Test: Pandora's Tower

Von Tim Herrmann am 18. April 2015

Mit dem europäischen Launch-Termin des Wii-Originals von Pandora’s Tower hat Nintendo alles richtig gemacht, am Freitag, dem 13. April 2012, erschien das Action-Adventure. Die Furcht vor diesem Datum sitzt tief – es gibt sogar Paraskavetriadekaphobiker, die sich am Freitag-den-Dreizehnten gar nicht vor die Tür trauen. Der Mythos geht natürlich wieder auf Jesus zurück, der angeblich an einem Freitag, dem 13., (dem Karfreitag) ans Kreuz genagelt wurde. Die 13 ist als „Dutzend des Teufels“ in unseren Kulturkreisen ohnehin verschrien. Das perfekte Datum also für ein obskures japanisches Action-Spiel, in dem ein hilfloses Mädchen verflucht wird und auf einen mutigen Helden hoffen muss, der 13 Türme durchkämmt, um sie zu retten. Hält Pandora’s Tower als drittes großes Action-Rollenspiel aus Japan, was es verspricht - oder hatten die Fans an diesem Freitag dem 13. wirklich Pech?

In guten wie in schlechten Zeiten – vor allem in schlechten

Eine junge Frau, gezeichnet von einem obskuren Fluchmal auf dem Rücken, zierte die ersten Artworks von Pandora’s Tower und Fans erschauerten im Angesicht der düsteren Mystik dieser Neuankündigung. Helena, ein zartes Mädchen, wird auf einer festlichen Zeremonie mit einem Fluch belegt und muss fortan das rohe Fleisch fauliger Monster aus verbotenen Türmen zu sich nehmen, um nicht selbst zu einem geifernden Biest zu verkommen. Ihr geliebter Held Aeron zieht los und entreißt verrottenden Kreaturen die Fleischbrocken mit einer magischen Kette vom lebendigen Leib. Stand da wirklich Nintendo auf der Verpackung?

Tatsächlich ist die Geschichte von Pandora’s Tower eine der düstereren, die es auf der Wii-Konsole zu erleben gab. Und damit ist sie das Markenzeichen des Spiels. Die Erzählweise ist aber gewöhnungsbedürftig: In zerhackten Bröckchen skizziert die Einführungssequenz die grobe Vorgeschichte und wirft den Spieler unvermittelt ins Gameplay. Erst nach und nach wird alles etwas klarer: Wer ist Aeron? Woher kennt er Helena? Wie haben die beiden die zwielichtige Mawda-Gestalt getroffen, die ihnen beim Brechen des Fluchs hilft? Es ist befremdlich, dass man über solche grundlegenden Infos die ersten Stunden völlig im Dunkel gelassen wird.

Früh erfahren Spieler immerhin, wo sich die drei befinden: im Observatorium an „der Narbe“, einer bodenlosen Schlucht, die die Welt entzwei risse, würde sie nicht von mächtigen Ketten zusammengehalten. In der Mitte dieses Abgrunds erhebt sich bedrohlich die Festung der 13 Türme der Pandora - ein wunderschön-düsteres Szenario, das immer wieder sichtbar wird, wenn Aeron von seinen Feldzügen an die Basis zurückkehrt.

Zwischen den Gameplay-Sequenzen sieht der Spieler herrlich animierte und bedrückend inszenierte Filmsequenzen: Wenn Helena das erste Mal in ein triefendes, fauliges Stück Fleisch beißt und sich dabei fast übergibt, ist das einer der eindrucksvollsten Videospielmomente der letzten Jahre. Wenn sie sich mit brüchigem Wimmern und unter Qualen in ein Tentakel-Monster verwandelt, übertragen sich Ekel und Abscheu, Mitleid und Furcht direkt auf den Spieler. Ganz klar: die Geschichte ist die große Stärke von Pandora’s Tower.

Das hohe Niveau kann Pandora’s Tower aber nicht dauerhaft halten, denn dazwischen mischt sich ein Störfaktor: das eigentliche Spiel.

Ein Action-Adventure-Liebessimulations-Rollenspiel mit offenem Ausgang

Im Kern ist Pandora’s Tower ein kampflastiges Action-Adventure, in dem ihr den Helden nach und nach durch dreizehn Türme (Wasser, Feuer, Pflanze etc.) steuert. Er muss das Meisterfleisch einsammeln, das seine verhexte Orakloskette den jeweiligen Endgegnern entreißt. Zu lange darf jeder Streifzug aber nicht dauern: Während sich Aeron durch die Türme schlägt, schreitet der Fluch bei Helena voran. Ist die Zeit abgelaufen, wird sie unwiederbringlich zum Monster. Wird es zwischendurch ganz knapp, muss Aeron zurücklaufen und ihr das Fleisch kleinerer Biester bringen, um Zeit zu gewinnen.

