachausgabe von Charles Martinet, der Mario ein paar Ausrufe, aber keine ganzen Sätze in den Mund legt. Auch der komplette Rest des Spiels wird weiterhin nur mit Text erzählt. Eine Änderung gab es jedoch: Yoshi bekam komplett neue Sprachsamples verpasst, die nun weniger süß und eher kindlich klingen, was für Yoshi-Fans ein kleiner Wermutstropfen sein könnte.

Auch die Steuerung lässt wie schon im ersten Teil absolut keine Wünsche offen. Mario lässt sich gewohnt akkurat durch die Levels steuern und durch die Integration von Yoshis hungriger Zunge, die über den Pointer der Wii-Fernbedienung kontrolliert wird, bettet sich das Yoshi-Gameplay viel spaßiger und makelloser ein, als man es gedacht hätte. Auch Exkursionen wie das balance-orientierte Gameplay an einigen Stellen wurde bestmöglich gelöst. Frustmomente gibt es eigentlich nur, wenn Mario unglücklich von einem Gegner getroffen wird und man hilflos ansehen muss, wie der dicke Klempner ganz unglücklich von einer Plattform fällt, den sicheren Grund um wenige Zentimeter verfehlt und stattdessen das nächste schwarze Loch besucht.


Fazit:
Wenn Super Mario Galaxy uns eine Parallele aufzeigt, dann ist es die zum ersten Star-Wars-Film. Wie macht man einen Nachfolger zu einem so bahnbrechenden Videospiel? Im Falle von Star Wars wurde dieses Problem mit "Das Imperium schlägt zurück" eindrucksvoll gelöst. Im Fall von Super Mario Galaxy kann sich Nintendo aber fast genauso erfreut selbst auf die Schulter klopfen, denn Teil 2 führt genug neue Features und mindestens genauso viele alte Ideen intelligent zusammen und erschafft damit ein von Anfang bis Ende makelloses Jump and Run. Der einzige Wermutstropfen liegt dabei aber leider in der Sache selbst, wie jeder beim Spielen selber merken dürfte. Denn während "Das Imperium schlägt zurück" eine durch und durch spannende Geschichte weiterführte, führt Super Mario Galaxy 2 nämlich... genau: irgendwie nicht so viele Kernelemente weiter. So bleibt phasenweise der Gedanke nicht aus, dass man einfach nur ein riesiges Zusatzpaket spielt. Doch auch dies mag subjektiv sein, da Nintendo seine Fans bisher ja immer mit der Philosophie konfrontierte, man werde immer erst dann ein neues Mario-Spiel bringen, wenn man genug sinnvolle und kreative Ideen beisammen habe. Dies ist zwar zweifelsohne auch hier der Fall, aber der Kosmos und die Grundlage des Ganzen bleibt gleich. Dies mag für den einen oder anderen ein Negativaspekt sein, tut der Sache aber objektiv keinen Abbruch. Super Mario Galaxy 2 ist so oder so ein absoluter Spitzentitel und gehört in jede Wii-Sammlung.

Zweites Fazit von Tim Herrmann
Super Mario Galaxy 2 ist routinierte Brillanz. Brillanz, weil das Spiel auf jeder Ebene die konsequente Weiterentwicklung eines grandiosen Meilensteins ist. Vergleicht man den zweiten Teil mit seinem Vorgänger, so fühlt sich Super Mario Galaxy 1 gerade mal an wie ein erster Schritt in der Galaxie. "Wo sind Yoshi und seine vielen Power-Ups, wo sind die sinnvollen neuen Items?", fragt man sich jetzt vielleicht rückblickend. Gleichzeitig sorgt Super Mario Galaxy 2 bei mir aber nicht für die Begeisterungsstürme, die der erste Teil noch ausgelöst hat. Hier kommt die Routine ins Spiel - man kennt das Konzept mittlerweile, man weiß, wie es sich anfühlt, von Stern zu Stern zu fliegen und vertrackte Schwerkrafträtsel zu absolvieren. Alles das ist genial und das bleibt es auch, aber es ist eben schon bekannt, nicht neu. Dazu war Teil 1 einfach das rundere Gesamtkonzept, zauberte eine dichte Stimmung auf den Bildschirm, die Teil 2 mit seiner spröden Weltkarte nicht erreicht. Super Mario Galaxy 2 ist ein Add-On. Aber dabei in außergewöhnlich guter Form.

