Iwata über zukünftige Online-Services - Will Kostenpflichtigkeit nicht ausschließen

Von Tim Herrmann am 03. Juli 2012

Erst vor ein paar Tagen haben wir euch eine Nachricht von Nintendos Jahreshauptversammlung überbracht, in der es um die mögliche Kostenpflichtigkeit des Miiverse ging, der neuen Online-Community, die Nintendo auf Wii U etablieren will. Es war zu hören, dass Firmenpräsident Satoru Iwata es für nicht besonders klug hält, die neuen Online-Services kostenpflichtig anzubieten, und den Service stattdessen für Kunden kostenlos anbieten will.

Dabei bleibt es auch, nachdem jetzt das übersetzte Protokoll der Fragestunde mit den Investoren vorliegt. Ein Geldgeber wollte wissen, wie Nintendo die zusätzlichen Kosten kompensieren wolle, die durch umfangreiche neue Dienste wie das Miiverse entstehen. Iwata antwortete, Nintendo werde kein Geld für monatliche Abonnements verlangen. Schließlich gäbe es viele Spieler, die ihre Konsolen nur sporadisch benutzen. Für sie wären Abos unfair.

Stattdessen hoffe man, langfristig die Software-Verkäufe durch die Miiverse-Plattform ankurbeln zu können. Indem Spieler ihre Lieblingstitel online empfehlen oder ihre Erfahrungen teilen, sollen andere Kunden zum Kauf oder Ausprobieren animiert werden. Langfristig soll das Miiverse also zur Profitabilität beitragen, obwohl es kostenlos bleibt.

Unterdessen schließt Nintendos CEO nicht aus, dass man zukünftig auch besonders tiefgängige Online-Services anbieten könnte, die nicht gratis sind. Ob der Publisher bereits solche speziellen Online-Modi in Entwicklung hat, bleibt aber unklar. Mit dem Online-RPG Dragon Quest X sammelt man in dieser Hinsicht bald Erfahrungen, zuletzt mussten Spieler auch für Monster Hunter 3 in Japan Online-Abos kaufen.

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