Reggie über das Wii U-Marketing - Womit will man die Kunden überzeugen?

Von Tim Herrmann am 16. März 2012

Nächstes Jahr, irgendwann zwischen April und Dezember, erscheint Nintendos neue Heimkonsole und soll die nächste Revolution in Sachen Spielerfahrung einleiten. Während passionierte Spieler sich schon vor Verkaufsstart reichlich über Fähigkeiten und Line-Up der Konsole informieren und so abschätzen können, ob sie das Gerät haben wollen oder nicht, muss sich Nintendo schon etwas mehr einfallen lassen, um auch die neu hinzugewonnene Klientel der Gehirnjogger und Fitnessfanatiker wieder mitzunehmen.

In einem Interview, das nun auf der Homepage des Businessmagazins Forbes veröffentlicht wurde, erklärt NoA-Präsident Reggie Fils-Aimé nun (nochmal), worauf man sich beim Marketing besonders konzentrieren werde: "Die Magie des zweiten Fensters", womit natürlich der zweite Bildschirm im Controller gemeint ist, soll die Konsole mit ihrer "einzigartigen Erfahrung" verlockend machen. Reggie ist selbstsicher und glaubt nicht, dass sich Wii U schlecht verkaufen wird.

Ein weiteres Argument dafür wirft er gleich hinterher: Bereits in der Vergangenheit sei man mit dem DS und Wii andere Wege gegangen als die Konkurrenz, bereits damals war die weitläufige Meinung, dass gute Grafik der bessere Weg sei im Vergleich zu Touchscreen und Bewegungssteuerung, und schlussendlich hat man ja mit Wii und DS die Konkurrenz weit hinter sich gelassen. Reggie ist sich sicher, dass dieses Konzept erneut aufgehen wird.

Auf die Überschneidung des gleichzeitigen Verkaufs von Wii und Wii U angesprochen erläutert der Firmenpräsident, dass es auch in der Vergangenheit, wie zum Beispiel bei DS und GBA, Überschneidungen gab. Solange sich die Systeme jedoch in der Art des Spielerlebnisses und in der "Botschaft", die sie übermitteln, unterscheiden, haben laut Reggie beide ihr eigenes Existenzrecht. Allerdings fügt Reggie hinzu, dass Wii U seinen Vorgänger dank der Abwärtskompatibilität selbstverständlich irgendwann ganz ablösen wird.

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