Drittes Fazit von Kamil Witecy
Kritiker versuchen, Marios neuesten Galaxie-Ausflug den Wind aus den Segeln zu nehmen, indem sie Super Mario Galaxy 2 lediglich als ein Update hinstellen, das kaum Neuerungen bietet. Doch selbst wenn, na und? Wenn es ein Spiel schafft, mir beim Spielen permanent ein breites Grinsen auf den Mund zu zaubern, dann ist es aus meiner Sicht völlig egal, mit welchen Mitteln dies erreicht wird. Super Mario Galaxy 2 ist trotz altbekanntem Setting ein Spiel der Extraklasse geworden, das Fans genau das gibt, was sie wollen und einmal mehr beweist, dass kein anderes Jump 'n' Run mit Nintendos Klempner mithalten kann. Zudem stecken die Neuerungen vielleicht wirklich größtenteils im Detail, doch die grandiose Einbindung von Yoshi Marios neue Verwandlungsformen, die spaßigen Spielereien mit der Schwerkraft, die tollen 2D-Passagen, die liebevoll gestalteten neuen Galaxien und vor allem auch die neuen Ideen rund um frische Items wie den Wirbelbohrer haben es mir absolut angetan. Super Mario Galaxy 2 ist ein grandioses und spielerisch noch besseres Spiel als der ohnehin schon tolle Vorgänger geworden, das sich kein Spieler entgehen lassen sollte.

Wertung:

9.0

Lars Peterke meint:

"Super Mario Galaxy 2 führt die Ideen seines Vorgängers konsequent fort und verbessert sie, wenn auch auf Kosten seiner Originalität."
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23 Kommentare:


michi1894
vor 6 Jahren | 0
...

sCryeR
vor 6 Jahren | 0
Ich selbst hatte keine Wii und habe mir vor einiger Zeit einige Spiele nachgekauft, die als Meisterwerk bezeichnet wurden. Derzeit Spiele ich Galaxy 2 und macht richtig Laune, auch wenn mir die Aufmachung der oberwelt mir in Teil 1 besser gefallen hat.
Natürlich kennt man irgendwie schon vieles, dennoch wird man oft mit neuem überrascht.

Im Teil gab es für einen Geschmack zu viele Sterne auf einem Planeten und viiiiel zu wenig Bosse.

Und gerade hier finde ich Galaxy 2 einfach nur klasse.
Größter Minuspunkt ist allerdings wie bei fast allen anderen Marios der viel zu geringe Schwierigkeitsgrad.

Seesternmann
vor 6 Jahren | 0
@sCryeR
Hast du denn schon die letzte Galaxie/ den letzten Planeten gespielt ? Dort herrscht ein recht knackiger Schwierigkeitsgrad, sehr zu empfehlen. :)

Masters1984
vor 6 Jahren | 0
Viele bemängeln den Schwierigkeitsgrad diverser Mario-Titel, beachten aber gar nicht, dass dieser im späteren Verlauf stark anzieht. Die Startschwierigkeit ist nicht die Endschwierigkeit, denn genau für solche Leute wurde die S-Galaxie entworfen, wenn das viel zu einfach sein soll, dann weiß ich auch nicht mehr.

KenSugisaki
vor 6 Jahren | 0
Darf ich trollen?

Ihr kritisiert, dass das Konzept nicht 100%ig neu ist und nur weiter ausgearbeitet und gebt deshalb 9,0?
-AC3&4 *HUST* *Ich kenne den Edit* *HUST*

ProG4M3r
vor 6 Jahren | 0
Ich finde es ja gut, dass ihr die Wii-Reviews hervor kramt, denn sind wir mal ehrlich, bis auf Tobsen sucht sich niemand auf WiiX.de durch die Reviews um seinen 100sten Wii Titel zu finden :)