Auf dem Weg durch die Türme merkt man schnell, was sich das Spiel vorgenommen hat: „Wenn ich einmal groß bin, will ich The Legend of Zelda sein. Oder Castlevania.“ Jeder Turm ist ein zusammenhängender Dungeon-Komplex, den ihr nach und nach immer weiter erschließt. Ziel ist es, die große Tür zum Endgegner zu öffnen, die durch schwere Ketten versperrt wird. Diese Ketten muss der Spieler bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgen und zerstören.

Das erfordert sorgfältige Erkundungsarbeit – und in dem Zusammenhang auch Rätsel, die sich um die Orakloskette ranken. Sie kann Schalter betätigen, Plattformen bewegen und Vorsprünge als Ankerpunkte nutzen. Dabei bleibt es dann aber auch: In einem Zelda-Abenteuer hätte die Spielidee rund um die Kette genau einen Dungeon gefüllt, in Pandora’s Tower muss sie das ganze Spiel über als einziges Rätsel-Instrument herhalten. Die verschiedenen Moves bringen nur wenig Abwechslung.

Auf dem Weg finden sich Schätze en masse, allerdings ist das Inventar schon nach etwa fünf Minuten in einem Turm voll. Dann beginnt das lästige Wegwerfen, Ersetzen oder Einlagern - einfach unnötig. Ihr findet auf eurem Weg unter anderem Materialien, mit denen ihr in der Basis Waffen aufleveln könnt. Hier kommen ein paar Rollenspiel-Elemente zum Tragen, die sich dem ansonsten actiondominierten Spielprinzip aber klar unterordnen.

Wenn er Fleisch oder gefundene Geschenke zu seiner Holden bringt oder einfach nur zwischendurch mit ihr plaudert, füllt sich eine Leiste am linken Bildschirmrand: Sie symbolisiert die Innigkeit der Beziehung zwischen den beiden und macht damit den manchmal etwas schnulzigen Love-Simulation-Teil dieses Action-RPGs aus. Diese Leiste entscheidet mit darüber, wie das Ende des Spiels aussieht. Abhängig von den Geschehnissen gibt es nämlich sechs alternative Finalszenen.

Ohne Monster kein Monsterfleisch: Die dämonischen Kreaturen tummeln sich überall im Turm und stellen sich dem Kampf mit dem bewaffneten Protagonisten. Auch hier steht die Kette im Mittelpunkt. Gegner lassen sich mit ihr fesseln, auf andere Kontrahenten schleudern oder einfach nur kurz angreifen. Für besonders starke Angriffe könnt ihr die Kette durch einen langen Druck auf den C-Knopf des Nunchuks „aufladen“. Der A-Knopf lässt Schwertkombos auf die Gegner prasseln. Mit Z weicht man aus, was sich allerdings etwas abgehackt anfühlt.

Schwammig, lästig - schade

In dieses Konstrukt aus Erkundung und Kampf haben die Entwickler von Ganbarion nun aber leider allerhand spielerische und handwerkliche Ärgerlichkeiten verwoben. Die Kamera blickt stets fixiert und unveränderlich auf die Szenerie. Dabei folgt sie dem Protagonisten zwar aufmerksam, stellt ihn aber sehr klein dar.

Als Minifigur flimmert er über den Bildschirm, wodurch der Spieler im Kampf mit vielen Gegnern schnell den Überblick darüber verliert, in welche Richtung sein Schützling schlägt, wo er gerade ist wer ihn angreift. In Kombination mit der etwas umständlich geratenen Steuerung (über Standard- oder Classic-Controller) entstehen so unnötige Treffer, lästige Nachjustierungen werden nötig und das Spielgefühl leidet. Die Moves werden im Kampfsystem routiniert heruntergespult: fesseln, angreifen, wieder fesseln, angreifen, fesseln, schleudern, fesseln, Fleisch entreißen. Das verliert recht schnell seinen Reiz.

Der ebenfalls sehr klein geratene Pointer steuert die Kette, daher müsst ihr stets auch diese Ebene im Blick behalten. Fesselt ihr einen Gegner, seid ihr zunächst an ihn gebunden und offen für andere Angriffe. Treffer mit dem Schwert gehen oft daneben, es fühlt sich alles etwas unrund an. Man wünscht sich nicht nur im Kampf mehr Feinschliff, sondern auch beim Erkunden. Aeron hängt durch seine schnelle Laufgeschwindigkeit und die ruckartig rotierende Kamera oft plötzlich an einem Abhang, läuft in die falsche Richtung oder verheddert sich in der Landschaft. Lästig.