Aber ich finde es doch etwas viel auf einmal, natürlich können die Reviews zu bereits in der VC veröffentlichten Spielen nicht in der Vergangenheit veröffentlicht werden, aber ich denke ihr solltet es etwas mehr verteilen und dann halt bei den kommenden Titeln 2-3 Tage vorher die dazugehörige Review bringen. Sechs der letzten 10 "News" befassen sich mit alten Wii-Titeln, die viele schon gespielt haben, bzw. eh schon zu hause stehen haben, in meinem Fall sogar beides ;)

Ansonsten natürlich schöne Review, auch wenn ich von Super Mario Galaxy (2) nicht ganz so begeistert bin - es sind natürlich trotzdem verdammt gute Spiele!

sCryeR
vor 6 Jahren | 0
@Seesternmann
Wie gesagt ich spiele es gerade erst und bin in Welt 3.
Allerdings gab es in Galaxy 1 kein einziges Level, dass ich als "Schwer" empfand und auch in 3D World war nur das letzte Level genau nach meinem Geschmack.
Aber ich bin gespannt, wie es sich entwickelt.

Masters1984
vor 6 Jahren | 0
Das Problem ist aber, dass Nintendo auch auf die Einsteiger und Fortgeschrittenen achten muss und nicht nur die Profizocker. Für mich war das letzte Level zum Beispiel nichts, da es mir einfach viel zu schwer war. Die Spezialwelten in 3D World waren sehr anspruchsvoll und genau richtig für Fortgeschrittene Spieler bis Profis. Also zu sagen dass es viel zu leicht sei bedeutet entweder 1. es wurde nicht komplett durchgespielt oder 2. ihr seid einfach Profis, denen selbst Zelda 2 und Mario Lost Levels vom NES noch viel zu einfach sind. Super Mario Galaxy 2 war in den späteren Abschnitten auch nicht wirklich einfach. Beispiel die S-Galaxien.

blither
vor 6 Jahren | 0
In Sachen Schwierigkeitsgrad geht Nintendo im kommenden Yoshi-Spiel einen eleganten Weg: Mit dem Super-Yoshi durch die Level flattern. Aber auch schon bei älteren Spielen, z.B NSMBU gibt es einen "Assistenten".

Ich finde die Ideen allesamt gut, damit jeder in den Genuss kommt ein Spiel durchzuspielen. Bei DKC TF gab es wegen des Schwierigkeitsgrades einige Beschwerden, dass dieser zu hoch sei.

Masters1984
vor 6 Jahren | 0
Auch bei 3D World und Galaxy 2 gibt es sowas. Nur muss man beachten, dass nach Freischaltung der letzten Welt von 3D World sämtliche Hilfen wie das weiße Tanukiblatt dann dauerhaft deaktiviert werden.

ProG4M3r
vor 6 Jahren | 0
@blither, der Schwierigkeitsgrad der neuen Donkey Kong Countrys ist angenehm und nicht wirklich schwer ;)

"Schwierig" wird es erst jenseits der 100%... und das natürlich auch nicht gleich in der ersten Welt... ich bezweifle aber zumindest, dass die Sonderlevel jenseits der 200% für mich innerhalb einer realistischen Anzahl an Versuchen machbar wären ^^'

Super Mario 3D World hätte meinetwegen auch gleich mit dem Schwierigkeitsgrad von Welt 6 einsteigen können, dass wäre weder zu schwer für Welt 1 noch zu anspruchslos ^^

Die New Super Mario Bros. Reihe könnte sich überdies auch an Luigis letztem Auftritt orientieren, es war weiß Gott nicht schwierig, aber wieder näher am alten Niveau der 2D-Mario.

@Masters, wer behauptet Lost Levels sei nicht schwer hat nicht mehr alle Latten am Zaun ;) die Spiele werden nur immer einfacher, dabei haben die meisten hier in jungen Jahren sich auch durch die S-NES Klassiker gestorben. Es soll ja nicht überfordernd sein, aber auf Gameplay fixierte Spiele sollten auch in gewisser Weise fordern und für die jüngsten gibt es auch Reihen wie Kirby... wobei ich Yoshi beim besten willen nicht in diese Kategorie schieben will... dazu ist Yoshi's Island (SNES) zu erhaben!

Masters1984
vor 6 Jahren | 0
Deshalb finde ich das Prinzip der Welten ja so stark, da man sich ja dann später nach einmaligen durchspielen die für sich perfekten Welten raussuchen kann und erneut spielen kann. Wem Welt 1 zu einfach ist, der spielt dann einfach nur noch die schwierigeren Welten 3, 4 oder 5.
Nicht umsonst haben diese Spiele solch hohe Wertungen erhalten, sie begeistern jedermann gleich ob jung oder alt.

Donkey Kong Country Tropical Freeze ist generell eher an Pro-Gamer oder zumindest Fortgeschrittene gerichter, da das geforderte Niveau ein ganz anderer ist, das geforderte Niveau liegt deutlich höher. Auch hier sind die ersten 2 Welten noch recht gut machbar, aber dann wirds echt knackig. Ganz besonders die K-Level sind nichts für Einsteiger, da diese wirklich alles vom Spieler abverlangen was es gibt. Also alles andere als angenehm sondern wirklich schwer, das stimmt schon was blither da sagt.

blither
vor 6 Jahren | 0
@Pro
Für manch erfahrenen Spieler mag DKC TF nicht übermäßig schwierig sein, aber ich kenne Spieler, mit viel Spielerfahrung, die irgendwann DKC TF aufgegeben haben. Und einige Magazine haben den hohen Schwierigkeitsgrad ebenfalls bemängelt. Nintendo versucht mit den ersten sehr einfachen Welten den Gelegenheitsspielern viel Inhalt zu bieten. Natürlich sind die Joystick-Akrobaten damit unterfordert. Aber ein guter Mittelweg ist nicht sehr einfach zu bewerkstelligen.

Masters1984
vor 6 Jahren | 0
Nintendo selbst macht aber auch noch fordernde Spiele wie z.B. Captain Toad, die Episoden 2 und 3 sind echt ziemlich fordernd für mich, gerade, wenn man wie ich die100% anstrebt.

Der sehr hohe Schwierigkeitsgrad in Tropical Freeze verhinderte auch oftmals den Platinaward, den es ab 90% gibt.

KenSugisaki
vor 6 Jahren | 0
Also DKTF ist bei mir auch noch nicht durch, aber da es leichter als DKCR ist und ich das nur "entspricht den Erwartungen" fand, ist es ok.
The Lost Levels hat mal ein Kumpel in einer Nacht durchgespielt...ich habe geschlafen, kann ich nicht beurteilen.

Generell ist sone vereinfachung aber totaler Murks, wenn da "gute" Spieler so sehr darunter leiden. Rome2 war ja nun wirklich für Einsteiger gemacht und trotzdem fanden das viele zu schwer. Ist mir ein Rätsel und traurig, weil die mir so mein Spiel zu einfach machen.

Oh und wer was einfaches haben will, der soll sich iein Smartphonespiel holen oder Tetris oder iwas mit Barbie oder so.

blither
vor 6 Jahren | 0
Das ist der falsche Ansatz. Kein Unternehmen kann es sich leisten, ein Spiel nur für eine "winzige" Zielgruppe zu entwickeln. Die späteren Levels bei vielen Nintendo-Spielen sind oft sehr viel schwieriger als die ersten, und wer ein Spiel zu 100% schaffen möchte, muss sich meist schon ziemlich "anstrengen". Und mit Mario Maker wird vielleicht auch der beste Joystick-Akrobate an seine Grenzen kommen.

Jeder hat andere Talente. Der eine kann besser Strategie-Titel, der andere hüpft geschickter, aber niemand möchte sich nur auf ein Genre beschränken, und mit Frust in sein weniger gutes Genre starten.

KenSugisaki
vor 6 Jahren | 0
Dann soll man (auf venünftige Art und Weise) verschiedene Schwierigkeitsgrade anbieten. Ich habe nämlich keine Lust 4-5h Sterne zu sammeln, nur damit ich dann iwann mal 2-3h gefordert werde.