Beim Dungeon-Design fällt auf, wie unauffällig brillant Tempel in den The Legend of Zelda-Spielen wirklich sind. Denn in Pandora’s Tower ist nie so ganz klar, welcher Weg nun der richtige ist. Mal steht ihr viel zu früh vor der verketteten Endtür und müsst den ganzen Dungeon noch einmal durchkämmen, um die Ketten zu lösen. Dann läuft die Zeit ab und ihr müsst zunächst wieder Fleisch abliefern. Habt ihr vorher versäumt, Abkürzungen zu öffnen, beginnt der Turm wieder von vorn. Und steckt Aeron nach 15 Minuten aus Versehen einen Treffer zu viel ein, dürft ihr bisweilen alles noch einmal machen, wenn der Checkpoint noch nicht überschritten wurde.

Die Gameplay-Sequenzen in Pandora’s Tower sind insgesamt mehr Leid als Freud und neben der schönen Hintergrundgeschichte eher lästig. Lediglich die opulenten Bosskämpfe sorgen für Wow-Momente, die dem Drumherum gerecht werden. Die Entwickler hätten dringend mehr Zeit fürs Feintuning aufwenden müssen, um das Kampfsystem zu optimieren, die Steuerung knackiger zu gestalten und das teils verworrene und nicht ganz klare Dungeon-Design aufzumotzen.

Orgeln und Matsch

Auch grafisch hinkt Pandora’s Tower weit hinter Xenoblade Chronicles und The Last Story zurück, mit denen es sich oft vergleichen lassen muss. Einzig die Zwischensequenzen sehen wirklich brillant aus. Im Gameplay-Betrieb in den Türmen bekommt es der Spieler allerdings mit viel Farbmischmasch, unsauber definierten und gestalteten Flächen und vor allem mit endlosem Flimmern zu tun, mit dem die Wii-Konsole seit jeher zu kämpfen hat. Die Gegnermodelle lassen sich nur in der Nahansicht gut voneinander unterscheiden, sehen ansonsten aber alle ähnlich aus.

Bei der Vertonung sind Kritikpunkte kaum auszumachen. Mit obskuren Orgelklängen und dramatischer Weltuntergangsmusik samt Chören und einem gesungenen japanischen Titellied untermalen die Komponisten gut die düstere Atmosphäre der verfluchten Szenerie. Die englische Synchronisierung ist wie bei Xenoblade Chronicles und The Last Story exzellent geworden. Besonders die knirschende, staubtrockene Stimme von Mawda klingt schaurig-schön.

Fazit:

Ein tolles Szenario kann kein ganzes Spiel auf seinen Schultern tragen. Die beklemmende, obskure Liebesgeschichte und die vielen genialen Story-Momente machen Pandora’s Tower zu einem eindrucksvollen Spiel, an dessen Schlüsselmomente man sich lange erinnert. Sorgfältig werden Filmsequenzen oder Ausschnitte in Spielgrafik inszeniert und mit toller Musik und Sprachausgabe unterstützt. Das lässt auch fast vergessen, dass die Erzählweise ungewöhnlich ist und viele essentielle Fragen lange offen lässt. Pandora’s Tower hätte ein so schöner Abschluss der Wii-Ära werden können – wenn da nicht das weitgehend unrunde Adventure-Gameplay wäre. Über lauwarmen Action-Durchschnitt kommt der Titel nicht hinaus und ist mangels Feinschliff bei der Steuerung, im Leveldesign und in der Rätselgestaltung und durch verbesserungswürdige Grafik oft sehr zäh. Nicht immer schaffen es die Entwickler, ihr Publikum zum Weitermachen zu motivieren. Feinschliff ist bei Pandora’s Tower das Stichwort. Das Action-RPG aus Japan ist ein Rohdiamant, der an zu vielen Stellen noch ungeschliffen ist.

Wertung:

7.0

Tim Herrmann meint:

"Die sehr dichte und spannende Atmosphäre von Pandora's Tower kann den oft unsauber gestalteten Rest nicht immer retten."
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11 Kommentare:


Tim
vor 6 Jahren | 0
WiiUX-Review zu Pandora's Tower für Wii (Virtual Console Wii U)

Der R
vor 6 Jahren | 0
Wirklich schade um den Titel. Aber gerade wergen der hier angesprochenen Mängel habe ich mir das Spiel nie geholt. Das Gameplay geht bei mir über alles und wenn das nicht passt, wird zumindest mir ziemlich das Spiel vermiest. Andere Kritiker haben das Ganze ähnlich bewertet. Sollte irgendwann eine Demo spielbar sein, werde ich dem Ganzen aber mal eine Chance geben.