Masters1984
vor 6 Jahren | 0
So ist es blither. Nintendo macht das eigentlich schon absolut richtig so, denn sie versuchen JEDE Zielgruppe möglichst zufriedenzustellen und das geht nicht indem man alles bockschwer macht nur um eine Minderheit zufriedenzustellen, zu schwer sollte es aber dann auch nicht sein, sondern es geht nur indem man versucht alle unter einem Hut zu bringen und optionale schwere Herausforderungen anbietet, an denen sich Einsteiger die Zähne ausbeißen würden. In Super Mario Galaxy 2 gibt es zum Beispiel die S-Galaxie für die ganzen Pros unter euch, aber auch in 3D World gibt es solche Herausforderungen für Einsteiger und spätere richtig fordernde Levels für die Pros. In DK Tropical Freeze gibt es dann die K-Level und die darauffolgende Spezialwelt, wenn man sämtliche K-Level zu 100% absolviert hat (Puzzle-Teile und KONG-Buchstaben). Generell ist aber die Donkey Kong Reihe eher an die Profispieler gerichtet als die Super Mario Reihe, so war das schon immer. Super Mario hatte immer einen leichteren Einstieg und wurde von Welt zu Welt immer etwas fordernder.

@Ken
dann ist Super Mario eventuell das falsche Spiel für dich, wenn dir das zu einfach ist. Wie wäre es stattdessen mit Rayman Legends oder Donkey Kong Country Tropical Freeze, dort solltest du eigentlich ordentlich gefordert werden. Jeder hat andere Talente und vorlieben und nur weil dir persönlich Rome 2 viel zu einfach war muss es ja nicht für alle gelten. Ich zum Beispiel komme mit der Metroid 3D-Reihe absolut nicht zurecht, andere aber feiern diese Spiele total ab, jeder so wie er mag.

KeeperBvK
vor 6 Jahren | 0
@ masters: Ken schreibt doch, dass er DKTF spiele. Und dass es ihm offenbar zu leicht ist.

blither
vor 6 Jahren | 0
Laut Tests ist DKC TF nicht leichter als DKC R, sondern etwa auf dem gleichen Level.

Masters1984
vor 6 Jahren | 0
Diesen Eindruck kann ich auch bestätigen, da ich beides gespielt habe. Tropical Freeze gefällt mir persönlich aber noch besser aufgrund der Unterwasserpassagen. Ken und einige andere bilden da sicher eine Ausnahme, denn die meisten denen Super Mario viel zu einfach ist werden mit der Donkey Kong Country-Reihe ordentlich gefordert, aber wem selbst DAS noch viel zu einfach ist (inklusive K-Level, Spezialwelt und Fokussierung auf einen Charakter mit nur einem Herz für die kompletten 200% sowie sämtliche Speed Runs auf Gold), dem ist anscheinend auch jedes andere Jump and Run viel zu einfach.

KenSugisaki
vor 6 Jahren | 0
Nein die 200% mit jeder noch so komischen Herausforderung habe ich nicht gespielt und sind auch nicht gerade einfach. Die K-Level kosten schon ganz schön leben, aber so darf sich bei mir halt das ganze Spiel ziehen und nicht nur alle 10Lv. Giana Sisters fand ich z.B. schön knackig.

Doch back on Topic: SMG2 ist einfach große Klasse!

Masters1984
vor 6 Jahren | 0
Na siehste da hast du doch deine Herausforderung, du kannst aber wirklich nicht erwarten, das jedes Spiel von Anfang bis Ende so schwer ist wie Super Mario Lost Levels, wer soll diese Spiele denn spielen? - Da würden sehr viele die Lust am Zocken verlieren und gefrustet aufgeben, da fast niemand mehr bis auf eine kleine Minderheit diese Level schaffen kann, das kann und darf einfach nicht sein, deshalb finde ich den Weg den Nintendo geht sehr gut und so soll es auch weiter sein. Optionale Herausforderungen für die Pros unter euch, so dass andere auch noch Spaß am Spiel haben können.

Super Mario Galaxy 1& 2 sind wirklich richtig große Klasse im Singleplayer. Super Mario 3D World finde ich aber noch etwas besser, da man es ENDLICH richtig im Multiplayer zu maximal viert zocken kann, der kleine Stern in SMG 2 zähle ich nicht wirklich als zweiten Spieler dazu, denn das macht zu zweit einfach keinen Spaß, wenn man nur den Stern spielen kann ohne wirkliche Aktionsmöglichkeiten.