Vyse
vor 6 Jahren | 0
(1) Für mich persönlich ist dieses hier das Review aus der Feder von Tim, mit dem ich am wenigsten übereinstimme. Ich habe den Text nochmal überflogen und kann Tim nicht vorwerfen, dass irgendwas an seinem Text faktisch falsch wäre, aber ich habe das Spiel komplett anders empfunden. Vor einem Jahr hatte ich für meine persönliche Spiele-Bestenliste, in der PT auf Platz 67 landete, selbst folgenden Text geschrieben:

Zusammen mit Xenoblade Chronicles und The Last Story stand auch ein Spiel namens Pandora's Tower im Fokus von Operation Rainfall. Die Aufmerksamkeit war für diesen Titel sicherlich am geringsten, was wohl unter anderem daran lag, dass es sich um eine neue IP ohne irgendeinen großen Namen im Schlepptau handelte. Etwas informiertere Spieler fanden heraus, dass Ganbarion bisher eher für Lizenzspiele zuständig war (darunter das zugegebenermaßen recht gute Jump Superstars), was ebenfalls nicht gerade auf einen Top-Titel schließen ließ. Und generell wurde diesem Spiel gegenüber oft der Vorwurf geäußert, es sei nach dem Kredo "Style over Substance" entwickelt worden. Deshalb kam Pandora's Tower auch erst als eines der letzten nennswerten Wii-Spiele nach Europa - aber das Beste hebt man sich ja bekanntlich bis zum Schluss auf.

(Fortgesetzt im nächsten Post)

Vyse
vor 6 Jahren | 0
(2) Um den Titel für komplett Unwissende grob zu umreißen, könnte man die Beschreibung "ein nur aus Dungeons bestehendes Zelda" verwenden. Aber auch die beiden Hauptcharaktere des Spiels, Aeron und Elena, kommen nicht zu kurz. Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass man immer aus den Dungeons zurückkehren muss, bevor sich Elena in ein Monster verwandelt, sorgt man sich um sie. Und auch das Spieldesign ist in Pandora's Tower klasse: Die Dungeons kommen vielleicht nicht an die besten Verliese aus der Zelda-Reihe ran, sind jedoch trotzdem deutlich besser gestaltet als die Levels in den meisten anderen Action-Adventures. Das Kampfsystem offenbarte sich als Geschmackssache, aber wer auf Heilungsitems verzichtet und sich stattdessen mit den Nuancen der Spielmechaniken auseinandersetzt, wird auch hier viel Spaß mit dem Titel haben können. Und jedes noch so kritische Review lobt die Bosskämpfe, die wirklich zu den besten gehören, die jemals für ein Videospiel konzipiert wurden.

Pandora's Tower schaffte etwas, woran viele RPGs der vergangenen Konsolengeneration scheiterten: Das Spiel ließ mich eine echte Bindung zu den Charakteren aufbauen. Ausgerechnet das Zeitlimit während der Dungeons, das eigentlich als Spieldesign-Verbrechen gelten sollte, trug maßgeblich zu diesem Punkt bei, denn so hatte man Elena während des kompletten Spiels immer präsent, statt sie nur kurz zwischen zwei Dungeon-Besuchen zu treffen. Da ich ohnehin ein großer Fan von Zelda-artigen Dungeons bin, es diese aber nur sehr selten gibt, und mir zudem der mittelalterliche Baustil der Türme sehr gut gefiel, hat das Spiel meinen persönlichen Geschmack voll getroffen.

Zanza
vor 6 Jahren | 0
Ich spiel es ja im Moment und es weiß schon zu fesseln, hehe fesseln :P Die interaktionen zwischen Helena und Aeron find ich sehr gelungen, das Mädel hat einiges zu erzählen und man freut sich auch auf gewisse Weise wieder in die Homebase zu kommen, weil man nie weiß was passiert. Oft kam eine Cutscene und ich wusste nicht warum, passiert willkürlich oder jenachdem was man gemacht oder wie die Zuneigung zwischen den beiden ist. Diesen Aspekt find ich verdammt gut.

Es gibt Tag und Nacht wechsel und mir würde erst später klar das manche Monster Nachts wie unbesiegbar sind und dich sehr schnell bezwingen und die auch sehr viel Schaden einstecken können, nun gehe ich lieber früh los wenn es hell ist. Auch gibt es Tags oder Nachts andere Items zu finden.

Mit der Kameraeinstellung komm ich großtenteils klar auch wenn das Spiel echt ungünstige Kamerapositonierungen hat. Die Dungeons find ich etwas langweilig aber das mit den riesen Ketten die sich durch die ganzen Dungeons ziehen, hat man immer ein guten Anhaltspunkt wo man den als nächtes nachschauen sollte. Gibt schon paar knifflige Stellen.
Die Bosskämpfe, die Meister sehen großartig aus aber der Name Meister hat nun wirklich keiner verdient, die sind zu einfach, viel zu einfach, keine Herausforderung.

Grafisch ist es manchmal recht hässlich, dann wieder rum ganz passabel.
Aber gut, ich bin ja noch nicht durch und ich denke ich werd das Spiel wenn durch, nochmal spielen, so gut gefällt es mir dann doch.

gast
vor 6 Jahren | 0
Ich stimme mit dem Tester insbesondere zu den technischen Mängel, die hier angeprangert werden nicht überein. Ja, die Kamera ist fixiert, so wie damals im ersten Resident Evil Teil, der zu dem besten Horrorspielen zählt, aber das ist auch nicht weiter hinderlich, da man sich damit abfinden kann. Zur Steuerung kann ich nur die Wii Remote mit Nunchuck empfehlen, weil die Steuerung der Kette damit deutlich besser geht, als mit einem Classic- oder Pro-Controller. Das Kampfsystem besteht tatsächlich aus Angriff mit der Kette oder der Zweitwaffe wie Schwert, Lanze und zwei Kurzklingen. Diese haben alle unterschiedliche Reichweiten und Schnelligkeit. Somit kann sich jeder seine bevorzugte Spielweise aussuchen und hochleveln. Besonders wenn sich viele Gegner ansammeln und einem zur Strecke bringen wollen, macht das Kampfsystem seinen Reiz aus, weil man sein ganzes Arsenal einsetzen muss. Angreifen und ausweichen sind essenziell und bei manchen Kämpfen ist man dann auch dankbar wenn man genug Heiltränke oder ein Fluchtitem in der letzten Sekunde verwenden kann.

Ich gehöre zu den wenigen Besitzer der Wii-Version, der das Spiel durchgespielt hat. eine Wertung von 7 ist da, meiner Meinung nach, zu wenig. Auch wenn das Spiel hier und da den typischen japanischen Kitsch hat, ist es ein emotionales und romantisches Spiel mit Seele!

gast
vor 6 Jahren | 0
@ Der R

Du kannst es dir ohne bedenken holen, wenn dir Spielgeschehen und herausfordernde Kämpfe zusagen.

Elbauenteufel
vor 6 Jahren | 0
Hallo,
in der Beschreibung im eshop sieht es so aus, als könnte man das Spiel mit dem Wii U Controller steuern. Kann man hier tatsächlich den Tablet Controller in die Hand nehmen, und nur mit diesem Gerät spielen?
Bisher musste man für Wii Spiele auf Wii U doch immer irgendwelche Wii Controller benutzen!

Tim
vor 6 Jahren | 0
@Elbauenteufel: Dieses Spiel kannst du auch auf und mit dem GamePad spielen. Der Wii U-Controller ersetzt dabei sozusagen den Classic Controller (Pro), mit dem man das Spiel zu Wii-Zeiten auch steuern konnte. Der Ketten-Pointer wird dann mit dem rechten Stick gesteuert, da man die Kamera ja leider nicht bewegen kann ;)

GF0P
vor 6 Jahren | 0
Ich habe dem Wii-VC Release aus dem Grund endgegengefiebert, um OffTV zu nutzen. Muss aber zugeben, dass die Controller/Padsteuerung eher suboptimal ist. Die Wiimote/Nunchuck Kombi ist definitiv die bessere Wahl.

zocker-hias
vor 6 Jahren | 0
Gutes Review, ich habe das Game bereits für die WiiU und ja, es ist an vielen Stellen noch etwas kanntig und dadurch verbaut sich das grundsätzlich sehr gute Spiel einfach den Weg in die höheren Wertungsregionen und kann im RPG 3 Gestirn zusammen mit Xeno - Last Story nicht richtig erstrahlen.

Dennoch möchte ich allesn Action Adventure Fans das Spiel wärmstens ans Herz legen (auch zu diesem guten Preis!)
Es muß nicht immer der geschliffene Diamant sein an dem man sich erfreut und manchmal ist es gerade auch diese Abwechlung zu einem gröberen Brocken zu greifen der das Spielerleben ungemein bereichert.